Steht das BGB vor seiner Ablösung?

Ein Gemeinsames Europäisches Kaufrecht (GEKR) ist eine Idee, die Begeisterung und Abwehrreflex gleichermaßen anspricht. Auf der einen Seite stehen, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des Verordnungsvorschlags, die damit verfolgten Ziele Vereinheitlichung, Senkung der Transaktionskosten, Stärkung des Binnenmarktes und weitere Vertiefung des Rechts der Europäischen Union. Auf der anderen Seite werden Bedenken hinsichtlich der Wechselwirkungen mit dem deutschen Zivilrecht geltend gemacht. Welche Rolle wird das BGB bei einem akzeptierten und intensiv genutzten GEKR noch spielen? Geben wir ein gut funktionierendes Recht in Deutschland auf, welches seit seinem Bestehen nicht nur der Garant einer sich hervorragend entwickelnden Wirtschaft, sondern darüber hinaus auch sehr anpassungsfähig war?

Ist der Vorschlag für ein Gemeinsames Europäisches Kaufrecht ein moderner Ansatz oder praxisferne Vision? Der Vorsitzende der Justizministerkonferenz und Justizminister Hessens, Jörg-Uwe Hahn, hat deshalb zu einer breit angelegten Anhörung für den 24. Mai 2012 in Frankfurt am Main eingeladen. Der Einladung gefolgt sind hochrangige Vertreter von Wissenschaft, Praxis und Politik. Unter anderem werden die Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding, Prof. Maultzsch aus Frankfurt/Main, die Bundesministerin der Justiz Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie Rechtswälte und Notare aus Deutschland an der Diskussion teilnehmen. Die in diesem Blog eröffneten Foren spiegeln die Gliederungspunkte der Anhörung wieder. Bringen auch Sie sich ein, debattieren Sie mit!

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