Nach Mollath und Peggy ein weiteres Fehlurteil? - Der Doppelmord in Babenhausen

von Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg, veröffentlicht am 12.04.2014
Rechtsgebiete: StrafrechtStrafverfahrensrecht1107|71968 Aufrufe

Die Strafjustiz ist in jüngster Zeit nicht nur, aber vorallem durch den Fall Mollath und durch das in dieser Woche begonnene Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy stark ins Gerede gekommen. Und schon gerät ein weiterer Fall wegen eines möglicherweise falschen Indizienurteils in den Fokus der Öffentlichkeit .

Für einen eiskalten Doppelmord an seinen auch nachts herumschreienden Nachbarn wurde Andreas D. vom Landgericht Darmstadt im Juli 2011 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Verurteilte leugnet die Tat, seine Frau kämpft gemeinsam mit ihm Aufopferung voll um die Wiederaufnahme.

Zwischenzeitlich greifen die Medien auch diesen Fall auf. Es zeigen sich erhebliche Ungereimtheiten, die hoffentlich bald aufgeklärt werden können.

Das ZDF berichtete in der Serie 37 Grad:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2119408/Mein-Mann-ist-kein-Moerder?bc=sts;stt&flash=off

Zur Homepage der Ehefrau mit dem Urteil zum Download: 

http://www.doppelmord-babenhausen.de/Urteil.htm

Medienberichte:

www.google.com/search?q=Doppelmord+in+Babenhausen

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1107 Kommentare

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Logiker kommentiert am So, 2018-06-24 21:50 Permanenter Link

… Die Leichen sind nicht tot? ;-)

Spätestens seit Rudolf Rupp, der laut Urteil des LG Ingoldstadt von seiner Familie erschlagen und an die animalischen Mitbewohner seines Hofes verfüttert worden sei, dann aber einige Jährchen später zusammen mit seinem Kfz aus der Donau auftauchte, wissen wir doch alle: tot ist tot.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77222581.html

https://community.beck.de/2015/03/17/was-ist-nur-mit-einigen-unserer-staatsanw-lte-los

 

(Zitat Logiker): „… Es spricht im Grunde auch nichts dagegen, daß eine der P 38 systemgleiche Waffe mit kürzeren Lauf (und ggf. sogar vorhandenem SD-Außengewinde plus PET-Adapter) verwendet wurde (wie auch im Urteil als möglich dargestellt)…“.

Also, in der mir vorliegenden Urteilswirklichkeit steht davon aber eher nichts drin. Ganz im Gegenteil:

UA S. 15, 16: „… Nach Kenntnisnahme von dieser Bauanleitung reifte langsam aber sicher der Entschluss, dieses Vorhaben nicht nur zu planen, sondern dieses auch in die Tat umzusetzen. Dabei wollte der Angeklagte die Tat mit einer Waffe der Marke Walther P 38, Kaliber 9 mm begehen, zumal auf deren Lauf der von ihm im Internet recherchierte selbstgebaute Schalldämpfer laut der Bauanleitung gut aufgebracht werden konnte. Eine solche Pistole samt dazugehöriger Munition stand dem Angeklagten zu diesem Zeitpunkt bereits zur Verfügung oder er beschaffte sie sich in der Folgezeit zu einem nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkt“.

UA S. 17: „… Dem Angeklagten gelang es auch - über soviel handwerkliches Geschick verfügte er ebenso - diesen selbst gebastelten Schalldämpfer am Lauf der (ihm spätestens jetzt zur Verfügung stehenden) Pistole der Marke Walther P 38 Kaliber 9 mm zu befestigen“.

UA S. 18: „… auf den Lauf der Walther P 38…“.

UA S. 18: „… An einem nicht mehr näher bestimmbaren Zeitpunkt vor dem 16.04.2009 führte der Angeklagte an einem unbekannt gebliebenen Ort einen geheim gebliebenen Beschusstest mit der Pistole durch, um zu sehen, ob der Schalldämpfer funktionierte. Im Verlaufe der Schussversuche verfeuerte er mehrere Projektile aus dem Lauf der ihm zur Verfügung stehenden Walther P 38…“.

UA S. 18, 19: „… In der Nacht vorn 16.04.2009 zum 17.04.2009 begab sich der Angeklagte entsprechend seines Planes in den frühen Morgenstunden, jedoch vor 04.00 Uhr morgens bei vollkommener Dunkelheit, von dem rückwärtigen, von der Friedrich- Ebert-Straße weg gelegenen Grundstücksteil seines Hauses auf das Grundstück der Familie Toll. Er huschte von dort aus unmittelbar nach links an der (nicht genutzten) Eingangstür der Familie Toll vorbei, um nach wenigen Meter um die rückwärtige Hausecke herum zum Souterraineingang zu gelangen. Dabei führte er die Pistole Walther P 38 mit dem darauf (sicher) befestigten selbstgebauten Schalldämpfer bei sich. Neben der zu diesem Zeitpunkt voll munitionierten Pistole führte der Angeklagte noch weitere Patronen des Kalibers 9 mm der Marke Poongsan Metal Company aus Seoul mit sich, (wobei nicht mehr festgestellt werden konnte, ob er ein weiteres gefülltes Magazin als Ersatz oder zumindest eine bzw. mehrere Patronen lose mit sich führte)."

UA. S. 20: „… Im nächsten Moment feuerte der Angeklagte, der sich zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb des Hauses der Familie Toll, allerdings direkt vor der Tür im Außenbereich befand, aus der von ihm mitgeführten Pistole vorn Typ Wa1ther P 38 (Kaliber 9 mm) mit dem aufmontierten selbstgebauten Schalldämpfer zunächst zwei Schüsse auf Klaus Toll ab…“.

UA S. 26: „… Da er bereits acht Schüsse abgegeben hatte (und maximal 9 Patronen in die von ihm genutzte Walther P 38 passten, wie er wusste und in diesem Moment auch realisierte,) vergaß der Angeklagte jetzt nicht, seine Waffe nachzuladen“.

