McDonald´s: Übergewichtiger Mitarbeiter erhält Schadensersatz

von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 30.10.2010
Rechtsgebiete: ArbeitsrechtSchadensersatzÜbergewichtMcDonald´s17|14573 Aufrufe

Wie die Made im Speck hat offenbar ein McDonald´s-Mitarbeiter in Brasilien gelebt. Nach seiner bislang zwölfjährigen Tätigkeit für die beklagte Schnellimbisskette brachte er 30 Kilo mehr auf die Waage. Der beleibte 32-Jährige machte seinen Arbeitgeber hierfür verantwortlich und erhob Klage auf Schadensersatz. Vor Gericht sagte der Mann, er habe sich verpflichtet gefühlt, täglich von den angebotenen Speisen zu essen - selbstverständlich nur um deren Qualität zu überprüfen. Schließlich sei bekanntgewesen, dass verdeckt arbeitende Qualitätsprüfer die Restaurants besuchten und Berichte über Essen, Service und Sauberkeit anfertigten. Außerdem meinte der Kläger, McDonald´s habe seinen Mitarbeitern gratis Mahlzeiten angeboten. Das habe seine Kalorienaufnahme während der Arbeitszeit erhöht. Das mit dem Fall befasste brasilianische Gerichte musste sich wohl mit vier Fragen auseinandersetzen: Muss man so viel essen, wenn man bei McDonald´s arbeitet? Wird man dadurch dicker? Hätte McDonald´s seine Mitarbeiter auf diese Gefahr hinweisen müssen? Und schließlich: Ist Übergewicht eigentlich ein Schaden? Das Gericht in der brasilianischen Stadt Porto Alegre sah sich offenbar in der Lage, all diese Fragen im positiven Sinne zu beantworten und sprach dem Kläger Schadensersatz in Höhe von umgerechnet rund 12.500 Euro zu. 

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17 Kommentare

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Johannes schrieb:

2,5 kg pro Beschäftigungsjahr, ganze 200 g pro Monat an Gewicht zugelegt. Oho. Erschreckend.

Kleinvieh macht das Fett: jeden Tag 0,2l Cola (ca. 80kcal) = 2400kcal/Monat = 340g Körperfettgewebe -> in 12 Jahren fast 50kg. 

80kcal entspricht max. 30min Gehen bei 5 km/h, also 2,5km bzw. 3000 Schritte. Kein Wunder, dass Kellner schlank sind und Köche dick...  In Deutschland sind übrigens 25% aller Autofahrten kürzer als 3 km.

Bleibt die Frage, wer dafür verantwortlich ist, dass Menschen nicht artgerecht gehalten werden -- vielleicht werden ja bald Schreibtischstühle verboten, weil stundenlanges Sitzen durch fehlende Muskelanspannung und daraus folgende Veränderungen des Hormon- und Enzymsystems zu Stoffwechselerkankungen führt?  (http://diabetes.diabetesjournals.org/content/56/11/2655.long und http://inflammation-metabolism.dk/misc/download.php?url=PMID%2019752112.pdf. "Accumulating data suggest that contracting skeletal muscles release myokines, which work in a hormone-like fashion, exerting specific endocrine effects on visceral fat and other ectopic fat deposits. Other myokines work locally within the muscle via paracrine mechanisms, exerting their effects on signalling pathways involved in fat oxidation. However, physical inactivity and muscle disuse lead to metabolic deterioration." bzw. auf deutsch und journalistisch http://www.fr-online.de/kultur/debatte/lesen-sie-diesen-text-im-stehen-/-/1473340/2748378/-/index.html)

 


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Der Mann hatte wohl wenig normale Vorbilder im Privaten, Gesellschaft oder auch Anreize.

