Legal Highs – Ende des Problems durch Verbot von Stoffgruppen?

von Jörn Patzak, veröffentlicht am 14.10.2011

Die Professoren Rössner und Voit von der Universität Marburg haben anlässlich der Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten am 11.10.2011 vorgeschlagen, dem BtMG ganze Stoffgruppen zu unterstellen, um wirkungsvoller gegen den Missbrauch von sog. Legal Highs vorzugehen.

Legal Highs sind Kräutermischungen, Badesalze oder Lufterfrischer, denen synthetische Substanzen zugesetzt werden, um beim Konsum Wirkungen ähnlich denen des Cannabis, Amphetamins oder Ecstasys hervorzurufen. Verkäufer der Legal Highs machen sich dabei zu Nutzen, dass das BtMG nur bei Stoffen Anwendung findet, die ausdrücklich in den Anlagen zum BtMG aufgenommen werden. Mit kleinen Änderungen an den chemischen Zusätzen wird versucht, das BtMG bewusst zu umgehen, z.B. durch Beimischung von JWH-210 anstelle dem verbotenen JWH-018 (siehe dazu auch hier).

Prof. Rössner und Prof. Voit schlagen konkret vor, eine neue Anlage IV mit Stoffgruppen, deren Derivate mit hoher Wahrscheinlichkeit wie ein Betäubungsmittel eingesetzt werden können, einzuführen. Die Bestimmtheit des Tatbestands soll durch Aufnahme der chemischen Grundformel erreicht werden. In einem neuen § 29b BtMG soll das „Operieren“ mit solchen Stoffgruppen bestraft werden, wenn daraus entstandene Derivate wie Betäubungsmittel entsprechend zweckgerichtet in den Verkehr gebracht werden sollen (Quelle: hier).

Die Bundesdrogenbeauftrage, Mechthild Dyckmans, teilt hierzu mit,  sie werde sich dafür einsetzen, auf Grundlage des Gutachtens von Prof. Rössner und Prof. Voit das BtMG an die Herausforderungen des sich schnell verändernden Marktes synthetischer Drogen anpassen zu wollen.

Ich halte die Unterstellung von Stoffgruppen unter das BtMG (sog. Generic-Klausel) für den richtigen Weg. Bei Cannabis ist bereits eine Stoffgruppe in das BtMG aufgenommen worden, denn unter die Gattung Cannabis fallen Cannabis sativa L., Cannabis indica und Cannabis ruderalis. Österreich will übrigens mit der geplanten Einführung eines Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetzes (NPSG) einen ähnlichen Weg gehen (s. dazu hier).

Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob auch die Blogger glauben, dass mit einer Verschärfung des BtMG dem Legal-High-Boom ein Ende gemacht werden kann…. (aber bitte keine Legalisierungsdiskussion zu Cannabis!)

 

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28 Kommentare

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Der Vergleich mit dem Cannabis hinkt leider, es ist ja schließlich nicht "Cannabis" verboten, sondern Pflanzen und Pflanzenteile, wenn diese einen Stoff aus dem Anhang enthalten, in diesem Fall THC...

Und ganze Stoffgruppen einfach verbieten? Ich finde die Idee irrsinnig... 1.: Der Bürger muss wissen was genau ihm verboten bzw. erlaubt ist, er darf es sich nicht zusammenreimen müssen. Wenn dem nicht mehr so sein sollte ist kein rechtschaffener Bürger mehr vor Strafverfolgung sicher. Wo kommen wir da hin, wenn ich mich nicht selber erkundigen kann was für mich legal ist und was nicht? Vielleicht zu einem Verbot von Verhaltensweisen? Auf den Kopf stellen soll ja auch gefährlich sein und kann berauschen? Gedankenverbrechnen könnte man auch ahnden - Meditation zum Beispiel kann das Bewusstsein gefährlich verändern?

Und ganz unabhängig davon, das ist doch ein typisches Beispiel von der Realitätsferne unserer Politiker. Verbieten Verbieten Verbieten - das ist alles was ihnen einfällt... Ist eventuell schon einmal jemanden aufgefallen das die ganzen Verbote nichts bringen? Die Kiddies kiffen trotzdem fröhlich weiter, Hasch gibt es an jeder Ecke - und einen Markt für synthetische Cannabinoide wäre bei Genuss-Konsumenten überhaupt nicht vorhanden, wenn nicht das natürliche Original - da schau her - verboten wäre...

Vor allen bei diesem Fall schaffen die Verbote mehr Probleme als sie lösen! Ihre Bitte nach keiner Legalisierungsdiskussion ist da zwar schön - aber Tschuldigung - eine Prohibition schafft nur neue Märkte für neue Produkte, die Konsumenten werden im Notfall auf irgendwas anderes ausweichen oder eben illegal weitermachen, welchen Drogenkonsumenten interessiert da schon das unqualifizierte Geschwätz von Frau Dyckmans? Eine Legalisierung von Cannabis hingegen würde den synthetischen Cannabinoid-Markt mal eben direkt austrocken. Aber darum scheint es ja nicht zu gehen, oder?

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@Frank Frei:

Danke für Ihre Meinung, bitte zukünftig ohne Aussagen wie "unqualifiziertes Geschwätz".

Müssen Verbote nicht sein, oder wollen Sie auch Heroin und Kokain freigeben?

Im übrigen muss ich Ihnen widersprechen. In Anl. I sind die Pflanzen und Pflanzenteile der "Gattung Cannabis" dem BtMG unterstellt, unabhängig davon, ob diese THC enthalten.

THC ist in Anl. II aufgeführt.

Joern.Patzak schrieb:
Müssen Verbote nicht sein, oder wollen Sie auch Heroin und Kokain freigeben?

 

Hm...gegen eine Freigabe von Coca-Blättern hätte ich nichts einzuwenden, ein Tee daraus wirkt genauso beleben wie Kaffee und das kauen der Blätter ist auch nicht zu verachten.

Quote:

Im übrigen muss ich Ihnen widersprechen. In Anl. I sind die Pflanzen und Pflanzenteile der "Gattung Cannabis" dem BtMG unterstellt, unabhängig davon, ob diese THC enthalten. THC ist in Anl. II aufgeführt.

 

 

a) Ausnahme für THC-armen Hanf....d.h. Ihre generelle Aussage stimmt nicht....

 

b) ist das Verbot dem Umstand geschuldet, dass eine Unterscheidung zwischen "guten Hanf" und "bösen Hanf" recht schwer ist.

 

Zur Idee selber:

 

c) Es behindert die Forschung und Entwicklung...Firmen besonders Neugründungen werden den Aufwand und das Risiko den Betrieb auf den Kopf gestellt zu bekommen scheuen.

 

d) Als jemand der chemisch interessiert ist und er selbst Synthesen macht vgl. http://www.versuchschemie.de/topic,14254,-Synthese+von+5(6)-Carboxyrhodamin+und+Follow+up.html sehe ich solche Ausweitungen recht kritisch zum einen fehlt die Rechtssicherheit z.B. ist dann meine Tryptaminsynthese http://www.versuchschemie.de/topic,13652,-Tryptamin%3A+Synthese+und+Aufr... noch legal oder kann sie genutzt werden um mir eine reinzuwürgen? Indirekt wird mir da nämlich eine Beweislastumkehr untergeschoben.....mit dem Analogie-Act nimmt der Staat an ich hätte etwas vor gehabt und was gilt die Wette, dass Einlassungen von mir als "Schutzbehauptung" betrachtet werden?