UA S. 27: „… Bei allen Schüssen, die vom Angeklagten aus seiner Waffe abgegeben wurden, verwendete er dieselbe Munition der Marke Poongsan Metal Company aus Seoul, die in den U.S.A. vertrieben wird und die den Bodenstempel PMC 9 mm Luger trägt…“.

UA S. 34: „… Am 03.06.2009 wurde eine Schallpegelmessung durchgeführt, in dem die Tat am Tatort dreifach nachgestellt wurde. Im ersten Durchlauf wurde hierfür eine Pistole Walther P 38, 9 mm Kaliber, ohne Schalldämpfer verwandt. Bei einem zweiten Durchlauf wurde die Tat mit einer Pistole Heckler & Koch USP, Kaliber 9 mm, nachgestellt, auf welcher ein professionell hergestellter Schalldämpfer der Marke Brücker & Thomee angebracht war. Die dritte Tatrekonstruktion wurde schließlich mit einer Walther P 38, Kal. 9 mm durchgeführt, auf welcher ein selbstgebauter Schalldämpfer angebracht war, der aus einer mit Bauschaum gefüllten PET-Flasche bestand“.

(Die „Nachstellung“ wurde am frühen Abend bei u.a. völlig anderen Außentemperaturen als in der kalten Tatnacht durchgeführt).

UA S. 36: „… III. … Die seitens der Kammer getroffenen Feststellungen beruhen auf den in der Hauptverhandlung erhobenen Beweisen.“

UA S. 37: „… Zunächst steht zur Überzeugung der Kammer fest, dass sich das Tatgeschehen so wie festgestellt abgespielt hat, dabei Klaus und Petra Toll am frühen Morgen des 16.04.2009 gegen 04.00 Uhr in ihrem Anwesen Friedrich-Ebert-Straße 36 nacheinander getötet und anschleißend Astrid Toll schwer verletzt wurden, dass der eine Täter dabei insgesamt zehn Schuss Munition der Marke Poongsan Metal Company aus Seoul, (die in den U.S.A. vertrieben wird und die den Bodenstempel PMC 9 mm Luger trägt) - bei der Schmauchpartikel mit der Elementkombination Blei, Barium, Antimon als Hauptbestandteile und Aluminium als Nebenbestandteil freigesetzt wurden - aus einer mitgeführten Pistole Walther P 38 auf seine Opfer abfeuerte, und (letztlich) dass während der Abgabe der jeweiligen Schüsse auf den Lauf dieser Pistole ein selbstgebauter Schalldämpfer - bestehend aus einer mit Bauschaum befüllten PET-Flasche - aufgeklemmt bzw. aufgeschraubt war, um den Schall bei der Schussabgabe zu dämpfen. Aufgrund der Angaben der insoweit vernommenen Zeugen, namentlich der den Tatort aufnehmenden Polizeibeamten , der Zeugen KTA Fritsch, POK Degen, KOK Täufer und KOK Loeb, und der Ausführungen der Sachverständigen Dr. Bux, Pfoser und POK Roggenkamp als auch durch die Augenscheinsnahme von den angefe1iigten Lichtbilder, Skizzen sowie den Aufnahmen der sogenannten „Sphäron-Kamera" sowie aufgrund der Beweisaufnahme im übrigen erschließt sich das konkrete Tatgeschehen bzw. der genaue Tatablauf zur Gewissheit der Kammer im Sinne der getroffenen Feststellungen…“.

Walther P 38 ist Walther P 38.

(Zitat @Logiker) „… einige (!) nicht im Tiefschlaf befindliche Nachbarn die 2 Schüsse trotzdem hörten UND Astrid durchaus davon erwachte, aber aus Angst in schlafender Position (!) verharrte, allerdings dann zuletzt den Arm zu ihrem Schutz hochnahm, weswegen der Täter diesen auch verletzte.“

Was sagt die Urteilswirklichkeit dazu?

Thema: Schlafen/Erwachen/Schusslärm Nachbarn:

UA S. 12: „… Da er aufgrund seiner Bundeswehrzeit mit dem Schießen von Waffen vertraut war, entschloss er sich, die Tat mit einer Schusswaffe zu begehen. Da er aber darauf bedacht war, nicht als Täter in Frage zu kommen und überführt zu werden, wollte er die Tat entsprechend seines gefassten Planes so unauffällig wie möglich durchführen. Wegen der örtlichen Begebenheiten - es handelte sich um vier Reihenhäuser, die jeweils „Wand an Wand" lagen - entschloss er sich weiterhin , die Tat mit einem Schalldämpfer durchzuführen, um den bei den todbringenden Schüssen entstehenden Lärm auf ein Minimum zu reduzieren und um damit verhindern zu können , dass er bei der Tat entdeckt, oder die Nachbarn generell als Tatzeugen zur Verfügung stehen könnten…“.

UA S 22, 23: „… Trotz der Verwendung des selbstgebauten Schalldämpfers konnten (jedenfalls) diese beiden ersten Schüsse, die außerhalb des Hauses vor der Souterraintür  abgeben wurden, von den Nachbarn Bachmann, Suznjevic sowie Susanne und Karl Müller wahrgenommen werden, die allesamt davon erwachten“.

Schlaf ist Schlaf, und (knall-)wach ist (knall-)wach. 