 

Wenn die Krankenkassen auch hierzulande gesundes Verhalten nicht berücksichtigen, wird sich bei Otto Normal auch wenig konstant wandeln. Wer heute präventiv handelt und investiert, hat den individuellen Gesundheitsnutzen, jedoch auch weit höhere Kosten, die sich nicht jeder leisten kann, daher bei vielen Menschen kein Anreiz gesetzt wird. Sport und gesunde Ernährung etwa im Bioladen kosten Geld. Risikosportarten müssen jedoch in höhere KK-Beiträge für die Betreiber eingepreist werden, ebenso wie Nikotin- und übermäßiger Alkoholkonsum. Viele Ansatzpunkte die Krankenkassen zu sanieren, um sinnvolle Leistungen zu erweitern, Beiträge zu senken und Prävention zu fördern. Aufgrund dieser Fehlentwicklungen und medialer Darstellungen stämmiger oder dicker Figuren haben heute bereits viele Menschen den Blick für das schlanke und athletische Normalbild verloren, wodurch die Motivation mangels Vorbildern ebenfalls nicht gerade gefördert wird.

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Auch die Zahl der Mahlzeiten ist entscheidend. Die DEG propagiert ja wohl fünf Mal Obst am Tag und viele Kohlenhydrate. Wer fünf Mal am Tag isst, hat ein ständiges Wechselspiel von Blutzucker und Insulinausschüttung, das könnte die Ursache für viele Zivilisationskrankheiten sein wie Diabetes, Krebs, Arterienverkalkung u.a.. Die Steinzeitmenschen hatten noch keine Kohlenhydrate im Überfluss, sie aßen überwiegend gejagtes Fleisch, Fett und Pflanzen und liefen dabei natürlich auch ab und an. Man muss sich nur mal anschauen, woraus das Leben, also etwa ein Ei, so besteht: Eiweiß 6,7 g, Fett 6,2 g, Kohlenhydrate 0,3 g, also nahezu keine KH, das sollte zu denken geben. Lieber zwei bis drei Mal täglich artgerecht essen, zwischendurch Wasser trinken und viel Sport treiben, dann wären viele Menschen an Körper und Geist gesünder.

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... was hier wieder abgelassen wird: Herrlich. Wenn man sich neben dem Beruf noch ausreichend bewegt, bspw. in Form von Sport bzw. einfach mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, der kann auch gerne jeden Tag seine Dose Cola trinken. Überhaupt kein Problem.
Was ist aber durchaus als problematisch empfinde - und da stimme ich mit "Mein Name" durchaus überein - ist die Tatsache, dass man mehrere Stunden am Tag einfach nur herumsitzt. Das führt nicht nur zu Haltungsschäden, weil die Muskulatur nicht ausreichend beansprucht wird, sondern auch zu Kreislaufproblemen. Dieser gewöhnt sich über die Zeit an ein gewisses Level.

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@#4:

- die Zahl der Mahlzeiten ist nicht entscheidend, die Summe macht's bzw. die langfristige Energiebilanz. Dass die, die oft essen, mehr zulegen, liegt vor allem daran, was sie essen (gezuckerte und fette Snacks wie Schokoriegel oder Chips)

- die DGE empfiehlt 5 Portionen Obst und Gemüse, nicht 5 Mahlzeiten und keineswegs viele Kohlenhydrate.

- einen rasanten Blutzuckeranstieg hat man nur bei reinen Kohlenhydratmahlzeiten, dies ist bei der empfohlenen vollwertigen bzw, vielseitigen Ernährung äußerst selten.

- eine normale Blutzucker- und Insulinregulation ist physiologisch und keine Ursache für Zivilisationskrankheiten. Bewegungsmangel und Übergewicht sind die Hauptfaktoren.

- insbesondere der mitteleuropäische Mensch lebt genetisch nicht mehr in der Steinzeit (z.B. hat sich Laktosetoleranz als Überlebensvorteil herausgebildet, auch bei den afrikanischen Massai ist Milch ein Hauptnahrungsmittel). Ebenso ist das Be- und Verarbeiten der Nahrung zum Zweck der Steigerung von Energiedichte und Verdaulichkeit ein universelles Charakteristikum des menschlichen Ernährungsverhalten. Außerdem haben vermutlich gerade stärke- also kohlenhydrathaltige Pflanzenknollen zum evolutionären Fortschritt seit der Altsteinzeit beigetragen: http://gregladen.com/wordpress/wp-content/pdf/Laden_Wrangham_Roots.pdf bzw. http://scienceblogs.com/gregladen/2010/01/nyamulagira_volcano_and_human.php