 

e) Außerdem kommen die Strukturen auch in normalen Verbindungen vor z.B. findet sich die Indolstruktur in Idigo wieder. Die Phenylalkylamin-Struktur ist Bestandteil von Aminosäuren usw. d.h. hier werden mutmaßliche Straftatbestände massivst ausgeweitet und für Strafverfolger die Ermittlungsschwellen sehr stark erniedrigt. Ein Nachfragen wäre ja noch vertretbar, allerdings wie diverse Hausdurchsuchungswellen gezeigt haben vgl.  http://www.heise.de/tp/artikel/21/21622/1.html und http://www.heise.de/tp/artikel/28/28448/1.html wird gerne mit Kanonen auf Spatzen geschossen und die Unverletzlichkeit der Wohnung mit Füssen getreten. Nur soviel als Anmerkung, wenn jemanden der Chemiker ist und eine weiße Weste hat von den Behörden ein Vergehen gegen den §310 StGB unterstellt wird vgl. http://www.versuchschemie.de/ptopic,244303,310.html#244303 nur weil er 1 L Wasserstoffperoxid und Aceton bestellt hat ist für mich das schon sehr grenzwertig, besonders wenn der Mensch dann mittels SEK durchsucht wird.

Mit anderen Worten es ist zu erwarten, dass Behörden diesen Analogie-Act als Freibrief zum staatlichen Wildern ausnutzen und wie sich die Exekutive an Vorgaben diverser Gerichte und was sie vom GG hält sieht man ja beim Staatstrojaner http://www.internet-law.de/2011/10/bayerntrojaner-behorden-setzen-sich-g...

f) Außerdem sind die CB1 und CB2 Agonisten und die diversen anderen Substanzen nur ein Symptom einer grundlegend gescheiterten Drogenpolitik. Selbst im letzten Kuh-Kaff kann wer Lust hat sich die ganze Palette beschaffen. Die Repression ist zu fast 100% gescheitert und wer würde die Synthetik-Substanzen konsumieren, wenn auf der anderen Seite THC und Co. etwas legalisiert wären? Sprich erst die totale Prohibition hat diesen Markt geschaffen.

bombjack 

 

 

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bombjack schrieb:

a) Ausnahme für THC-armen Hanf....d.h. Ihre generelle Aussage stimmt nicht....

Sie haben natürlich recht, es gibt insgesamt 5 Ausnahmen beim Umgang mit Cannabis. Der Verkehr mit THC-armen Sorten ist in Deutschland aber nur dann erlaubt, wenn dieser zu gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken erfolgt, der einen Missbrauch auschließen lässt. Dies gilt sowohl für den Verkäufer als auch Käufer, so dass die Ausnahme für Betäubungsmittelkonsumenten nicht zum Tragen kommt.

Als Gedankenanregung:

1. Das (quasi) Legalisierungsmodell in den Niederlanden, wonach der Erwerb von bis zu 5 Gramm Haschisch oder Marihuana gedultet wurde, gilt als gescheitert. Warum soll das bei uns dann anders sein?

2. Es wird argumentiert, Kräutermischungen würden überflüssig, wenn Cannabis freigegeben würde. Aber es werden auch "Abkömmlinge" von Amphetamin, Ecstasy und mittlerweile auch Kokain in den Legal Highs vertrieben. Was hat das mit Cannabis zu tun?

Joern.Patzak schrieb:
2. Es wird argumentiert, Kräutermischungen würden überflüssig, wenn Cannabis freigegeben würde. Aber es werden auch "Abkömmlinge" von Amphetamin, Ecstasy und mittlerweile auch Kokain in den Legal Highs vertrieben. Was hat das mit Cannabis zu tun?
 

 

Bei MDMA (Ecstasy) und Amphetamin befinden wir uns im Wettlauf mit den Designerdrogen d.h. dieses Wettlauf gab es schon seit die Substanzen Btm wurden, warum wurde damals nicht gleich ein Analogie-Gesetz geschaffen und erst als sich dieser Designermode auch auf die Cannabioide ausdehnte und die Sache 2008/2009 mit Spice (wenn ich richtig erinnere) in die Öffentlichkeit rückte, wurde über einen Analog-Act nachgedacht.

Sie fragen was das mit Cannabis zu tun hat....Cannabis ist hier der größte Markt. 

Verarbeitet wer CB1/2 Agonisten zu rauchbare "Badesalze" wird dieser jemand zwangsläufig auch in China seine Substanzen bestellen......die machen Auftragssynthesen für wenig Geld und da dürfte es dann sehr verlockend sein, sich auch andere Substanzen zu senden zu lassen. 

 

Sie können sicher sein, dass sich gegen einen Analogie-Act Widerstand von einer Menge Pharma- und Synthesefirmen regen wird, die in den Bereichen forschen und Referenzsubstanzen für die Analytik produzieren, denn es stellt sich die Frage ob der dortige Btm-Beauftragte sich den Genehmigungs-Wust antun möchte bzw. Firmen werden sofern möglich ihre Forschung einfach ins Ausland verlagern und hier zusperren.

bombjack

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Joern.Patzak][quote=bombjack schrieb:

 2. Es wird argumentiert, Kräutermischungen würden überflüssig, wenn Cannabis freigegeben würde. Aber es werden auch "Abkömmlinge" von Amphetamin, Ecstasy und mittlerweile auch Kokain in den Legal Highs vertrieben. Was hat das mit Cannabis zu tun?

Nichts! Aber gerade das Beispiel Ecstasy zeigt doch das die Prohibition mitunter schwere Folgen haben kann. Denn reines MDMA gilt als relativ ungefährliche Droge, soweit sie von aufgeklärten Konsumenten genommen wird, also keine Überdosierung vorliegt. Dazu gibt es übrigens eine sehr interresante BBC Dokumentation in der Wissenschaftler die 20 weitverbreitesten Drogen nach akuter Toxizität, Langzeitfolgen, sozialen Folgen und Suchtgefahr bewertet haben. MDMA liegt hier auf Platz 19, wenn ich mich recht entsinne.

Wird MDMA nun aber aufgrund der Prohibition in Untergrundlaboren erzeugt und zu Ecstasy Tabletten verarbeitet, so steigen die Gefahren ins unermessliche.

1. Wird die Synthese meist nicht unter optimalen Bedingungen durchgeführt, was zur Folge hat das weitaus schädlichere Nebenprodukte entstehen können.

2. Wird das MDMA bei der Verarbeitung zu Tabletten gängiger Weise mit einer Vielzahl anderer, dem Konsumenten unbekannten Substanzen gestreckt. Diese Substanzen, zu denen im übrigen auch die nahezu unerforschten Legal Highs gehören, sind oft wesentlich schädlicher als MDMA und sie führen, was wohl meist noch schwerer wiegt zu unabschätzbaren Wechselwirkungen.

Im übrigen möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch darauf hinweisen das es in Ländern wie der Schweiz für den Konsumenten möglich ist seine Drogen in Laboren analysieren zulassen und das anonym und ohne Angst vor Strafverfolgung. Würde Deutschland  wenigstens dieses Vorgehen straffrei ermöglichen, so könnte wahrscheinlich ein sehr großer Schaden von den Konsumenten und auch für das Gesundheitssystem abgewand werden.