Thema: Schlafen/“Erwachen“/Schusslärm Tochter:

UA S. 12:,„… Da er sein Problem nur dadurch lösen konnte, dass er das Leben aller Familienmitglieder auslöschte, musste er auch deshalb auffällige Geräusche bzw. Lärm verhindern. Er ging nämlich weiterhin davon aus, sich nach der Tötung des Klaus Toll noch durch das Haus der Familie Toll in das erste und zweite Obergeschoss begeben zu müssen, um zunächst dort Petra Toll und anschließend noch Astrid Toll zu töten. Diese durften deshalb nicht wach werden, um sie ohne Gegenwehr töten zu können.“

UA S. 24: „… Sodann begab sich der Angeklagte entsprechend seinem Plan - ohne sich weitere Zeit zu gönnen - in das im ersten Obergeschoss gelegene Schlafzimmer, in welchem Petra Toll nach wie vor schlief. Von dem tragischen Geschehen, dem soeben ihr Ehemann zum Opfer gefallen war, hatte weder sie noch ihre Tochter Astrid etwas mitbekommen.“

UA S. 26: „… Dabei begab sich der Angeklagte in das Schlafzimmer von Astrid Toll, indem er an dem aus Sicht der Treppe rechts gelegenen, möblierten Aufenthaltsraum und dem weiter links davon gelegenen Badezimmer vorbeilief, um sich in das neben dem Bad gelegene Schlafzimmer von Astrid Toll zu begeben. Diese wiederum schlief noch im Schlafzimmer zugedeckt mit einer Decke in ihrem Bett, da sie nichts von dem bisherigen Geschehen mitbekommen hatte. Auch sie war am Abend in ihrem Bett seelig eingeschlafen, ohne zu ahnen, was auf sie im Schlaf zukommen sollte. Auch auf dieses für ihn erkennbar schlafende Opfer feuerte der Angeklagte in Verfolgung seines Tatplanes insgesamt zwei Schüsse ab, um Astrid Toll zu töten. Beim ersten Schuss stand er unmittelbar zwischen der Eingangstür des Schlafzimmers und dem Bett, in dem die Geschädigte Astrid Toll schlief…“.

Selig eingeschlafen, zugedeckt mit einer Decke schlafend ist selig eingeschlafen, zugedeckt mit einer Decke schlafend.

Anders als Logiker dichtet Herr Winkelsdorf die Urteilswirklichkeit nicht in freier Phantasie um.  Tja, Logiker: Mit Ihrem Namen ist es ähnlich wie mit der „Arkade der Grundrechte“ vor dem Landgericht Darmstadt. Fragen Sie doch mal Herrn Horst Arnold. Ach so, geht ja nicht mehr: tot ist tot!

Sehr geehrter Herr  Peppermint Pepper,

das BKA konnte unmöglich bereits am 28.04.2009 wissen,
daß die Familie Toll mit einer Walther P.38 erschossen
wurde. Nach dieser wurde aber gefahndet.

25.0000,- Euro Belohnung !

Die Tatwaffe ist bis heute unbekannt.

Da eine Patronenhülse unmöglich zu Boden und dann 
5 Meter hoch die Kellertreppe ins Gebüsch 
fliegen kann, war die Pistole vermutlich 
rechtsauswerfend.

Eine uralte, rostige Walther P38 aus dem zweiten Weltkrieg
mit praktisch unkaputtbarer PET~Flasche
schließe ich aus. 

Diese ist technisch völlig unmöglich !

Das ist Fakt !

PS:
Im Doppelmordfall von Horchheim wurde der 
Tatbestand für die ZDF~Zuschauer 
auch gespiegelt.

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Steffi schrieb:

 

das BKA konnte unmöglich bereits am 28.04.2009 wissen,
daß die Familie Toll mit einer Walther P.38 erschossen
wurde. Nach dieser wurde aber gefahndet.

25.0000,- Euro Belohnung !

Die Tatwaffe ist bis heute unbekannt.

Der Typ der Tatwaffe ist doch bekannt, eine P38 oder ihre direkten Nachfolger, auch noch die nach dem Krieg gefertigten, nur das Tat-Exemplar nicht.

"Da eine Patronenhülse unmöglich zu Boden und dann 
5 Meter hoch die Kellertreppe ins Gebüsch 
fliegen kann, war die Pistole vermutlich 
rechtsauswerfend."

Ebenfalls wieder so ein Steffler-Unfug über c.&p., denn wenn der Täter noch auf der Kellertreppe stand, dann ist die Schußhand höchstens  1,5 Meter, eher 1 Meter unterhalb der OK Gelände, eine Patrone, die dann nach links oben ausgewworfen wird, an einer Hauswand links abprallt, kann auch leicht die 1 - 1,5 Meter Höhendifferenz überwinden und rechts vom Schützen landen.

 

 

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Lediglich angewandte Physik und Chemie und auch noch einige Kenntnisse aus anderen Disziplinen außerhalb der Jurisprudenz sind da schon ausreichend, um einen selbsternannten "Waffenexperten" aus Offenbach wieder einmal zu widerlegen.

Besten Gruß

GR

 

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Sehr geehrter Herr Rudolphi,

der Nachfolger der Walther P38 ist
die Heckler & Koch P8,
rechtsauswerfend.

Laut Gutachten des Rechtsmediziners Dr. Roman Bux
stand Klaus Tolls Mörder auf Augenhöhe.

Das Projektil durchschlug die Toilettentür 
horizontal in 134cm Höhe !

Beweis:
Urteil vom 19.07.2011, Seite 22, Blatt 24

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Steffi schrieb:

der Nachfolger der Walther P38 ist
die Heckler & Koch P8,
rechtsauswerfend.

Unfug, die direkten Nachfolger dieser Typreihe sind P1 oder P4 und P5 und deren Versionen, auch die Versionen der P38.

"Laut Gutachten des Rechtsmediziners Dr. Roman Bux
stand Klaus Tolls Mörder auf Augenhöhe.

Das Projektil durchschlug die Toilettentür 
horizontal in 134cm Höhe !

Beweis:
Urteil vom 19.07.2011, Seite 22, Blatt 24"

Zu welchem Schuß gehört denn diese Feststellung? Es gab doch 6 Schüsse auf Herrn Toll!

Paßt aber auch noch, denn 1,34 Meter plus 1,5 Meter sind 2,84 Meter.  Paßt also zu den Örtlichkeiten. Früher waren es übrigens auch bei Steffler schon mal 3 Meter, für die er keinerlei natürliche Erklärungen hatte.

 

 

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Sehr geehrter Rudolphi,

bei dem Winkel hätte das Projektil aber nicht
an der linken Wandfliese abprallen und
ins Toilettenpaier fliegen können.

Physikalisch völlig unmöglich !