- es muss gar nicht mal Sport sein, normale Bewegung würde schon reichen. Einen wesentlichen Fortschritt würde man schon erzielen, wenn allen Stadt- und Gemeinderäten verboten wäre, zu den Sitzungen mit dem Auto zu kommen (innerhalb der eigenen Ortschaft durchaus zumutbar). Die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradwege würde sich vermutlich recht schnell verbessern, wenn die Damen und Herren die Folgen ihrer eigenen Verkehrsplanung mal als Nicht-Autofahrer erleben müssten...

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@6 Leider flasch, wer mehr als zwei bis drei Mal am Tag isst, gibt seinem Körper keine Chance den Nachrungszucker, insb. aus KH, zwischenzeitlich abzubauen, dadurch weit höheres Risiko für Diabetes und Krebs. Darum lieber wenige Mahlzeiten zu sich nehmen und zwischenzeitlich nur Wasser - keine Schorle, kein Kaffee - Wasser! Auch fünf Mal Obst und Gemüse am Tag gibt dem Körper wieder jeweils mal mehr oder weniger Zucker woraufhin er sofort Insulin ausschüttet, also reduzieren und besser zu weniger Mahlzeiten ausreichend Obst und Gemüse essen. So haben unsere Vorfahren noch vor wenigen zehntausend Jahren die Nahrungsenergie sofort durch Bewegung abgebaut, heute nimmt der Mensch hingegen weit mehr Energie zu sich und das konstant, vorwiegend aus KH, steht damit quasi konstant unter Zucker und bewegt sich im selbst nur Verhältnis zu seinen Vorfahren von vor 100 Jahren nicht mehr, kein Wunder dass die Menschen fett und Verhaltensauffälligkeiten Alltag sind.

 

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@7: bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand der Wissenschaft, statt Ihre "Weisheit" aus Glyx-Kochbüchern oder Ratgebern abzuschreiben. Als Einleitung zum Thema "Steinzeitdiät" empfehle ich

http://www.dr-moosburger.at/pub/pub058.pdf und http://www.dr-moosburger.at/pub/pub059.pdf, Weiteres zum "bösen" Zucker, Insulin, GI etc. hier unter 5. ERNÄHRUNG - STOFFWECHSEL 

Und damit schließt das Studio für Ernährungsberatung und Lebensführung, zurück zum Juristischen: gab es eine vergleichbare Klage schon einmal in D?

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Mein Name

 

Einfach Grundkurs Biochemie belegen und nicht Internquartiärquellen bemühen, dann werden auch Ihnen die Zusammenhänge vielleicht im Ansatz klar. Derweil lebe ich lieber gesund mit wenig KHs, dass es ein großer Teil der Bürger nicht tut ist leider Realität. Leider tragen die jüngsten Änderungen im Bildungssystem auch nicht gerade dazu bei, dass die Aufklärung voranschreitet.

 

 

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@#9: ich finde Ihren Beitrag sehr belustigend. Haben Sie selbst vielleicht Quellen für Ihre Behauptungen? Oder bleibe ich der Einzige, der Primärliteratur als Beleg anführen kann? Ich will es ja nicht zu schwer für Sie machen: Sekundärliteratur würde mir schon reichen...

Wenn Sie Risikoprämien auf Sozialbeiträge für Drogenkonsum, aber im gleichen Atemzug auch für bestimmte Sportarten fordern, um das Gesundheitswesen zu finanzieren, frage ich mich, wie hoch Ihr Elfenbeinturm ist. Umso mehr als Sie offensichtlich der Meinung sind, dass stämmige/dicke Personen in den Medien als Vorbilder dargestellt werden (vorsichtiger Hinweis, damit Sie in der Realität ankommen: Helmut Kohl ist nicht mehr Kanzler!) und nicht Magermodels, was mit dem allgemeinen Schönheitswahn zu deutlich mehr Esstörungen als früher führt.

