Bewerbungstipps vom JuS-Coach

von Ralf Zosel, veröffentlicht am 03.12.2008

Auf der Homepage der JuS erscheinen seit Neuestem an prominenter Stelle Bewerbungstipps. Ich habe beim „JuS-Coach" Falk Schornstheimer (FS) und bei den Redakteuren der JuS Dr. Georg Neureither (GN) und David Herbold (DH) nachgefragt.

Herr Schornstheimer, Ihr Konterfei schmückt jetzt die JuS-Homepage. Was ist der JuS-Coach und wie wird man das?

FS: Der JuS-Coach will mit Bewerberinnen und Bewerbern ins Gespräch kommen. Die Frage lautet: Wo drückt der Schuh, wenn Sie an das anstehende Vorstellungsgespräch, die Bewerbungssituation, ja die juristische Karriere überhaupt denken. Insofern hoffen wir auf einen Dialog mit den JuS-Leserinnen und -Lesern, die ihre eigenen Erfahrungen schildern und relevante Fragen zur Diskussion stellen. In der Praxis zeigt sich immer wieder: Viele Tipps, die man als längst bekannt und verinnerlicht voraussetzt, sind hoch willkommen, weil unbekannt. Als Arbeitgeber trifft man viel zu oft auf erschreckend schlecht vorbereitete Bewerber. Der JuS-Coach ist das Angebot an Bewerber, alles zu fragen, was man immer schon über den Karriereeinstieg wissen wollte.

GN: Für uns war, wie immer bei der JuS, die fachliche Qualifikation entscheidend. Schließlich wollen unsere Leserinnen und Leser harte Fakten. Herr Schornstheimer kennt das Recruiting wie kaum ein anderer, und wir sind stolz, dass wir ihn für dieses Projekt gewinnen konnten! Seine Fachkompetenz als Recruiter ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen des Bewerbungsgeschäfts. Er lädt gewissermaßen ein, für einen Moment auf der anderen Seite des Bewerbungstisches Platz zu nehmen, und lüftet ein paar der Geheimnisse, die mit jeder Bewerbung verbunden sind.

DH: Und schreiben kann er auch noch - informativ und amüsant. Dass Herr Schornstheimer von Haus aus nicht Jurist, sondern Germanist ist, ist dabei nicht von Nachteil...

In den ersten beiden Folgen geht es um den Dresscode beim Vorstellungstermin. Wie es aussieht, gibt es jetzt bis Weihnachten jeden Tag neue Tipps. Wie in einem Adventskalender - können Sie trotzdem ein bisschen was verraten, was die Leser noch erwartet?

FS: Schön wäre es, ein Work in Progress hinzubekommen. Aus Anregungen, Fragen und Widerspruch sollen sich Themenschwerpunkte und neue Thesen entwickeln. Auf jeden Fall will ich noch auf die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs zu sprechen kommen, und auch über Themen wie das Für und Wider von Karrieremessen und die Bedeutung der Noten im Fach Jura wird zu reden sein.

GN: Auf diese Weise geht nicht jeden Tag ein neues Text-Türchen auf. Dafür besteht aber die Möglichkeit, auf konkrete Fragen ganz spezifisch einzugehen.

Sie laden die Leser ein, ihnen per E-Mail Feedback zu geben und auch Themen vorzuschlagen oder von eigenen Erfahrungen zu berichten. Gibt es schon viel Resonanz?

FS: Ja, schon am ersten Tag haben mich E-Mails erreicht, ich war ganz überrascht davon. Und nun versuche ich, den vielen Anfragen eine Struktur zu geben, um adäquat antworten zu können. Alles wird auf der Homepage der JuS zu beobachten sein. Ich wünsche mir außer ergänzenden Hinweisen und Bestätigung - für die ich aber natürlich auch sehr dankbar bin - auch Kontroverse.

Ich habe auch noch einen Themenvorschlag: Mich würde interessieren, wie Sie die Frage Online-Bewerbung ./. Papier-Bewerbung sehen. Oder hatten Sie das Thema eh schon geplant?

FS: Ich würde das Thema gerne im Zusammenhang mit dem großen Komplex „Bewerbungsschreiben/Bewerbungsunterlagen" angehen. Auf jeden Fall sollte es aufgegriffen werden, vielen Dank für die Anregung!

Werden die Tipps nur online veröffentlich oder gibt es die auch im Heft?

DH: Die Möglichkeit, unmittelbar zu reagieren und zu interagieren, bietet nur das Internet. Die Printprodukte haben andere Vorteile, die sie hier nicht ausspielen können. Deshalb gibt es den JuS-Coach exklusiv auf der JuS-Homepage.

Was haben Sie sich denn für die JuS im nächsten Jahr vorgenommen? Hat man auch als Schriftleiter gute Vorsätze?

GN: Nun ja. The road to hell is paved with good intentions... Der JuS-Coach endet zunächst an Heiligabend. Die bisherigen Reaktionen und Zugriffszahlen zeigen allerdings, dass wir einen „Nerv"" getroffen haben. Darum halte ich es für sehr gut möglich, auch im nächsten Jahr interaktive Elemente wie jetzt den JuS-Coach anzubieten. Themen wurden uns jetzt schon viele vorgeschlagen. Für diese Vorschläge sind wir unseren „JuSern" sehr dankbar und freuen uns auf weitere Anregungen! Dafür gibts als Dankeschön im Januar ein Update unseres JuS-Tutoriums.

DH: Im Übrigen ist unsere Devise stets: „Das nächste Heft muss das beste sein!" Da geht es gleich im Januar wieder mit Kernthemen der juristischen Ausbildung zur Sache.

Herr Schornstheimer, Herr Dr. Neureither, Herr Herbold, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

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Als treuer JuSer finde ich die Idee einsame Spitze! Je näher die JuS an die Studenten und Referendare heranrückt, umso mehr wird sie dem Anspruch gerecht, die beste Ausbildungszeitschrift zu sein. Weiter so!

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