Sie versuchen das rechtsmedizinische Gutachten
des Dr. Roman Bux laut Urteil zu widerlegen
und nennen das Rechtswissenschaft.

Das ist unlogisch !

Laut Urteil stand Klaus Tolls Mörder beim 
ersten Schuß auf Augenhöhe und war
ca. 180 cm groß !

PS:
Man merkt schon das Sie Ihr Abitur
in Bayern gemacht haben.

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Ich versuche keineswegs, das Gutachten zu widerlegen, denn in dem steht nur etwas von einem waagrechten Austritt des Projektils nach dem Durchschuß durch den Arm von Klaus Toll. Der Einschuß erfolgte aber in den erhobenen Unterarm und da ist der Einschußwinkel nicht mehr ganz genau zu bestimmen und das Projektil kann geringfügig abgelenkt worden sein beim Durchschuß.

Spielt aber keine wirkliche Rolle.

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Sehr geehrter Herr Rudolphi,

die Schußrekonstruktion des ersten Schuß beweist,
daß die Tatwaffe rechtsauswerfend war wie
etwa die Heckler & Koch P8 !

Die H&K P8 hat ein Magazin,
das mindestens 10
Patronen faßt.  

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Alles doch nachzulesen auf den Seiten 20 und 21 des Urteils, auch noch für solche Leute, die außerhalb Bayerns ihr Abitur gemacht haben, um auf Stefflers Unverschämtheiten mal entsprechend noch zu antworten.
 

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Eine Hülse lag links neben der Eingangstüre, eine rechts im Gebüsch neben der Eingangstüre zum UG, so steht es auf der Seite 21 (im PDF 23) im Urteil.

Und nun?

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Sehr geehrter Herr Rudolphi,

die Haupteingangstür befindet
sich im Parterre oberhalb
des Kellers!

Der Keller wurde im Urteil fälschlich 
als "Souterrain" bezeichnet.

Die Kellertür liegt etwa 3m tiefer
wie das bei einem Keller 
üblich ist.

Klaus Toll wurde im Kellerflur erschossen und
nicht wie im ZDF gezeigt,
im Parterre !

Nach dem zweiten Schuß schloß Klaus Tolls Mörder
die Kellertür, damit nicht ganz Babenhausen von 
den extrem lauten Schüssen aufwacht.

Der Keller ist nach außen bei geschlossener
Kellertür absolut schalldicht. 

Klaus Tolls Mörder ist in dem engen unterirdischen Kellerflur 
am 17.04.2009 das rechte Trommelfell geplatzt !
(über 160 phon !)

Andreas Darsow scheidet folglich
als Mörder aus !

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
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63069 Offenbach am Main

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Ich hatte das KG selber als UG bezeichnet, wie tief der Kellerboden unter der OK Gelände genau liegt, das ergibt dann eine genaue Ortsbesichtigung beim Tathaus der Fam. Toll.

Sie behaupten selber 3 Meter, das aber wäre ja passend, dieses Bild zeigt ja auch ungefähr die örtliche Situation auf der Rückseite beim angebauten Nachbarhaus der Fam. Darsow:

https://www.google.com/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=imgres&cd=&cad=rj...

Der Rest ist wieder einmal copy & paste und ohne jede Beweiskraft.

 

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(Das ist das o.g. Bild mit der örtlichen Situation auf der Rückseite beim angebauten Nachbarhaus der Fam. Darsow)

Sehr geehrter Herr Rudolphi,
Lieber Logiker,

wenn alles Häuser spiegelverkehrt gebaut wurden,
wo liegt dann Klaus Tolls Kellertreppe ?

Und wo liegt relativ zur Kellertür
Klaus Tolls Haupteinganstür ?

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Auch da zeigt sich wieder der Unverstand vom selbsternannten "Experten" Steffler.

Das Haus von Fam. Toll ist ein Reihenendhaus von 4 Reihenhäuser mit einem zusätzlichen eigenen Eingang zum KG, der fehlt beim Darsow-Haus, siehe auch das Urteil Seite 2, oder  Bilder von der Straßenseite und der Gartenseite aus, oder einen Plan mit der ganzen Straße und den Anwesen und Zugängen.

So törichte Fragen zu beantworten ist ja anscheinend doch noch nötig für Leser, die auch das Urteil nicht aufmerksam gelesen haben und den ganzen Unfug des Herrn Steffler noch nicht durchschauen sollten.

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Sehr geehrter Herr Rudoplhi,

es handelt sich tatsächlich um
zwei Doppelhaushälften !

Die Kellertür liegt links zur
Haupteingangstür !

Die Tatwaffe war also 
rechtsauswerfend,
wie die H&K P8 ! 

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Die Häuser von der Straße aus auch noch im Bild.

Entscheidend waren aber Funde der Patronenhülsen bei der Kellertüre und die hatte eine Treppe hinunter.

 

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Lassen Sie es doch, bitte.

Steffi-aus-der-Kiste scheint Google Earth nicht zu kennen. Da kann man den Abgang an der Schmalseite des 4-er-Reihenhaus-Komplexes sehr gut sehen. Alle Patronen wurden links der Schußpositionen gefunden, außer der einen abgeprallten Hülse. Darüber muß man doch nicht diskutieren, das grenzt doch an Spamming!

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Sie zitieren ausschließlich aus den Feststellungen. Sie sollten jedoch einen Blick in die Beweiswürdigung werfen und nicht das Eine mit dem Anderen durcheinanderwürfeln.

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Die "legal legend" vom verfütterten Rupp ist leider unausrottbar. In dem Ingolstädter Urteil steht überhaupt nichts davon, dass die Leiche zerlegt und verfüttert wurde. Das war eine der vielen Varianten, die einer der  Angeklagten vorgebracht hatte, aber es gab keinerlei Blutspuren am angeblichen Zerlegeort. Deshalb hat das LG die Art der Beseitigung auch offen gelassen (s. auch Augsburger Allgemeine vom 10.03.2009:

"Das Spektakuläre an dem Fall: Der Freund hatte ausgesagt, der Landwirt sei zerstückelt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen worden. Dafür gab es aber keine Beweise.".