Am Ende glauben Sie bei Ihrem Nick auch noch, man könnte einen Marathon oder Triathlon ohne Kohlenhydratzufuhr bestreiten :-D

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Genau, zurück zum Thema. Ob es diesbezüglich Klagen in Deutschland schon einmal gegeben habe, wage ich stark zu bezweifeln. Auch, wenn vor den Arbeitsgerichten gem. § 11 Abs. 1 ArbGG kein Anwaltszwang herrscht, so werden doch die wenigsten eine Klage auf eigene Faust riskieren. Dass ein Anwalt seinen Namen für eine solche Klage hergibt möchte ich auch bezweifeln. Es fängt schonmal bei den Tatbestandsvoraussetzung gem. § 280 Abs. 1 BGB (der wohl als einziger Anwendung findet) an. Schuldverhältnis liegt mit dem Arbeitsvertrag vor. Jetzt kommen wir zur Pflichtverletzung i.S.v. § 241 Abs. 2 BGB. Worin könnte die liegen? Der Verzehr wird ja wohl freiwillig vorgenommen worden sein. Man müsste sich fragen, ob die Ware, die zu sich genommen wurde eventuell für den Körper wirklich schädlich ist - was von MCDonald's wohl kategorisch bestritten werden würde. Man könnte sich natürlich fragen, ob die Pflichtverletzung in einem pflichtwidrigen Unterlassen besteht, in dem der Arbeitnehmer nicht daran gehindert wurde, die Nahrung zu sich zu nehmen. Dann müsste dem Arbeitgeber aber eine Pflicht zukommen, den Arbeitnehmer daran zu hindern die Ware zu sich zu nehmen bzw. ihn zu maßregeln. Eine Pflicht seitens des Arbeitgebers könnte man mittels seiner Schutzpflicht aus § 241 Abs. 2 BGB konstruieren; man müsste sich aber fragen, ob diese wirklich so weit geht, weil der Arbeitgeber damit ja im Prinzip selber zugeben würde, dass seine Ware gesundheitsschädlich ist. Das wird man ihm wohl nicht abverlangen können.

Spätestens jedoch beim adäquat kausalen Schaden wird der Anspruch jedoch scheitern, da es dem Arbeitnehmer nur sehr, sehr, sehr, sehr schwer gelingen wird nachzuweisen, dass seine Fettleibigkeit nun durch das Essen hervorgerufen wurde. Unter diesem Gesichtspunkt könnte man natürlich auch schon die Pflichtverletzung verneinen, in dem man sagt, dass eine solche überhaupt nicht vorliegt, weil die Fettleibigkeit durch einen generell ungesunden Lebensstil hervorgerufen wurde.

 

... tja, in Brasilien ticken die Uhren halt ein wenig anders :-)

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Zum Thema Kohlenhydrate und Anzahl der Mahlzeiten. Es ist egal wie oft man am Tag isst. Die Zufuhr von Kalorien muss jedenfalls unterhalb des Verbrauchs liegen, wenn man abnehmen will. Natürlich sollte man darauf achten WAS man isst, um gewisse Blutwerte in der Balance zu halten. Aber ob ich nun einmal am Tag ganz, ganz viel esse oder über den Tag verteilt zehn Brote, spielt im Prinzip keine Rolle. Natürlich ist es gesünder, wenn man zu den drei Mahlzeiten am Tag sich ausgewogen ernährt, aber zu sagen, dass man zunimmt, wenn man seine Mahlzeiten verteilt, ist totaler Quatsch. Ich bin dafür das beste Beispiel. Ich esse nicht nur morgens, mittags und abends, sondern gerne zwischendurch und nachts auch, wenn mich der Hunger aus dem Bett wirft. Wenn man das mit ausreichend Bewegung ausgleicht, dann ist es nicht so schlimm :-)

 

Aber das ist wie in der Rechtswissenschaft: Es werden viele Meinungen vertreten ;)

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@10 Ihre Position verfängt nicht im Ansatz.