Trotzdem bin ich nicht der Meinung das alle Drogen legalisiert werden sollten. Wobei die einzige Droge bei der ich überzeugt bin das das Verbot unumgänglich ist Heroin ist, da die Konsumenten zu einem sehr großen Anteil nicht mehr in der Lage sind eine tödliche Überdosierung zu vermeiden und diese billigend in Kauf nehmen. Bei allen andern Drogen sollte die Prohibition auf den Prüfstand gestellt werden, wobei hier immer die Gefahren der einzelnen Drogen abgewägt werden sollten. Das ist für mich auch ein schwerwiegendes Arggument gegen eine Analogieregelung.

 

Sehr viel mehr ins Gewicht fallen dürften aber die aus einer Analogieregelung folgenden Probleme für Wissenschaftler, Chemiekonzerne, die Pharmaindustrie und das Gesundheitssystem im ganzen.

Das Forschung und Entwicklung im Chemiekalien und Pharmaziebereich, sowie die Produktion durch die Konzerne durch Regulierungen Kontrollen und Zulassungsverfahren stark eingeschränckt bzw. behindert würden und Unternehmen darauf mit Offshoring reagieren könnten liegt ja eigentlich auf der Hand und muss nicht weiter erläutert werden.

Allerdings sollte man sich auch darüber bewusst sein das viele gängige Medikamente aus eben jenen Stoffgruppen stammen, so wurden z.B. viele Anästhetika aus dem Kokain entwickelt. Sein chemischen Verwandten, die nur noch betäubend und nicht mehr berauschend wirken, werden z.B. heute im großen Stil als Ohrentropfen oder in der Zahnmedizin eingesetzt. Auch bei vielen anderen Stoffgruppen gibt es eine Vielzahl an wichtigen Medikamenten die mit der Analogieregelung unter das BTMG fallen würden. Und daher stellt sich mir die Frage wie eine solche Regelung überhaupt umgesetzt werden soll. Oder würden sie zukünftig Ohrentropfen nur noch auf BTMG-Rezept rausgeben?

Allerdings hoffe ich das die in Deutschland ja sehr starke Pharma- und Chemielobby ihre guten Freunde im Bundestag zur Vernunft bringt.

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Joern.Patzak schrieb:
bombjack schrieb:

 

a) Ausnahme für THC-armen Hanf....d.h. Ihre generelle Aussage stimmt nicht....

Sie haben natürlich recht, es gibt insgesamt 5 Ausnahmen beim Umgang mit Cannabis. Der Verkehr mit THC-armen Sorten ist in Deutschland aber nur dann erlaubt, wenn dieser zu gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken erfolgt, der einen Missbrauch auschließen lässt. Dies gilt sowohl für den Verkäufer als auch Käufer, so dass die Ausnahme für Betäubungsmittelkonsumenten nicht zum Tragen kommt. Als Gedankenanregung: 1. Das (quasi) Legalisierungsmodell in den Niederlanden, wonach der Erwerb von bis zu 5 Gramm Haschisch oder Marihuana gedultet wurde, gilt als gescheitert. Warum soll das bei uns dann anders sein? 2. Es wird argumentiert, Kräutermischungen würden überflüssig, wenn Cannabis freigegeben würde. Aber es werden auch "Abkömmlinge" von Amphetamin, Ecstasy und mittlerweile auch Kokain in den Legal Highs vertrieben. Was hat das mit Cannabis zu tun?

 

weil auch diese "Ursprungssubstanzen" verboten wurden?!

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Lieber Herr Patzak,

ja, ich bin für eine legalisierung sämtlicher drogen.

denn nur so kann eine wirksame drogenprophylaxe ermöglicht werden, indem man den konsumenten/süchtigen aus der illegalität herausholt.

ausserdem liessen sich viele todesfälle durch verunreinigte substanzen vermeiden, aber für menschen wie sie scheint ein süchtigenleben ja nicht viel wert zu sein.

abgesehen davon hat uns schon die prohibition in amerika gezeigt dass man rauschmittel nicht durch verbote loswird. der krieg gegen die drogen ist ein kampf gegen windmühlen, den weder sie noch die bundesregierung jemals gewinnen können.

machen wir frieden mit den drogen

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Patzak schrieb:
Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob auch die Blogger glauben, dass mit einer Verschärfung des BtMG dem Legal-High-Boom ein Ende gemacht werden kann…

Wie die Entwicklung der letzten Jahre in den USA, UK und Co. leider nur allzu deutlich gezeigt hat, lässt sich auch mit einem Analogie-Gesetz der semilegale Drogenmarkt (legal highs, research chemicals) nicht zurückdrängen. Die Gesetzgebung wird dadurch eigentlich nur schwammiger, im Sinne von unverständlicher und unklarer bei der praktischen Auslegung, sowohl für die Käufer/Konsumenten, als auch für die Judikative.

Die Reaktion der (Internet-)Händler auf das Verbot einer bestimmten Substanz war leider nur in wenigen Fällen, dass die entsprechende Substanz aus dem Angebot genommen wurde. Hingegen konnte man in zahlreichen Instanzen beobachten, wie stattdessen

a) entweder einfach gar nichts passiert ist (der Sitz des jeweiligen Händlers muss sich dann offenbar in einem anderem Land befinden, als das jeweilige verbietende Gesetz; anders lässt sich eine derartige Ignoranz eigentlich kaum erklären) oder

b) die Substanzen mit bewusst falscher Deklaration weiter verkauft wurden (d.h. "legales", sinnfreies Etikett, aber illegaler Inhalt).

Auch in letzterem Fall sollte eigentlich klar sein, dass nach der erstbesten forensischen Analyse der Schwindel auffliegt. Der Trend, dass bestimmte legal highs wiederholt unter falschem Namen verkauft werden, ist generell alarmierend hoch in der Szene. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass dies nicht lediglich dilettantische Versuche darstellen, die Ermittlungsbehörden hinters Licht zu führen. Nein, auch die Kunden sind in aller Regel nicht darüber informiert, was sich hinter einer Lieferung tatsächlich verbirgt, wenn der Händler bewusst ein falsches Etikett draufklebt. Bei den sogenannten "Badesalzen", "Pflanzendüngern" und verwandten Mischungen geht es dabei um geschätzt einige (wenige) dutzend Verbindungen aus dem Bereich der Stimulanzien und Psychedelika. Bei den nach wie vor äußerst beliebten synthetischen Cannabinoiden, welche unter anderem als "Räuchermischungen" vertrieben werden ("Spice" und Nachfolger), weiß heutzutage eigentlich kein Käufer mehr sicher, was da eigentlich drin ist, denn die Auswahl ist riesig (d.h. hunderte, wenn nicht sogar >1000 an beschriebenen Substanzen kommen in Frage).