Übrigens war schon recht früh im Verfahren vorgebracht worden, Rupp sei erschlagen und dann mit dem Auto in einem See versenkt worden, auch das hatte man geprüft, die Polizeitaucher haben aber in dem See nichts gefunden, ebenso wenig wie die Kraftwerksbetreiber etwas an der Staustufe entdeckt haben

Die AA schreibt dazu im selben Artikel wie oben:

"Denn bereits 2004 hatte die Polizei mehrere Seen und Gewässer in Neuburg und Umgebung nach dem Ermordeten und seinem Auto abgesucht. Anfangs hatte eine der Töchter nämlich ausgesagt, dass der tote Vater in einem Baggersee bei Irgertsheim versenkt worden sei. Zudem hatte der Kraftwerksbetreiber das Gelände um die Staustufe schon 2005 kontrolliert. "Damals hatten wir aber noch keine so ausgefeilte Technik", erklärt der Hydrologe Josef Ranftl. "

und der Donaukurier ("Kommt doch noch einmal Bewegung in den Fall Rupp?" aus dem Wiederaufnahmeprozess :

"Brisant wird diese Aussage vor dem Hintergrund der Ermittlungen im Jahr 2004: Die inzwischen verstorbene Mieterin hatte in einer später widerrufenen Aussage damals Folgendes geschildert: Sie habe in der bewussten Nacht im Treppenhaus einen Streit gehört, der später eskaliert sei. Schließlich habe es ein "klatschendes Geräusch" gegeben, danach sei nur noch "Gewusel" zu hören gewesen. In den frühen Morgenstunden habe dann Hermine Rupp, die Witwe des Toten, auf dem Handy ihrer Tochter angerufen und darum gebeten, dass man sie doch vom Irgertsheimer Weiher abhole. Dort habe dann tatsächlich die Landwirtsfrau mit einer ihrer Töchter und Matthias E. gewartet. Der Irgertsheimer Weiher befindet sich nur einige hundert Meter vom späteren tatsächlichen Fundort von Rupps Auto mitsamt seiner Leiche in der Bergheimer Donaustaustufe entfernt."

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Ergänzung:

Das mit dem Versenken im See hatte zwischenzeitlich auch die Witwe Rupp gestanden, dann aber widerrufen....

dk vom 02.04.2010 "Fall Rupp wird neu aufgerollt":

"Am 14. Oktober meldet ihn seine Frau Hermine bei der Polizei als vermisst. Im Januar 2004, mehr als zwei Jahre später, werden Rupps Ehefrau, die beiden Töchter und der Freund der älteren Tochter unter Mordverdacht festgenommen. Hermine Rupp räumt ein, gemeinsam mit Matthias E. den Toten in einem Weiher versenkt zu haben. Im Februar 2004 widerruft die Frau ihr Geständnis. Matthias E. gesteht dann im April, den Landwirt mit einem Hammer erschlagen, zerteilt und an die Hunde des Hauses verfüttert zu haben.

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Lesen Sie bitte auch Urteil S. 107 f.

Dann verstehen Sie vielleicht, daß es um den BASISTYP Walther P 38 geht, ohne daß dies jedesmal gesagt werden muß. Einige der möglichen Modelle finden Sie z.B. im GA Winkelsdorf, S. 5. Hinzu kommt, daß die P 38 einen langen Lauf besitzt, an dem man auch ohne Adapter, z.B. mit einer Schlauchschelle, einen PET-Dämpfer befestigen könnte. Insofern war sie geeignet, alle Möglichkeiten der Montage abzudecken. SV Pfoser wies aber darauf hin, daß auch ein Adapter in Frage kommt, wie in der von AD ausgedruckten Anleitung beschrieben, somit allerdings auch eine Kurzversion einer solchen Waffe mit Gewinde.

Das Urteil enthält viel phantasievolles Geschwafel. Wichtig ist aber, welche Feststellungen "tragend" für das Urteil sind. Ein seliges/unseliges Schlafen oder Nichtschlafen gehört sicherlich NICHT dazu. An dem Urteil würde sich ja nichts ändern, würde z.B. Astrid heute erklären, sie sei wach gewesen, hätte sich nur schlafend gestellt und nichts gesehen. Tragend sind andere Feststellungen.

Man kann übrigens geteilter Meinung sein, ob der SD zwingend aus einer PET-Flasche bestanden haben muß, denn auch Strates GA Erbinger weist darauf hin, daß es KEINE diesbezüglichen Spuren gab, es könne jede Art von Hohlkörper gewesen sein, der in entsprechenden Internetforen auch bereits seit langem diskutiert wurde. Trotzdem kam das Gericht zu seinem Urteil, nämlich auf der Basis, daß zweifelsfrei Bauschaum als Füllmaterial eines selbstgebauten Schalldämpfers benutzt wurde UND von AD eine Anleitung zum Bau eines SD unter Verwendung von Bauschaum ausgedruckt wurde. Würde heute jemand im Gebüsch des Tatort-Hauses plötzlich eine vergammelte entsprechend präparierte Öl-Dose mit Bauschaum finden, wäre das Urteil ja ebenfalls nicht wesentlich dadurch erschüttert.

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@ Logiker

Zu kritisieren ist aus meiner Sicht, daß es keine plausible Reproduktion des ganzen Tatgeschehens gab, die sich mit allen Spuren auch in Einklang bringen ließ.

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Nein, im Gegenteil: Die Spurenlage war denkbar schlecht, u.a. auch darum, weil die Spurensicherung, wie Strate in seinem WA-Antrag sogar darstellt, in Bezug auf die Bauschaum-Partikel schlecht arbeitete. Was von Tatgeschehen selbst blieb, war: Tatort, Tatzeit (AD ohne Alibi), Situation der Opfer, verwendete Munition, Waffentyp, Schußpositionen, Schmauch, Bauschaum-Partikel, deren Verteilung lediglich aus Zeugenaussagen von Zeugen rekonstruiert werden konnte, die zum Beobachtungszeitpunkt den Partikeln und ihrer Verteilung nur wenig Aufmerksamkeit widmete. Das Tatgeschehen selbst ist zwar phantasievoll beschrieben, aber nicht "tragend".