 

Leistungs- und konsequente Ausdauersportler sollten KHs zu sich nehmen, doch das sind wieder mal nur die Ausnahmen, ist schließlich heute kaum mehr jemand, die meisten Menschen bewegen sich auch sportlich kaum bis garnicht, für diese ist von übermäßiger Nahrungs- und KH-Zufuhr klar abzuraten.

 

Auch haben Risikoprämien nichts mit "Elfenbeintürmen" zu tun, deren Annahme belegt nur, wie weit Sie sich anscheinend vom gesunden Mittelmaß entfernt haben. Denn Drogenkonsum und Risikosportarten dauerhaft von der Gemeinschaft finanzieren zu lassen, kann nicht ernst gemeint sein.

 

Und zu guter letzt taugt auch das Extrembsp. von Herrn Kohl nicht, denn schon unter den Normalfällen sind die meisten Menschen zu fett und unsportlich. Schauen sie sich im Gegensatz dazu Triathleten oder konsequente Ausdauersportler an, noch nicht einmal die führenden Leistungssportler, keine Muskelriesen, rank, schlank, effizient (etwa hier zu sehen http://www.merkur-online.de/sport/mehr-sport/frodeno-dritter-beim-weltcu... oder hier in einer anderen Altersklasse http://www.strunz.com/download/us_download32.jpg ), nur die sehen sie im Alltag kaum mehr, erst recht nicht in den Medien. Klar ist auch, der Mensch ist von seiner Anlage her als Ausdauerlauftier konzipiert. Was (leider) in Vergessenheit geraten ist. Der steinzeitliche Mensch, von dem wir uns genetisch noch nicht weit entfernt haben, hatte einen Bewegungsradius von ca. 30 km pro Tag, den er laufend und gehend auf der Suche nach Nahrung zurücklegte. Noch zu Anfang des 20 Jahrhunderts legten die meisten Leute täglich 10-20 km zu Fuß zurück. Glaubt man aktuellen Untersuchungen legen viele Leute heute weniger als 1 km pro Tag zu Fuß zurück.

 

Zur Veranschaulichung auch diese kleine Anekdote: "Der Mensch ist als Sportler geboren und von der Natur so geschaffen worden um Höchstleistungen zu vollbringen. Wir waren früher Jäger und mussten teilweise lange und ausdauernd hinter der "Beute" herjagen. Unser Körper ist dafür geschaffen Sport zu treiben. Allein unser Laufapperat ist fantastisch-der Gluteus maximus ist so riesig und stabilisiert unseren gesamten Oberkörper beim laufen. Wir können über die Haut die gesamte entstehende Wärme,welche durch Belastungen entsteht,abführen. In der Wüste brechen morgens immer 3 Jäger auf,2 Fährtenleser und ein Jagdläufer. Sie suchen nach geeigneter Beute meist sind es Antilopen.Wenn sie ein Tier gefunden haben hetzt der Jäger das Tier zu Tode.Die Antilope ist immer schneller,aber der Jäger läßt ihm keine Ruhe.Nach 3-5 Stunden bricht die Antilope mit Hitzschlag zusammen und wird vom Jäger mit einem Speer getötet."

 

 

 

 

 

 

 

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@12 Ginge es lediglich ums Abnehmen, ein guter Teilansatz, denn weniger Kalorien aufgenommen als verbraucht führen mittelfristig zur Gewichtsreduktion. Ohne Sport funktioniert allerdings der Stoffwechsel nicht gut bzw. verlangsamt sich weiter, was zu schlechterem Energieumsatz auch der wenigeren Kalorien führt. Das Thema ist also weit komplexer. Passende Ernährung, also gesunde Eiweisse und Fette können eine Gewichtsreduktion zudem unterstützen.