Das Problem wird weiter dadurch verschärft, dass eigentlich bei allen Substanzklassen die Bandbreite der pharmakologischen Potenz mittlerweile mehrere Größenordnungen umfasst. Bei dieser extrem undurchsichtigen Situation sind gesundheitliche Risiken quasi vorprogrammiert. Weder kann der Konsument sicher die korrekte Dosis noch den erwarteten 'Trip' zuverlässig vorhersagen. Ein Beispiel: In der Gruppe der Psychedelika können bereits zwei- bis dreistellige Mikrogramm-Mengen einen äußerst profunden Effekt ausüben (Bsp.: LSD, NBOMe-Substanzen), es kann aber auch sein, dass man eher dreistellige Milligramm-Mengen für den erwünschten Rausch benötigt (Bsp.: Meskalin). Dazwischen liegen 3-4 (!) Zehnerpotenzen. Das schreit förmlich nach Überdosierungen, bad trips und all den eher weniger lustigen Erscheinungen.

Es muss ganz klar festgehalten werden, dass die bestehenden Analogie-Gesetze im anglophonen Raum entscheidend mit zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Ob nun einzelne Substanzen oder ganze Substanzklassen verboten werden - die Konsequenz ist nicht (bzw. selten) eine verringerte Präsenz der entsprechenden Stoffe auf dem Drogenmarkt, sondern eine Verlagerung vom (semi)legalen in den illegalen Bereich hinein, mit zunehmend unklarer Identität und Reinheit der verkauften Substanzen. Dies läuft dem Schutz der Bevölkerung - erklärtes Ziel der internationalen Drogengesetzgebung! - direkt konträr.

Von den Schwierigkeiten für forschende Einrichtungen (Hochschulen, Pharmaindustrie, etc.) ganz zu schweigen. Als beispielsweise nach der Spice-Affäre synthetische Cannabinoide mit einem Indol-Grundkörper verboten wurden, rauchte in mehr als nur einer Firma die gerade laufende Erforschung dieser Substanzen zu medizinischen Zwecken (neue Medikamente!) über Nacht ab.

 

Ein Analogie-Gesetz ist keine sinnvolle Option, um dem Legal-High-Boom Herr zu werden. Es führt zu einer Verlagerung des Problems und behindert eine konstruktive gesellschaftliche Diskussion zu dem Thema!

 

 

Mich würde sehr interessieren, ob und wenn ja, in welche Richtung die Entwicklung eines deutschen Analogie-Gesetzes mittlerweile vorangeschritten ist.

Das ist alles was Sie dazu zu sagen haben?

Echt erbärmlich!

Und um Ihre Gegenfrage zu beantworten: Ja! Lasst die Leute das einnehmen was sie wollen, es ist ja schließlich ihr Leben und ihr Körper!

Ich brauche niemanden der mir sagt was ich zu tun und zu lassen habe, brauchen Sie so jemanden?

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In der Tat, ich würde alle sogenannten Drogen "freigeben", selbstverständlich nicht für den freien Verkauf im Supermarkt (von wo ich auch Alkohol verbannen würde), aber auf jeden Fall kontrolliert, zum Beispiel in Fachgeschäften mit klaren Regeln und Sanktionen bei Verstößen (auch nicht wie bei Alkohol, wo Schnapsverkauf an Minderjährige immer noch eine Bagatelle ist).

Nur um das vorweg zu sagen (auch wenn das hoffentlich nicht notwendig sein sollte) ich nehme selber keine dieser Drogen. Aber ich fände es vernünftiger den Markt zu kontrollieren und der Mafia das Geschäft damit zu entziehen. Besser wäre es einen Zugang zu den Konsumenten zu bekommen, diese vor den Geschäftemachern und ihren Streckmitteln zu schützen und das Geld welches jetzt in die Repression fließt in Aufklärung und Vorbeugung zu stecken.

Die jetzige Verbots-Politik einzelner Substanzen ist meiner Meinung nach nicht wirklich zielführend, vor allem weil sie nicht vermittelbar und fern jeder Realität ist (vor allem wenn man auf das Gefährdungspotential der legalen und illegalen Drogen schaut). Letztendlich kommt es weniger auf die Substanz, als viel mehr auf die Konsummuster, das Alter und das soziale Umfeld an, viele Menschen können mit "ihrer Droge" gut umgehen - und es wird immer welche geben die einen Missbrauch betreiben. Warum aber soll es hilfreich sein letztere zu stigmatisieren, kriminalisieren oder gar einzusperren wenn sie die falsche Droge konsumieren - anderen aber zu helfen weil sie zur richtigen Droge gegriffen haben? Was unterscheidet das Alkohol-Wrack vom Heroin-Junkie? Und was unterscheidet den Gelegenheits-Rotwein-Trinker vom Gelegenheits-Joint-Raucher? Ich behaupte: Nichts.

Besser wäre eine undogmatische, substanzunabhänge Drogen-Aufklärung, welche auch sofort ein gutes Stück glaubwürdiger und effektiver wäre wenn nicht das Verbot immer drohend im Hintergrund stehen würde. Ich glaube das Beispiel Portugal zeigt, dass das durchaus ein gangbarer Weg ist.

Und noch etwas ganz grundsätzliches zu guter Letzt, so als freier Mensch in einem freien Land: Ich persönlich möchte mir von niemanden Hereinreden lassen was ich mit meinem Körper mache. Wenn ich Alkohol trinke, eine Zigarette rauche oder einen Haschkeks esse - ich tue das mit meinem Körper und ich schade niemandem dabei. Ich denke, der Staat hat sich in diesem Fall aus meinem Leben herauszuhalten! Ich schreibe auch niemandem vor wie er zu leben hat, verbiete anderen das Fleisch-Essen, Bungee-Jumpen oder das Bergsteigen. Solange ich niemanden anderen beeinträchtige, sollte das aber kein Fall für die Polizei - sondern höchstens für meinen Hausarzt sein.

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Sie schreiben "Das (quasi) Legalisierungsmodell in den Niederlanden [...] gilt als gescheitert"

Warum und bei wem gilt das Modell als gescheitert? Wohl nicht bei der Wissenschaft und in breiten Teilen der Bevölkerung - höchstens bei einigen Hardlinern der Mitte-Rechts Regierung. Wenn man sich die Resultate anschaut sind die sicher nicht überwältigend, aber es kiffen in den Niederlanden nach über 20 Jahren Coffeeshops nicht mehr Jugendliche als bei uns (im Gegenteil, dort gilt kiffen eher als uncool und ist was für die looser), die Zahlen bei der Drogentoten sind wesentlich geringer, und es findet ein Jugendschutz und eine Qualitätskontrolle statt. Mit den Erlösen wird Suchthilfe mitfinanziert und Kiffer gelten nicht parse als kriminell - ist das etwa kein Erfolg? Sicher kann man über Details der Regulierung streiten - aber dafür muss man überhaupt erstmal regulieren können, wir können nur hinterher den Dreck unter den Teppich kehren.

 

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Frank Frei schrieb:

Sie schreiben "Das (quasi) Legalisierungsmodell in den Niederlanden [...] gilt als gescheitert"

Warum und bei wem gilt das Modell als gescheitert? Wohl nicht bei der Wissenschaft und in breiten Teilen der Bevölkerung - höchstens bei einigen Hardlinern der Mitte-Rechts Regierung. Wenn man sich die Resultate anschaut sind die sicher nicht überwältigend, aber es kiffen in den Niederlanden nach über 20 Jahren Coffeeshops nicht mehr Jugendliche als bei uns (im Gegenteil, dort gilt kiffen eher als uncool und ist was für die looser), die Zahlen bei der Drogentoten sind wesentlich geringer, und es findet ein Jugendschutz und eine Qualitätskontrolle statt. Mit den Erlösen wird Suchthilfe mitfinanziert und Kiffer gelten nicht parse als kriminell - ist das etwa kein Erfolg? Sicher kann man über Details der Regulierung streiten - aber dafür muss man überhaupt erstmal regulieren können, wir können nur hinterher den Dreck unter den Teppich kehren.