Tragend sind andere Indizien wie Vor- und Nachtatverhalten, insbesondere das Verbindungsstück "Bauschaum" am Tatort und in der Bauanleitung.

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Da kann ich Ihnen nicht folgen, denn erst das Winkelsdorf-Gutachten zeigte m.E. theoretisch eine Waffenkonstellation auf, die sich auch plausibel in Übereinstimmung mit der realen Spurenlage bringen läßt, aber ohne eine reale, d.h. auch praktische Rekonstruktion durch eigene Schußversuche und Messungen dabei.

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Wieso? Die Konstellation im Urteil ist doch plausibel. Wenn der Keller durch Schließen der Türen einigermaßen schalldicht war, ist das Tatgeschehen als solches doch auch mit einer P 38 denkbar, jedenfalls aber mit einer Kurzversion (mit Gewinde) und Adapter, die das Urteil ausdrücklich für ebenfalls möglich hält. Wo ist denn Ihrer Ansicht nach die Spurenlage in tragender Weise nicht in Übereinstimmung mit dem Urteil - das unwichtige Gelaber im Urteil also mal ausgeklammert?

Winkelsdorfs Alternative entspricht jedenfalls NICHT der Spurenlage, wie ich bereits oben schrieb, seine Bauschaumpartikel sind tropfenförmig, nicht flockig-zerrissen wie am Tatort.

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Aber mit Winkelsdorf erklärt sich die Abnahme von PUR-Partikeln von den ersten Schüssen auf Herrn Toll zu den anschließenden auf Frau Toll bis hin zu den letzten auf die Tochter und auch noch die Zeugenwahrnehmungen zweier Schüsse.

Mit einer PET-Flasche als Dämpfer und mit Bauschaum  jedenfalls wäre das Spurenbild überhaupt nicht zu realisieren gewesen.

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GR schrieb:

Aber mit Winkelsdorf erklärt sich die Abnahme von PUR-Partikeln von den ersten Schüssen auf Herrn Toll zu den anschließenden auf Frau Toll bis hin zu den letzten auf die Tochter

Das finde ich nicht. Auf welcher Seite wird eine Abnahme bei Winkelsdorf beschrieben?

GR schrieb:

Mit einer PET-Flasche als Dämpfer und mit Bauschaum  jedenfalls wäre das Spurenbild überhaupt nicht zu realisieren gewesen.

So behauptet es Strate. Den Beweis erbringt er nicht. Nur weil es seine Gutachter "nicht schaffen" (hüstel), bedeutet es doch nicht, daß es nicht möglich sei!

Es wurde (logischerweise...) gar nicht versucht, einen funktionierenden SD herzustellen, es wurden von Cachée noch nicht einmal die unbedingt angeratenen Tipps in der silencer-Anleitung befolgt, wie Ausgießen mit Kunstharz und Umwickeln der Flasche mit Klebeband, um sie zu stabilisieren, damit der Bauschaum eben nicht so stark zerwalkt wird. Stattdessen wurden beim GA extrem weiche PET-Flaschen verwendet. Eine Mehrweg-PET wie Coca-Cola oder Bier-Mehrweg-PET wurde gar nicht erst versucht!

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Logiker schrieb:

Das finde ich nicht. Auf welcher Seite wird eine Abnahme bei Winkelsdorf beschrieben?

Explizit schreibt er von einem "der Fundsituation vergleichbaren Spurenbild" auf Seite 37. Bei der Primitiv-Version wäre von zunehmenden Partikelgrößen / Partikelzahlen aber auszugehen gewesen. Bei sparsamer, additiver Befüllung eines formstabilen Dämpfers handelsüblicher - oder eigener Konstruktion - ist auch eine Abnahme von Partikeln jedenfalls für mich denkbar.

Logiker schrieb:

So behauptet es Strate. Den Beweis erbringt er nicht. Nur weil es seine Gutachter "nicht schaffen" (hüstel), bedeutet es doch nicht, daß es nicht möglich sei!

Es wurde (logischerweise...) gar nicht versucht, einen funktionierenden SD herzustellen, es wurden von Cachée noch nicht einmal die unbedingt angeratenen Tipps in der silencer-Anleitung befolgt, wie Ausgießen mit Kunstharz und Umwickeln der Flasche mit Klebeband, um sie zu stabilisieren, damit der Bauschaum eben nicht so stark zerwalkt wird. Stattdessen wurden beim GA extrem weiche PET-Flaschen verwendet. Eine Mehrweg-PET wie Coca-Cola oder Bier-Mehrweg-PET wurde gar nicht erst versucht!

Meine früheren Kommentare gingen doch bereits in diese Richtung, nur habe ich keine Möglichkeit, auch wegen des WaffG und fehlender Pistolen P 38 und der PMC-Munition, dazu auch mal praktische  Versuche noch durchzuführen mit modifizierten Pistolen, Munitionen und eigenen Schalldämpfern.

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Zur Modifikation von handelsüblichen Patronen gibt es doch viele sehr einfache Verfahren, das einfachste ist m.E. die Verwendung eines Entladehammers und eines ganz normalen Schlosserhammers, siehe auch Youtube.

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Gast schrieb:

Zur Modifikation von handelsüblichen Patronen gibt es doch viele sehr einfache Verfahren, das einfachste ist m.E. die Verwendung eines Entladehammers und eines ganz normalen Schlosserhammers, siehe auch Youtube.

Daß dies NICHT geschah, spricht doch ebenfalls für einen Laien wie AD. Mehr muß man da doch nicht diskutieren.

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GR schrieb:

Explizit schreibt er von einem "der Fundsituation vergleichbaren Spurenbild" auf Seite 37. Bei der Primitiv-Version wäre von zunehmenden Partikelgrößen / Partikelzahlen aber auszugehen gewesen. Bei sparsamer, additiver Befüllung eines formstabilen Dämpfers handelsüblicher - oder eigener Konstruktion - ist auch eine Abnahme von Partikeln jedenfalls für mich denkbar.