 

Auch wurde im Ausgangsbeitrag nicht gesagt, dass man mit mehr Mahlzeiten am Tag zwingend zunimmt. Man sollte genau lesen "wer mehr als zwei bis drei Mal am Tag isst, gibt seinem Körper keine Chance den Nahrungszucker, insb. aus KH, zwischenzeitlich abzubauen, dadurch weit höheres Risiko für Diabetes und Krebs.". Denn es geht um konstant erhöhten Blutzucker, den man jedoch vermeiden kann, wenn man weniger Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt und dazsichen nur Wasser, was de Insulinausschüttungen reuziert und widerum dem Darm seine Ruhepausen geringerer Verdauung ermöglicht. Um auf den Geschmack zu kommen sollten sie einmal längere Läufe absolvieren, sie fühlen sich danach großartig leicht und gereinigt wenn die KH-Speicher leer sind, hingegen führt konstantes Essen nur zu Trägheit und Unflexibilität.

 

Aber das waren nur einige Gratislektionen zum gesünderen Leben von mir hier im Forum, es gibt viele die von ihren eigenen Wegen überzeugt sind und folgen eher dem Konzept viel essen hilft viel und Bewegung kostet Zeit, denen ist dann auch nur schwer zu helfen, erst recht in höherem Alter und dazu sehe ich mich dann auch nicht wirklich in jedem Fall verpflichtet. ;-)

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OK, nochmals für die ganz Begriffsstutzigen: ein Mensch, der sich körperlich betätigt (bleiben wird doch mal beim Kellner, der in einem gut gehenden Restaurant am Tag sicher auf seine 5km zu Fuß kommt), hat durch häufige und/oder kohlenhydratbetonte Mahlzeiten kein erhöhtes Risiko, an den genannten Zivilisationskrankheiten zu leiden. Dies gilt selbst für die weniger aktiven - auch bei denen funktioniert die Blutzuckerregulation über Insulin und Glucagon. Wer die paar Minuten Hungergefühl durchhält (die es dauert, bis über das Glucagon der Blutzucker aus dem Leberglykogen wieder auf Normalniveau gebracht wird) und nicht sofort futtert oder nur Obst/Gemüse mit hohem Wassergehalt un niedriger Energiedichte, der hat kein erhöhtes Risiko. 

Erst bei Übergewicht/Adipositas (und/oder genetischen Faktoren) entwickelt sich eine Insulinresistenz und damit ein NIDDM (Diabetes Typ II). Massives Übergewicht ist aber - wie Kant richtig geschrieben hat - auf einen Energieüberschuss zurückzuführen, und ein solcher ist vor allem auf eine zu fettreiche Ernährung zurückzuführen. (mehr Info: http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/insulinresistenz/index.html?TextID=969)

Man kann den krankhaften Insulinstoffwechsel eines massiv Übergewichtigen nicht mit dem gesunden Insulinstoffwechsel eines Normalgewichtigen gleichsetzen oder daraus Folgerungen für die Art und Häufigkeit der Mahlzeiten für Gesunde ziehen! Genau dies ist aber der Fehler, den die Glyx-Jünger machen...

Haben Sie dieses "leicht und gereinigt"-Geschwätz eigentlich direkt von Strunz abgeschrieben? Laufen Sie doch mal 36km in 3 Stunden (wie ich dies im Marathontraining regelmäßig tue), dann wissen Sie, dass das ohne KH nur mit Schmerzen möglich ist und abgesehen davon ein KH-Verzicht die Regenerationsdauer verlängert (was Trainingszeit verschwendet) und das Infektionsrisiko erhöht.

Ich habe nichts dagegen, wenn Drogen oder Sportarten mit Risikoprämien belegt werden. Allerdings sind Vorschläge, dies über Krankenkassenbeiträge zu tun, eindeutig dem Elfenbeinturm zuzuordnen. Praktikabel (und methodisch sinnvoll) sind bei Drogen Verbrauchssteuern und im Sport Selbstbehalte bei Behandlungen, die auf selbstverschuldeten Sportverletzungen beruhen. Eine Pauschalisierung unabhängig von Intensität des Konsums oder dem persönlichen Risikoverhaltens beim Sport (als Beispiele seien nur Bergwandern und Skifahren genannt) hätte vor dem Verfassungsgericht sicherlich keinen Bestand. Und dann stellt sich immer noch die Frage, warum dann nicht jedes sozialschädliche (im Sinne vom Gesundheitskosten verursachendes) Verhalten sanktionert werden müsste - wie z.B. eine Fettsteuer auf Nahrungsmittel, Autosteuer und Fernsehsteuer wegen Bewegungsmangel usw. Viel Vergnügen mit dem Fass, das Sie damit aufmachen... Sport ist da sicher das geringste Problem.

