Kölner U-Bahn: Was mag da noch alles bekannt werden?

von Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg, veröffentlicht am 16.02.2010

Dass solche Dinge in anderen Ländern passieren, haben wir bislang doch meist in der selbstzufriedenen Überzeugung  zur Kenntnis genommen, dass so etwas in Deutschland nicht möglich ist: "Andere Länder, andere Sitten"!

 

Im Ermittlungsverfahren nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009 (wenige Tage nach dem am historischen Stadtarchiv vorbeigezogenen Rosenmontagzug!) verdichten sich die Hinweise jetzt nicht nur darauf, dass Bauarbeiter offenbar in großem Stil Stahlbügel unter der Hand verkauft haben, statt sie wie vorgesehen in die Schlitzwände einzubauen - an einigen U-Bahn-Stellen sollen zum Teil nur 17% der Stahlbügel eingebaut worden sein -, sondern auch auf zu wenig Beton in einer Schlitzwand und nun sogar auf organisierten Betrug. Mittlerweile sollen falsche Vermessungsprotokolle für 28 Schlitzwand-Lamellen an drei Baustellen entdeckt worden sein. Und: die Ermittler rechnen damit, noch auf weitere gefälschte Dokumente zu stoßen.

 

Da wird an Meldungen noch einiges auf uns zukommen - und wir wissen jetzt, dass die Verhältnisse in Deutschland nicht anders sind als anderswo.

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