Denkbar oder nicht denkbar... hier geht es um (NEUE!) Beweise(!), die beigebracht werden müßten.
Die sehe ich nicht.

Winkelsdorf ist auf S. 37 bereits bei seiner Bewertung und schreibt:
"Hier wäre mit einer deutlich stärkeren Ausbringung von PUR-Partikeln zu rechnen, insbesondere an der Schützenposition selbst. Auch die zusammenhängenden Schleimbildungen von PUR-Schaum wären in Richtung Ziel dabei zu erwarten und zweifelsfrei feststellbar gewesen.
(...)
Die Spuren von PUR-Partikeln an der Schützenposition war dabei minimal, wo hingegen sich am Ziel eine Spurenlage zeigte, die eine deutliche Ähnlichkeit mit den Anhaftungen von PUR-Partikeln an den Leichnamen der Opfer Klaus und Petra Toll aufwies:
Da sich die Dichtscheiben im Schalldämpfer nach Passieren des Projektils wieder schließen und der Großteil des eingebrachten PUR-Materials radial zur Schussrichtung im Dämpfer verteilt, kommt es zu einer deutlich feineren Verteilung von ausgeblasenen PUR-Partikeln, die zudem in ihrem Volumen überaus gering sind. "

Er bezieht sich also eindeutig auf das Spurenbild in Bezug auf die Schützenposition und die Verteilung der Partikel, nimmt aber keinerlei Bezug auf eine Zu- oder Abnahme im Geschehensverlauf, denn er hat das gar nicht festgestellt.

Zudem: Mit den "Schleimbildungen", die angeblich "zu erwarten" und hätten "zweifelsfrei feststellbar gewesen" sein müssen, bezieht er sich darauf, daß ER (!) den Bauschaum nicht aushärten ließ, was an SEINER Konstruktion (und SEINER falschen Überlegung weiter vorne (S. 19), der Bauschaum habe nicht ausgehärtet sein müssen, um den Kanal wieder zu verschießen) lag und eben, wie ich nun bereits mehrfach schrieb, in seinen Versuchen zu einer tropfenartigen Spurenlage führte, die aber eben am Tatort NICHT gegeben war.
Er widerlegt sich damit selbst!

Pfoser hatte zunächst zu wenig trocknen lassen, weswegen ihm die Flasche zerbarst. Erst nach ausreichender Trocknung funktionierte der SD und hatte er eine PartikelSTRUKTUR wie am Tatort. Winkelsdorf eben nicht!

Es ist aus meiner Sicht im Urteil nicht zweifelsfrei belegt, daß die Anzahl der Partikel im Geschehensverlauf abnahm (auch wenn dies im Urteil wie so vieles blümerant behauptet wird). Es ist aber in der Gesamtschau, auf deren Basis sich das Gericht eine Überzeugung gebildet hat, auch nicht von tragender Bedeutung.

Nochmals: Tragend ist (neben anderen Indizien), DASS Bauschaum in Funktion als selbstgebaute Schalldämpfer-Komponente am Tatort vorhanden war UND daß AD eine solche Anleitung ausgedruckt hatte, die ebenfalls Bauschaum als selbstgebaute Schalldämpfer-Komponente beschrieb.

Alleine das Verlangen, das selbst einmal zu testen (ja, ich würde es auch gerne probieren), nämlich authentischer/besser als Cachée, spricht doch Bände, wie wenig überzeugend seine "Beweisführung" der angeblichen "Unmöglichkeit" der Verwendung einer PET-Flasche als SD ist.
So wird es auch das WA-Gericht in Kassel sehen.

 

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Lothar Matthiessen kommentiert am So, 2014-04-13 16:23Permanenter Link

Während meines Jura-Studiums sagte einer unserer (inzwischen pensionierten und eremitierten) Uni-Profs (der damals zugleich auch eine halbe Stelle als Richter innehatte) in einer Vorlesung, wichtigste Aufgabe der Gerichte sei es, überhaupt Urteile zu sprechen, und so faktisch Recht zu schaffen, und um Rechtsunsicherheiten aus der Welt zu schaffen.

Ob die Urteile auch inhaltlich richtig und gerecht wären, sei demgegenüber sekundär.

Ganz abstrakt betrachtet ist diese Sichtweise zwar nicht falsch, aber ich fürchte, im konkreten Einzelfall könnte diese Sichtweise zu Sorglosigkeit und zu Nachlässigkeit verführen.

Bei der Polizei und bei den Staatsanwaltschaften scheint der Wunsch, Rechtsangelegenheiten überhaupt irgendwie zu erledigen und vom Tisch zu kriegen, ohnehin noch größer zu sein als bei den Gerichten.

Absolut unvoreingenommene lückenlose Aufklärung zwecks bestmöglicher Wahrheitfindung steht leider wohl nicht für Alle immer an erster Stelle.

Von daher verwundert es mich nicht, wenn es Fehlurteile und Justizirrtümer gibt.

Sehr geehrter Herr Rudolphi, 

wenn man eine Walther P38 absägt und auch noch 
einen Dichtscheiben~Schalldämpfer aus 
Dänemark montiert, fliegt die leere
Patronenhülse bestimmt nicht
5m weit die Kellertreppe
hoch ins Gebüsch neben 
die Eingangstür !

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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Im Urteil steht zum Fundort der Hülse: "im Gebüsch rechts neben der Tür legen blieb."

Das kann doch die Kellertür sein, von der da ja im Kontext auch die Rede ist auf der Seite 21, nicht von der anderen "Eingangstür" ebenerdig zum EG.

War also höchstwahrscheinlich wieder mal  nichts mit Stefflers Possen .........

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Sehr geehrter Herr Rudolphi,

vor der Kellertür ist kein Gebüsch.

Gemeint ist die Haupteingangstür
im Parterre !