 

Nur noch eine paar Sätze von mir zu diesem Thema, da wir ansonsten mitten in einer Legalisierungsdiskussion zu Cannabis sind, die ich nicht führen möchte:

Ziel der Coffeeshop-Politik war es, eine Trennung der Märkte zu erreichen. Genau diese Trennung ist nicht erreicht worden, da die Coffeeshops mittlerweile Bindeglied für die Organisierte Kriminalität sind, die auch mit "harten" Drogen im Kilogrammbereich handelt.

Dies ergibt sich aus einem Gutachten von den Professoren Fijnaut (Uni Tilburg) und De Ruyver (Uni Gent) mit dem Titel "Für eine gemeinsame Beämpfung der drogenbedingten Kriminalität in der Euregio Maas-Rhein".

Man kann es aber auch feststellen, wenn man mit offenen Augen durch Maastricht läuft..

Joern.Patzak schrieb:
Dies ergibt sich aus einem Gutachten von den Professoren Fijnaut (Uni Tilburg) und De Ruyver (Uni Gent) mit dem Titel "Für eine gemeinsame Beämpfung der drogenbedingten Kriminalität in der Euregio Maas-Rhein". Man kann es aber auch feststellen, wenn man mit offenen Augen durch Maastricht läuft..
 

 

Hm und wie viel davon ist der Tatsache geschuldet dass es die Teillegalisierung nur in den Niederlanden gibt und Hinz und Kunz zum Konsum und Einkauf von Frankreich, Deutschland und Belgien nach Holland fahren? Ich habe das PDF nur überfolgen mir ist aber aufgefallen, dass sich bei der Thematik um Drogentourismus und  Probleme mit Drugsrunnern (Schleppern) handelt. 

Wer sich selber überzeugen möchte: http://www.euregio-mr.com/intern/pdf/generell-deutsch/EURrap_D.pdf

 

Einfach mal im PDF nach "Operation „Hector“ in Venlo" suchen vgl.

Die
Zählungen der Forscher ergaben, dass pro Tag durchschnittlich gut 3.500 Kunden, also insgesamt fast 25.000 pro Woche, weiche Drogen in den beiden Coffeeshops kauften. Ungefähr 50% dieser Käufer kamen aus Belgien (überwiegend aus Flandern), 40% aus Frankreich und nur 11% aus den Niederlanden. 34% der
Besucher gaben an, dass sie auch manchmal einen Coffeeshop in einer anderen niederländischen Gemeinde aufsuchten (10% von ihnen nannten einen Coffeeshop in Maastricht). Die Besucher kauften durchschnittlich 5,8 Gramm weiche Drogen pro Besuch, was sie durchschnittlich 41 Euro kostete.

Um ein Beispiel aus Deutschland zu bringen, das wäre praktisch so als würde man auf der Theresienwiese in München 365 Tage Oktoberfest feiern, weil es auf der Welt keine anderen Volksfeste mehr gäbe und nur dort Alkohol verkauft/konsumiert werden darf....was gilt die Wette, das sich da sehr schnell eine ähnliche Arbeit schreiben lassen wird und sich dort dann auch zwielichtige Gestalten tummeln, sich das Rotlichtmilieu ansiedelt, Kriminalität und Gewalt blüht usw.?

Tut mir Leid Herr Patzak, aber die Aussage "Das (quasi) Legalisierungsmodell in den Niederlanden [...] gilt als gescheitert" erinnert mich ein wenig an das Titelied von Pippi Langstrumpf "Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt". 

Außerdem kommt noch hinzu das in den Niederlanden mit u.a. dem größten Hafen Europas ein Durchgangsplatz für alle möglichen legalen und illegalen Waren sind und somit sie direkt an der Quelle sitzen.....und da Dank Prohibition die Gewinnspanne groß genug ist finden sich Coffee-Shop-Betreiber die sich auch anders was verdienen. Zudem stellt sich die Frage ob sich Märkte zu 100% trennen lassen und ob nicht auch eine geringere Trennung auch reicht. Zusätzlich stünde immer noch die Idee von staatlichen Abgabestellen im Raum, dann gehören Schlepper und der Beihandel auch der Vergangenheit an. 

 

Daher, auch wenn Sie diese Diskussion nicht führen wollen, von mir die Anmerkung dass die Aussage des Scheiterns des holländischen Modells nicht so einfach getroffen werden kann.....tut mir leid....die Probleme die das PDF beschreibt (und ich habe keine Zweifel dass es die gibt) sind der Tatsache geschuldet das Holland zur Zeit das einzigste Land ist, was Coffee-Shops hat......und sich alles da konzentriert und die Gewinnmargen dementsprechend sind.

 

bombjack

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Anhand dessen, dass die "Legal-Highs" gekauft werden sieht man doch nur die hohe Nachfrage an solchen Produkten mit entsprechender Wirkung, und wenn die Nachfrage hoch ist und man das Angebot noch verkleinert wird, lässt dass doch die Nachfrage steigen lassen und die Leute sind bereit mehr für ihre Mittelchen zu zahlen, was wieder nur den Kartellen in die Karten speilen würde.

Die Nachfragen nach Drogen ist nunmal da schon seit Menschen gedenken da und sie werden konsumiert legal oder illegal und anstatt den Konsumenten wenigstens sauberen Stoff bereit zu stellen, lassen wir sie sich mit Streckstoffen verkrüppeln und die liegen den Krankenkassen und uns dann auf der Tasche.

Und warum diese neuen Highs einen Absatz finden ist klar, erstens sie wirken^^ zweitens lässt sich gut anhand des Beispiels "Extasy" erklären:
Viele denken lieber eine legale "Extasy"Pille mit zweifelhaftem (jedoch ähnlich wirkenden) Wirkstoff aus einem chinesischen Labor, anstatt eine schmutzige XTC Pille von nem Discodealer wo momöglich Rattengift oder ähnliches zum strecken enthalten sein könnte.
Und in den Niederlanden haben die Coffeshops nur Kontakt zu Verbrechern, weil die Shops selbst kein Cannabis in dem Maße anbauen dürfen und es irgendwo her kommen muss^^, würde es von staatlich Überwachten Zuchtstationen kommen gäbe es diese Probleme bestimmt nicht.

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Klaus T. schrieb:

Und in den Niederlanden haben die Coffeshops nur Kontakt zu Verbrechern, weil die Shops selbst kein Cannabis in dem Maße anbauen dürfen und es irgendwo her kommen muss^^, würde es von staatlich Überwachten Zuchtstationen kommen gäbe es diese Probleme bestimmt nicht.

Es sind nicht die "konzessionierten" Coffeeshops, die die meisten Probleme bereiten, denn die dort angebotenen Cannabismengen werden von den Behörden toleriert. Es gibt vielmehr unzählige "illegale" Coffeeshops, was zeigt, dass der geduldete Verkauf von Cannabis den verbotenen Markt keineswegs einzudämmen vermag. Und dort wird nicht nur Cannabis in großen Mengen verkauft...  (Einzelheiten zur Rechtslage in den Niederlanden, auch zur Coffeeshop-Politik, werden nachzulesen sein in Körner/Patzak/Volkmer, BtMG, 7. Auflage, erscheint im November).

Joern.Patzak schrieb:
Es sind nicht die "konzessionierten" Coffeeshops, die die meisten Probleme bereiten, denn die dort angebotenen Cannabismengen werden von den Behörden toleriert. Es gibt vielmehr unzählige "illegale" Coffeeshops, was zeigt, dass der geduldete Verkauf von Cannabis den verbotenen Markt keineswegs einzudämmen vermag. Und dort wird nicht nur Cannabis in großen Mengen verkauft...  (Einzelheiten zur Rechtslage in den Niederlanden, auch zur Coffeeshop-Politik, werden nachzulesen sein in Körner/Patzak/Volkmer, BtMG, 7. Auflage, erscheint im November).

 

 

Tschuldiung...was hat der Verkauf in  "illegalen" Coffeeshops  mit dem von Ihnen postulierten Scheitern des Coffeeshops-Modell zu tun? Man sollte wohl meinen, dass die niederländische Exekutive weiß welcher Shop legal ist und welcher nicht....d.h. gegen die illegalen könnte man vorgehen....

Sie schreiben [...]  was zeigt, dass der geduldete Verkauf von Cannabis den verbotenen Markt keineswegs einzudämmen vermag...[...] Mir stellt sich da die Frage warum ist das so? Ist das legalisierte Produkt von anderer Qualität, ist es zu teuer, ist die Menge zu beschränkt, gibt es diverse andere Fallstricke z.B. dass man sich in den offiziellen Shops ausweisen muß usw.?

Selbst wenn man sagt "Okay, eine Eindämmung findet nicht statt", so ist aber jeder Kunde eines legalen Shops einer weniger der beim Dealer um die Ecke kauft und wo das Geld sicher zu anderen nicht legalen Zwecken verwendet wird.

 

Außerdem wieder die Frage, inwiefern ist die Eindämmung davon abhängig das es nur in Holland dieses Modell gibt und vom Ausland jede Menge Drogentouristen kommen? Könnte es sein, dass es da soviel Nachfrage und Bedarf gibt, dass die legalen Shops diese Nahcfrage nicht bedienen können und so auch illegale Shops ihre Kunden finden und vor allem dass eben die Mengenbeschränkung dafür sorgt, dass sich ausländische Käufer bei den illegalen Shops bedienen, weil sie auf Vorrat kaufen....

 

Btw. Ihre Aussage "  Und dort wird nicht nur Cannabis in großen Mengen verkauft... " zeigt doch wunderbar auf, dass die Trennung legal/illegal funktioniert, denn ich glaube kaum dass man in einem offiziellen lizensierten Shop auch andere Subtanzen die in den Niederlanden unter das BtmG fallen bekommen wird.....d.h. gäbe es dieses Modell auch bei uns würden die ganzen Drogentouristen wegfallen und damit auch in den Niederlanden der Anreiz illegale Coffee-Shops aufzumachen....

Dass das nicht zu 100% funktioniert dürfte klar sein und sollte auch nicht erwartet werden, außer man möchte sicher gehen, dass man ein Scheitern des Modelles erklären kann......

 

bombjack 

 

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

wir freuen uns über Ihren sachlichen Kommentar. Da uns zum Beitrag von Herrn Patzak eine entsprechende Nachfrage erreichte, sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass wir von Seiten des Verlags unsachliche, beleidigende oder diffamierende Kommentare löschen.

 

Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Marco Junk,

Leiter Online-Redaktion

Verlag C.H. Beck

 

Der Geltungsbereich des BtmG soll ausgeweitet werden? Auf Stoffe, die in großen Teilen der EU immer noch legal wären und daher weiterhin problemlos per Versandhandel käuflich wären (so wie es jetzt schon bei Cannabissamen der Fall ist)? Und das, obwohl in der ohnehin nur ein winziger Bruchteil der Drogenkriminalität überhaupt aufgedeckt wird? Haben denn die bisherigen Ausweitungen des BtmG eine Verringerung des Drogenhandels dargestellt?

 

Daran kann ich jetzt nichts gutes sehen. Es ist meiner Ansicht nach reiner Aktionismus und würde nur dafür sorgen, dass es noch mehr Stoffe gäbe, mit denen leichtes Geld gemacht werden kann und die einfach aus den Ausland bezogen werden können. Zurzeit gibt es diese Substanzen in Headshops, die immerhin nur an Volljährige verkaufen, demnächst kommen dann auch Kinder an den Stoff, weil er dann von Dealern verkauft wird. Vermutlich noch mit einer ordentlichen Prise Streckmitteln.

 

Wobei, wenn man diesen Gedanken weiterverfolgt, stellt sich natürlich die Frage, inwiefern Prohibitionen überhaupt sinnvoll sind. Und natürlich wird kein Politiker das jetzige Prohibitionssystem ernsthaft in Frage stellen, schließlich ist es einfacher, ein paar Änderungen an den Anlagen des BtmG zu beschließen um den Eindruck zu erwecken, man hätte etwas getan, als eine auf Fakten basierte Reform der Drogenpolitik.

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vorweg will ich erwähnen das ich ebenfalls absoluter gegner dieser gepantschten chemie bin, wer meint sich unbedingt berauschen zu müssen sollte das aus gesundheitlicher sicht lieber mit natürlichen mitteln deren folgen ein stück weit besser abzuschätzen sind als hier.

 

auch wenn ich mit der materie drogen nicht sonderlich befasst bin, bin ich zumindest über die hintergründe besser belesen. bei dieser debatte gehts es doch schon lange nichtmehr (wenn es denn überhaupt je so war), um irgendeinen schutz in jeglicher form, wie so oft über bestimmte verbote propagiert wird.

 

mal einige stichworte, jeder interessent kann sich google bedienen:

- allein der beginn des hanf verbotes in den staaten ist schon fragwürdig, sofort nach dem verbot schob sich die baumwohl produktion an die weltspitze, hanf = böse ? oder eher überall erhältlich und somit kein verkaufsrenner...

- hanf ist seit den frühesten zivilisationen als heilkraut bekannt, hier geht es nicht um die berauschende wirkung sondern um die tatsächlich heilende, welche politik die zum großteil aus lobbyisten besteht würde einem gewächs das sich weder patentieren noch besteuern ließe wenn es frei wäre unterstützen ?

geschweige denn tatsächlich helfende medizin zu machen, würde man sich mehr mit der erforschung befassen könnte ja rauskommen das ein wald und wiesen gewächs es vermag vieleicht die hälfte, zumindest aber ein teil der bunten kapseln überflüssig zu machen, jedes zugelassene labor könnte dies ja dann, wo bliebe der gewinn für die großunternehmen... sowas geht doch nicht... *ironie aus*

 

das sind nur 2 kurz angerissene themen von vielen punkten die einem selbst denkenden menschen auf eine einzig mögliche antwort bringt und damit diese diskusion überflüssig macht:

 

wenn man also solche fakten im hinterkopf behält beginnt eine spirale die sich nicht aufhalten lässt, ach so tolle ideen wie ganze gruppen zu verbieten sind eine einfache und logische folge die sich genausowenig aufhalten lässt wie die ganzen menschen die sich die "freiheit" der selbstbestimmung nicht nehmen lassen.

ist dies nun durch "legale" angebote möglich wird das auch genutzt, sofern möglich will man sich ja nicht unnötig strafbar machen, das wiederum ruft leute aufs programm die wieder die dicke verbotskeule auspacken, darauf antworten chemiker dann mit neuem scheisdreck, usw usf

aber der hohn an der ganzen sache sind dann leute die mit erhobenem finger dastehn und in anbetracht der gefährlichkeit vor chemiedrogen mahnen und die bevölkerung "schützen" wollen (sowie ein 50er blitzer 3m vorm ortsausgangsschild).

fast schon bekommt man den eindruck als würde ein verbot mehr, bestimmte personen ein úm paar prozentpunkte bereichern, geheuchelter gesundheitsgründen zum trotz...

