Standort: 

Berlin

Kanzleibeschreibung: 

Die Berliner Strafrechtssozietät Ignor & Partner ist 2008 als Spin-off rund um den Namensgeber Prof. Dr. Dr. Alexander Ignor aus der vormaligen Kanzlei Ignor, Bärlein, Partner entstanden. Das zurückliegende Jahr war höchst ereignisreich für Ignor & Partner. Seit Februar 2013 kooperiert sie mit der Kanzlei WidmaierNorouzi, welche in jüngster Vergangenheit selbst gravierende Änderungen erfahren hat: Dr. Ali Norouzi und der angesehene Professor Dr. Gunter Widmaier waren erst im Herbst 2012 von Karlsruhe nach Berlin umgezogen, als Widmaier völlig überraschend verstarb und Norouzi die gemeinsame Kanzlei nun allein weiterführt. Die gegenseitige Wertschätzung von Ignor und Widmaier sowie die guten Erfahrungen aus früherer Zusammenarbeit veranlasste beide Kanzleien jetzt enger zusammenzurücken.

Auch örtlich wird die neue Kooperation sichtbar gelebt: Jörg Rehmsmeier, Partner bei Ignor, und Dr. Annika Dießner, Associate bei Ignor, ziehen in die Räumlichkeiten von WidmaierNorouzi am Kurfürstdamm. Die personelle Unterstützung durch Norouzi dürfte Ignor & Partner gerade jetzt sehr willkommen sein, da sich der geschätzte Partner Alexander Sättele nach längerer Krankheit für eine berufliche Neuorientierung entschieden hat und aus der Kanzlei ausgeschieden ist.

Philosophie: 

„Als bewusst spezialisierte und teamorientierte Kanzlei stehen wir unseren Mandanten mit dem bestmöglichen Einsatz an Kompetenz, Erfahrungswissen und Engagement zur Seite. Hierzu pflegen wir den internen Erfahrungsaustausch ebenso wie die Teilnahme an der wissenschaftlichen und rechtspolitischen Diskussion, die beständige berufliche Weiterbildung sowie die Zusammenarbeit mit renommierten Kolleginnen und Kollegen.”

Rechtsgebiete und Mandate: 

Ignor & Partner arbeitet schwerpunkt­mäßig — aber nicht ausschließlich — im Wirtschaftsstrafrecht. Die Beratung und Verteidigung erfolgt in allen Abschnitten des Strafverfahrens vom Ermittlungsverfahren bis zur Revision oder gar Verfassungsbeschwerde, aber auch präventiv als Compliance-Beratung. Zu den aus dem Markt bekannten Mandaten in diesem Betätigungsfeld zählen insbesondere private und kommunale Unternehmen sowie Banken und ihre Führungskräfte, wie zum Beispiel: die Verantwortlichen des Berliner Bankkonsortiums (IBG) zum Vorwurf der Untreue im Zusammenhang mit existenzbedrohlichen Immobilienfonds; ein früherer Manager der MAN Turbo & Diesel wegen Korruption; ein Manager bei Sanofi-Aventis (Arzneimittelhersteller) ebenfalls wegen Korruption, den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Zimmermann zu Vorwürfen der Fehlverwendung öffentlicher Gelder des Landesrechnungshofs sowie regelmäßig die Alba-Gruppe und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

Ignor gilt als einer der renommiertesten Strafverteidiger für Revisionen und Verfassungsbeschwerden. So vertrat er den Chefredakteur des Polit-Magazins „Cicero” in den Verfassungsbeschwerden, die die erfolgten Durchsuchungen der Redaktionsräume und der Wohnung des Journalisten thematisierten, und zu einem richtungsweisenden Urteil zum Grundrecht der Pressefreiheit führte. Vergleichbare Anerkennung genoss der verstorbene Revisionsrechtler Widmaier, der zuletzt bei den höchstgerichtlichen Auseinandersetzungen zum Untreueschaden, der nachträglichen Sicherungsverwahrung und der passiven Sterbehilfe verteidigte. Norouzi kann zwar noch nicht auf diesen langjährig gewachsenen Erfahrungsschatz zurückgreifen, gilt unter Strafverteidigern aber bereits jetzt als vielversprechender Revisionsrechtler.

Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld der Kanzlei stellt das Arzt- und Arzneimittelstrafrecht dar. Zahlreiche Kliniken und Pflegeeinrichtung gehören zu den Dauermandanten von Ignor & Partner.
Ignor ist darüber hinaus als Experte für das Arbeitsstrafrecht ausgewiesen. Häufig betreffen diese Mandate Fallkonstellationen der Schwarzarbeit und Arbeitnehmerüberlassung.

Veröffentlichungen und Vorträge: 

Die Anwälte von Ignor & Partner beteiligen sich rege an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung in Fachzeitschriften, Kommentaren und Handbüchern. So verfassten beispielsweise Ignor und Camilla Bertheau Beiträge zu einem StPO-Kommentar. Der Kanzleiinhaber, Anke Müller-Jacobsen und Kai Peters sind darüber hinaus Mitautoren in einem Formularbuch für Strafverteidiger. Ignor ist außerdem Mitherausgeber eines Handbuchs zum Arbeitsstrafrecht (mit Autorenbeiträgen mehrerer Kanzleikollegen) sowie der Buchreihe „Praxis der Strafverteidigung”. Er lehrt als außerplanmäßiger Professor an der Humboldt-Universität Berlin.

Fazit: 

Ignor & Partner zählt im Berliner Raum zu den fest etablierten Strafrechtskanzleien. Über­regional bekannt ist vor allem ihr Namensgeber, welcher über jahrelange Verteidigererfahrung und Kontakte in der Branche verfügt. Im Zuge der neuen Kooperation kommt mit Norouzi ein frischer Impulsgeber zur eingespielten Kanzleistruktur. Neben einem Mandatszuwachs im Bereich des prestigeträchtigen Revisionsrechts wäre eine stärkere Marktpräsenz der jüngeren Ignor-Partner eine wünschenswerte Auswirkung der Zusammenarbeit.

Ansprechpartner für Bewerber: 

Jörg Rehmsmeier

Besondere Sprachkenntnisse (außer Englisch): 

Französisch

Bevorzugte Rechtsgebiete: 

Medien- und Presserecht, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht