BNetzA: Beschlussdatenbank jetzt online

von Dr. Axel Spies, veröffentlicht am 18.01.2010


Die BNetzA hat die lange geforderte Beschlussdatenbank online geschaltet. Zahlreiche Beschlüsse sind dort archiviert und im Volltext abrufbar.


Die Datenbank ist unter dem folgenden Link erreichbar:http://beschlussdatenbank.bundesnetzagentur.de/

Gibt es Kommentare zur Nutzung?

 

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlenDruckversion

Ähnliche Beiträge

Hinweise zur bestehenden Moderationspraxis
Kommentar schreiben

5 Kommentare

Kommentare als Feed abonnieren

Schon als die BNetzA noch RegTP hieß, hat mich das tatsächlich gedruckte Amtsblatt fasziniert, weil es einen geradezu verwegen anachronistischen Touch in diese Branche gebracht hat. Da passt es schon dazu, wenn nun nach gut zehn Jahren der Zugang zu Entscheidungen einerseits erleichtert wird, dies aber andererseits gleich wieder einen guten Schritt zurückgenommen wird, indem nur PDFs in nicht druckbarer Version zur Verfügung gestellt werden. Auf solche Ideen muss man erst einmal kommen!

Noch dazu kann man dann die kostenpflichtige und dafür druckbare Version nur nach Registrierung ( http://beschlussdatenbank.bundesnetzagentur.de/index.php?lr=register ) bei der BNetzA abrufen. Zur Registrierung muss "der Nachnahme Bestandteil Ihrer E-Mail-Adresse sein" (geht auch "office@nachname.tld"? Was aber, wenn ein Unternehmen bestellen will, und "office@firma.tld" verwendet?). Die ganze Bestellerei wird dann offenbar mit TANs abgewickelt (ich bin bei der Registrierung ausgestiegen).

Eine Aufwands/Ertragsrechnung für diese Spielerei wäre interessant: was hat die Implementierung der PPP ("Pay-per-print")-Lösung gekostet, was ist der Aufwand für die Erstellung von einerseits druckbaren und andererseits nicht druckbaren PDFs, was kostet die Administration (einschließlich Buchung, Verrechnung), und welche Erlöse werden dann tatsächlich erzielt.

0

hp lehofer schrieb:
Eine Aufwands/Ertragsrechnung für diese Spielerei wäre interessant: was hat die Implementierung der PPP ("Pay-per-print")-Lösung gekostet, was ist der Aufwand für die Erstellung von einerseits druckbaren und andererseits nicht druckbaren PDFs, was kostet die Administration (einschließlich Buchung, Verrechnung), und welche Erlöse werden dann tatsächlich erzielt.

Das könnte der Bundesrechnungshof sich ja mal anschauen ...

0

hp lehofer schrieb:
Eine Aufwands/Ertragsrechnung für diese Spielerei wäre interessant: was hat die Implementierung der PPP ("Pay-per-print")-Lösung gekostet, was ist der Aufwand für die Erstellung von einerseits druckbaren und andererseits nicht druckbaren PDFs, was kostet die Administration (einschließlich Buchung, Verrechnung), und welche Erlöse werden dann tatsächlich erzielt.

Wenig zahlende Kunden werden sie haben, nehme ich an. Erstens haben die Leute, die das Bedürfnis haben, relevante Mengen von Entscheidungen gedruckt zu besitzen, vermutlich ohnehin Zugriff auf das gedruckte Amtsblatt. Zweitens ist die Druckbeschränkung trivial zu umgehen, was in diesem Fall auch erlaubt sein dürfte, da die Entscheidungen nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei sind.

Was ich nicht ausprobiert habe, aber vielleicht wirklich noch einen Grund bieten könnte, die kostenpflichtige Version zu wählen: Ist bei den kostenpflichtigen PDFs der Text hinterlegt, so dass man auch Textpassagen herauskopieren kann? Dann zahlt man vielleicht wirklich lieber 2,50 Euro statt ein längeres Zitat abzutippen oder der Datei gar mit OCR zu Leibe zu rücken.

0

Mein Eindruck:

- sehr langsame Seite
- archaisch anmutendes Layout
- unbenutzbar für Uneingeweite - Was ist Bk1-Bk9? Wenigstens die Zuständigkeit könnte in der Tabelle aufgeführt sein.
- MIME-Types scheinen nicht richtig gesetzt zu sein, per Default will Firefox die PDFs speichern anstatt direkt anzuzeigen
- PDFs beinhalten eingescanntes Papier - kein Cut-and-paste, tatsächlich OCR notwendig
- der Unterschied zwischen "kostenpflichtiger Vollversion" und freier Version erschliesst sich mir nicht, die kostenfreien Entscheidungen sehen vollständig aus

Insgesamt kommt man sich in die 90er zurückversetzt vor, mit einem Mief von Behörde.

0

Die Bundesnetzagentur besteht in weiten Teilen aus der alten Bundespostverwaltung. Die Performance deutet auf ein 300 Baud-Modem der Bundespost hin. Was will man mehr erwarten?

0

Kommentar hinzufügen