 

weder verstand, logik noch mitgefühl vermag es... GELD regiert die welt, solange das so ist, ist das gruppenverbot keine frage die in die kathegorie "OB" passt, sondern "WANN"....

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Warum sollte ein Analog-Gesetz irgendetwas ändern? Das einzige das damit erreicht wird - ist wie bei den bisher schon verbotenen Drogen - das alles in den Untergrund wandert und dann eben zukünftig die "neuen Drogen" eben auch beim "normalen" Dealer, bei dem es auch Heroin und Crack gibt, angeboten werden, da kann sich der klein-Hans von Nebenan dann entscheiden ob er zu seinen Kräutermischungen (die er übrigens auch nur kauft weil Gras illegal ist und man seinen Führerschein verlieren kann) noch etwas Crystal möchte, so wie einem auch oft beim Kaufen von Gras irgendwann man Speed usw. angedreht wird, wird es auch mit den neuen Drogen enden und mit Verboten und Prohibition wird sich nie etwas ändern - so wie es schon damals bei der Alkohol-Prohibition nicht geklappt hat, denn den Moonshine soff trotzdem jeder....

Damit ist die Sicherheit unserer Kinder wahrlich gerettet - ich danke ihnen vielmals!

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Herr, G, ich denke Sie missvertehen Herrn Patzak. Bei dem "Problem" von dem er spricht, scheint es sich nicht um die Konsequenzen des Drogenkonsums für die Konsumenten zu handeln, sondern einfach darum, dass es Leute gibt, die Drogen nehmen, für die man sie nicht einsperren kann...

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Jan schrieb:

Herr, G, ich denke Sie missvertehen Herrn Patzak. Bei dem "Problem" von dem er spricht, scheint es sich nicht um die Konsequenzen des Drogenkonsums für die Konsumenten zu handeln, sondern einfach darum, dass es Leute gibt, die Drogen nehmen, für die man sie nicht einsperren kann...

 

Dem kann ich nur beipflichten.

Nach 8 Jahren intensiven Cannabis konsums, eigentlich ausschließlich in Bongs, in denen ich unter anderem den Beruf des Fremdsprachenkorrespondenten erlernt habe, habe ich im Januar 2009, genau am 16.1.2009, Räuchermischungen als erstes unter den legalen Highs für mich entdeckt, wobei ich über mehr als Probieren bei dem rest der Gattung der legalen Highs nicht hinausgekommen bin, da eben jene Badesalze andere Wirkungen zeigten, als die vorgegebenen Originale. Nur wenige kommen nah an das entsprechende Original an, was das Ergebnis nie perfekt machen kann. Nachdem dann bereits am 22.1.2009 Spice verboten wurde, waren zu dem Zeitpunkt nur schwächere Produkte (Räuchermischungen) verfügbar, von denen man Massen konsumieren musste um wirklich eine Wirkung zu spüren. Aktuell gibt es intensive Produkte deren Wirkung nach etwas mehr als einer Stunde, beinahe verflogen ist.

Ich bin sehr glücklich über diese Alternativen, da sie mir einen ausstieg aus der Kriminalität gegeben haben, den es vorher nie gegeben hat. Ich habe mich in meinem Leben nie geschlagen, geklaut oder sonst einem Menschen schaden zugefügt, aber ich durfte unserem Vaterland in den letzten 10 Jahren ca. 8-10.000 Euro überweisen und ettliche Sozialstunden machen, nur weil ich beim Richterlichen DS positiv war, nach dingen wie das ich mit 19 erfahren habe das mein Vater nicht mein Biologischer Vater is, was den Richter und (euch?) Staatsanwälte nur dezent milder stimmte. Hier sei noch gesagt das ich gegen Drogen im Straßenverkehr bin, was eine meiner Strafen war. Dafür habe ich vollstes Verständnis und ich würde solch fahrlässiges Verhalten mir selbst heute nicht mehr durchgehen lassen, ich besitze aber auch keinen Führerschein mehr seit 2004.

Aktuell verräuchere ich täglich eben jene legalen Highs, nach der Arbeit. Während dessen studiere ich Musik- und Harmonielehre, Soundengineering & Sounddesign, und Produzieren mit verschiedenen Audio Workstations-, hauptsächlich Ableton live. Das alles Autodidaktisch, dem gehen nur 4 Jahre keyboard spielen in der Jugend vorraus. Neben dem versuche ich noch alles über den Kapitalismus, die geplante Obsoleszenz, Menschen und Geschichte zu erfahren in Bild, Ton und Schrift. Bei all dem sind der 3 Jährige konsum von Räuchermischungen und dem vorrausgehend, der 8 jährige konsum von Cannabis mir kaum ein Hindernis gewesen, bis auf gelegentliche Faulheit die nicht in Arbeitsverweigerung endet. Nur hab ich 8 Jahre lang mich verstecken müssen für etwas, das ich mir selbst ausgesucht habe und für mich als angenehm empfinde und die letzten 3 Jahre bin ich FREI!

Da ich nur gerne Cannabis geraucht habe, dadurch keine Zigaretten (sonst 1/2 bis eine Schachtel, oder 10-20 Zigaretten) sowie selten Amphetamine oder dergleichen genutzt habe (zum Glück nervt mich deren Wirkung heutzutage nur noch) und für Amphetamin sowie für THC konsum bestraft wurde. Nach meiner letzten Hausdurchsuchung im Mai 2009, die auf einem Positiven DS beruhte, bin ich total auf Räuchermischungen umgestiegen als ich sah wie die just an diesem Tag eingetroffenen 5 Päckchen "Sencation" mir überlassen werden mussten, nach einem kurzen telefonat. Ich will nicht wissen was es wieder gekostet hätte wenn dies nicht Räuchermischungen, sondern das Cannabis gewesen wäre. Mit größter Wahrscheinlichkeit, meine Freiheit.