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@15 Dann haben Sie meinen Beitrag ja doch zumindest im Ansatz verstanden, ich dachte es würde Ihnen besonders schwer fallen. Wer sich viel bewegt, verarbeitet KH bessser, macht aber heute kaum jemand in ausreichendem Maß (30km/day), auch kein Kellner, Bsp. untauglich.

 

Massives Übergewicht nur auf eine fettreiche Ernährung zurückzuführen ist genauso gestrig, wie die meisten Ihrer Äusserungen zum Gesundheitsthema, die KHs sinds maßgeblich, als reine und leere Energieträger. Der Mensch besteht nicht aus KHs, jedoch wesentlich aus Wasser, Eiweissen und Fetten, die schon in den kleinsten Zellen grundlegendste Funktionen erfüllen. Fazit, lieber Leinöl konsumieren, enthält zudem Omega 3 etc., als leere KHs, etwa Pasta.

 

Damit Insulinstoffwechsel nicht krankhaft wird, heisst es übermäßige Energie insbesondere in Form von KHs zu reduzieren und um die Körperfunktionen zu optimieren, wie Stoffwechsel, Darmfunktion, Herz-Kreislauf..., weniger Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

 

Ihre belanglosen Marathonselbstverständlichkeiten der KH-Aufnahme während Extremläufen, da diese schließlich direkt verbrannt werden, locken auch keinen mehr hinter dem Ofen hervor. ;-)

 

Sie müssen auch in der Gesundheistpolitik eindeutig flexibler ansetzen. Ungesundes Verhalten lässt sich ermitteln, genetische Dispositionen können zunächst ausgeschlossen werden und bei Personen mit eigenverantwortlicher Selbstschädigung durch Nikotin, Alkohol, gesättigte Fette lässt sich diese durch Analysen ermitteln und sodann die Prämien je nach Einkommen weit erhöhen. Simple Verbrauchssteuern wären hingegen fruchtlos und ungerecht, da sich der Einkommensstarke weiterhin bewusst kranksäuft, -raucht und -frisst und dann trotzdem dem Gesundheitssystem durch sein selbstschädigendes Verhalten ggfs. lange auf der Tasche liegt. Risikosportarten erfordert zudem ganz klar höhere KK-Beiträge oder deren Behandlung wird alternativ aus dem Katalog herausgenommen, die Beiträge für alle sinken und Risikosportler versichern sich und ihr Hobby selbst, jederzeit ausgezeichnet begründbar.

 

Dies war hoffentlich auch für Sie nun erhellend. Also die Probleme bitte immer etwas komplexer betrachten und flexibler ansetzen, Anderes unterfordert. ;-)

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Vieles kann der Körper mit Sport und gesunder Ernährung, -zusätzen oder Naturheilmitteln selbst regulieren, auch temporär ungesundes fastfood, etwa mittels Heilpflanzen und natürlichen Heilmitteln. Diese Naturprodukte sollen aber bald dank EU-Politik und starker Lobbyinteressen quasi im freien Handel verboten sein:

 

"Auf Druck der Pharmaindustrie will die Europäische Union mit der EU-Richtlinie THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) Heilpflanzen aus dem Lebensmittelrecht herauslösen. Damit sollen Naturheilmittel aus Heilpflanzen zu medizinischen Produkten erklärt werden, die nur noch in den Handel kommen dürfen, wenn sie die Zulassungskriterien der THMPD erfüllen, um Naturheilverfahren beziehungsweise der alternativen Medizin insgesamt den Boden zu entziehen."

 

http://www.gesundheit-report.de/kommentar/artikel1056/petition-pharmaind...

 

Die Petition dagegen läuft noch bis zum 11.11.2010:

 

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;pe...

 

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