Ich bin mir bestens über die Risiken im klaren, die ich eingehe. Es wäre mir lieber, ich könne Cannabis konsumieren, aber tue ich es, lande ich im Gefängnis (Natürlich muss man es dafür weit  treiben, aber immer und immer wieder das gleiche tun ist auch sehr teuer, wenn nicht ebenso effektiv). Also bleibt mir nur dieser Ausweg aus der Kriminalität, als ein Mensch der nicht böse ist und ich hoffe die Räuchermischungen bleiben, so wie sie jetzt sind und zwar mit einer breiten spanne an Intensität aber einer recht allgemeinen Wirkdauer die ich wie gesagt aktuell nach einer Stunde stark abklingen sehe (es zumindest so empfinde), denn sonst kommt nur der nächste Raumdufterfrischer, Coffee-enhancer, Wasserkocherreiniger, Abfalleimerreiniger oder sonst was, wo halt keine Mensch Ahnung hat, dass es ein legal High is und dann muss erst mal wieder herausgefunden werden was überhaupt drin sein könnte, nach Monaten in denen es eh schon so viele gemacht haben und in denen schon der nächste Hit geplant wird.

Nur die Legalisierung von Cannabis kann den Analog-Stoff konsum eindämmen. Nur die komplette und bedingungslose Entkriminalisierung von Drogen (Ja allen Drogen) und dafür eine aufgeschlossenere Aufklärung kann den Drogenkonsum insgesamt eindämmen. Menschen die mit all diesen Substanzen irgendwann ein Problem haben, würden sich offener an ihren Arzt oder Bekannte und zuletzt auch eher an Verwandte mit diesen Problemen wenden, anstatt immer in Angst leben zu müssen, 1. erwischt zu werden von Staat oder Familie (die sich ja gebrandmarkt fühlen kann) 2. verraten werden zu können von einem Arzt oder in einem Krankenhaus. Ich bin überzeugt, dass sich so weniger Frauen für ihren Drogenkonsum prostituieren würden. Eine subventionierte, kontrollierte wenn nicht kostenfreie Verfügbarkeit würde dem schwarzmarkt den Gar ausmachen, letzteres definitiv. Aber wie oben schon genannt auch schon von jemand anderem genannt, solang der Mammon die Welt regiert werden die Pharmaunternehmen, Mode- und Holzindustrie ihr bestes dazutun um Cannabis illegal zu halten und damit den Eisernen Vorhang vor "Drogen"  oder Bewusstseinserweiternden Mitteln fallen zu lassen.

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Durch ein solches Analoggesetz würde warscheinlich der ganze Markt um die neuen Drogen in den Schwarzmarkt abrutschen und sich somit mit den illegalen Drogenmärkten mischen, was z.b zur Folge hätte das illegale Drogen vermehrt mit den (billigeren) neuen Drogen gestreckt würden und auch die neuen Drogen selbst vermutlich zu deutlich höheren Preisen und gestreckt im Schwarzmarkt zu finden sein werden.

Afaik ist in Polen bereits das gleiche passiert und aufgrund das aufeinmal hunderte neue Substanzen im Schwarzmarkt zu finden waren und dieße wahllos mit den bereits illegalen gemischt und gestreckt wurden (z.b Todesfälle durch Vergiftungen mit zu hoch dosiertem MDPV oder DPMP die als Speed oder Koks verkauft wurden) wurde der Besitz aller vorher bereits illegaler Drogen erlaubt...

Auch würde es vermutlich vermehrt vorkommen das Cannabisblüten oder Harz mit synthetischen Cannabinoiden gestreckt werden es für potentielle Konsumenten immer schwerer wird ein natürliches Produkt zu bekommen, was es durch Brix, Blei etc. sowiso schon ist.

Ein mündiger Bürger sollte doch wissen was er seinem Körper zuführen möchte oder nicht? Oder muss wegen dem Einen von hudnerten der Probleme/Nebenwirkungen bekommt jeder Mensch unter der Gesetzgebung leiden?

Die Alkoholprohibition hat nicht funktioniert somit wird die Drogenprohibition auch scheitern.

Und es ist ebenfalls möglich mit "harten" Drogen umzugehen, ansonsten würde auch jeder der Ethanol oder Nikotin probiert sofort abhängig werden (was beim Nikotin durchaus häufig der Fall ist) da diese Stoffe ein vergleichbares Sucht- und Nebenwirkungspotential wie Heroin, Kokain und Benzos besitzen, was jedoch die Bevölkerung und Politik aufgrund verschiedenster Gründe nicht wahrhaben will.

 

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Solange Alkohol, der nach rezenten Studien durchaus als "harte Droge" zu bezeichnen ist, voll verkehrsfähig, und damit legal bleibt (abgesehen von "mildernden Umständen" bei Straftaten unter Alkoholeinfluss) ist eine Diskussion über die Strafbewehrtheit von weiteren Substanzen müßig. Aber Vater Staat verdient ja nicht schlecht daran! Vielleicht ein Grund? Ebenso Nikotin. Das Verbot weiterer Substanzen führt weder zu einem vermehrten Schutz der Jugend, Schutz der "Volksgesundheit" (tatsächlich von einem Staatsanwalt in dieser Form bei einem Plädoyer verwendet) o.ä. Lediglich staatliche Bedienung der Pharmalobby, Bigoterie, ... usw.

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Ich denke dass das Ganze nur eine Medienkampagne zur Imagebildung ist weil eigentlich jeder Politiker und jeder gescheite über Dreissiger, weiss dass Sanktionen und Verbote nichts ändern. Siehe Amerikanisches Rechtssystem.  

Stoffkontrolle bring nur etwwas wenn sie gescheit gestaltet ist wie Schweden oder Norwegen.   Also nicht ausschliesslich lobbyorientiert.

 

und solange in nahezu jeder Stadt in Deutschland ein kleiner bis großer Teil der Exekutive am organisiertem Verbrechen gut mitverdient und der normale Bürger als geisteskrank deklariert wird wenn er dies bemerkt und versucht seine auf dem Papier existierenden Rechte einzufordern, kann es keine vernünftige Lösung für die Probleme des Volkes geben.  Schliesslich verdienen unsere Gewählten und ungewählten viel zu oft an den Problemen derer die Sie Schützen und vertreten sollen.

 

Ein allgemeines Verbot von Glücksspielen und Wetten z.B. Würde sich durch eine erschwerung der Korruption schon stärker auf  Drogenhandel und Kinderprostitution auswirken als eine noch so kompetente und umfassende Aktualisierung des BtmG

 

 

Und ich würde auch  Jura studieren oder anders "im Sinne des Volkes"  arbeiten wenn ich nicht wüsste das man sich immer gegen die Mehrheit der Kollegen oder wenigstens gegen die "Vorgesetzten" stellen müsste wenn man mit reinem Gewissen arbeiten will.

 

Den letzten Beweis dass Recht und Gesetz in Deutschland nicht viel wert hat ein  Rassistisches gericht in Köln gesprochen dass Absolut inkompetent jedem  Kindern den eigenen Willen und Juden und Moslimen den normalen Menschenverstand abspricht.     Nach Dem Grundsatz der Gleichbehandlung müsste Das Jugendamt nun Jedes Kind in Obhut nehmen das einen Ohring trägt Oder Sport treibt.      Naja dann hätten wenigstens die Pädophielen aussreichend nachschub an ware.....

 

WIe vorredner schon sagten ist jede Diskussion absurd wer nicht so verblendet ist wie der Durchschnittsdeutsche um 1933 kennt Wahrheit und Hintertergründe.

Leider werden es jedoch nie mehr als 20% sein die überhaupt charakterlich in der Lage sind Wahrheit zu akzeptieren anstatt Lügen zu glauben und weiter zu verbreiten....   

 

 

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