Die Tatwaffe war folglich rechtsauswerfend,
wie die Heckler & Koch P8 !

Das ist Fakt !

 

MfG
Dipl.-Ing.

Ralf Steffler
Out~of~The Box Solutions
63069 Offenbach am Main

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GR schrieb:

Im Urteil steht zum Fundort der Hülse: "im Gebüsch rechts neben der Tür legen blieb."

Das kann doch die Kellertür sein, von der da ja im Kontext auch die Rede ist auf der Seite 21, nicht von der anderen "Eingangstür" ebenerdig zum EG.

War also höchstwahrscheinlich wieder mal  nichts mit Stefflers Possen .........

HALLO?? Rudolphi?? Auch SIE?? "Kann"??? MUSS! 

Liest irgendjemand hier das Urteil? An der unbenutzten Eingangstür vorbei, dann links um die Ecke ist der Zugang zum Souterrain/Keller, an dem die ersten Schüsse fielen. Rechts des überdachten Zugangs ist ein Gebüsch, in den eine einzige Hülse links abgeprallt nach rechts fiel, alle anderen während des Tatgeschehens nach links!

Im Ernst: Wenn hier niemand noch nicht einmal eine Vorstellung vom Tatort hat, bin ich hier wohl echt im falschen Forum. Sorry.

Ich hoffe, das einkopierte Bild ist hier sichtbar.

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Wenn Sie mir verraten, Herr Rudolphi, wie Sie Ihr Bild oben hier ins Forum herein bekommen haben, kann ich den Google-Earth-Screenshot hier hereinstellen, den Sie beide (!) im Internet zu finden offensichtlich nicht in der Lage sind, was ich wirklich ganz unglaublich finde.

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1. Die Grafik kopieren und dann hier einfügen.

2. Ich kann doch auch mal demnächst nach Babenhausen fahren und dort selber Bilder machen.

3. Wenn ich mal selber etwas spekulierte, dann hatte ich es immer als Spekulation kenntlich gemacht.

Ein erkennendes Tat-Gericht sollte aber echte Beweise würdigen und nicht spekulieren bzw. über eine Wiederaufnahme gemäß der StPO § 359 entscheiden, wobei hier ja vermutlich dann die Ziffer 5 infrage käme.

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@ Logiker

Übrigens, das mit dem Kellereingang um die Ecke hatte ich zwar auch vermutet, konnte aber noch kein vernünftiges Bild dazu finden.

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Und jetzt bitte mal alle Interessierte auch dieses Video sich noch ansehen mit angeblichen Originalaufnahmen aus den Ermittlungen bzw. Rekonstruktionen:

https://www.rtl-hessen.de/beitrag/wegen-laermbelaestigung-nachbar-erschi...

Es paßt eben vieles nicht zusammen in diesem Fall, denn da sehe ich nun die ebenerdige Eingangstüre zum EG, an der geschossen wird.

Darum ist dieser Fall auch m.E. doch ein klarer Fall für eine Wiederaufnahme, über den nun in Kassel entschieden werden muß.

5

Wie können Sie da eine "ebenerdige" Eingangstüre sehen?? Und: Können Sie zählen? Die Stockwerke, die der nachgestellte "Täter" hochgeht? Unglaublich.

Und anhand des FILMS (!) meinen Sie, das sei ein "klarer Fall für eine Wiederaufnahme", obwohl Sie das Urteil und den WA-Antrag haben, der auch keine neuen Beweise vorweisen kann?!

Ich bin raus. Bye.

 

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Dann zählen Sie doch selber mal nach:

Nach den Schüssen geht der fiktive Täter eine Treppe hoch zu Frau Darsow und noch eine Treppe hoch zur Tochter im Film.

Und im Urteil steht etwas von einem Souterrain, an dessen Eingang die Schüsse fielen und in dem Fenster aber doch zu sehen waren im Video, einem EG, einem 1. OG und einem 2. OG.

Also wirklich, ich kann noch zählen.

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OMG!!

Bei min. 1:44 geht er - kurz sichernd - am EG VORBEI weiter nach oben!

Erst bei min. 1:50 ist er dann dann im 1. OG bei Frau Toll und bei min. 2:05 im 2. OG bei Astrid.

Nein. Sie können noch nicht einmal zählen.

Zu so einem Quatsch habe ich echt keine Lust mehr.

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Nachtrag: Der Screenshot war von mir, hatte vergessen, meine Daten einzutragen.
Auf die völlig inhaltsleer behauptende Beschimpfung von Peppermint unten antworte ich nicht.

Zu der angeblichen "Problematik", ob Überschall oder nicht, hatte ich bereits oben geantwortet und auch in der Folge noch einiges dazu geschrieben.

Von meiner Seite ist alles gesagt.
Es könnte bei Interesse gelesen werden.

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Aber diese Eingangs-Türe wurde auch nicht geschlossen nach den ersten zwei Schüssen, wie es im Urteil auf Seite 22 beschrieben ist, die 6 Schüsse erfolgten fast ohne Pause, Zeitpunkt im Video ab 1:30.

Eine solche Türe dämpft aber selbst geschlossen doch nur relativ wenig.

Ihre Interpretation ist jedenfalls auch nicht eindeutig und zwingend, auch was noch die Spurenlage der ausgeworfenen Patronen dann angeht bei dieser versuchten Rekonstruktion vor Ort.

Und vom PET-Schalldämpfer ganz zu schweigen bei dieser gezeigten "Rekonstruktion" vor Ort mit dieser primitiven Ausführung eines SD.
 

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GR kommentiert am Mo, 2018-06-25 16:20 Permanenter Link  
@ Logiker
Zu kritisieren ist aus meiner Sicht, daß es keine plausible Reproduktion des ganzen Tatgeschehens gab, die sich mit allen Spuren auch in Einklang bringen ließ.

GR kommentiert am Mo, 2018-06-25 17:25Permanenter Link Aber mit Winkelsdorf erklärt sich die Abnahme von PUR-Partikeln von den ersten Schüssen auf Herrn Toll zu den anschließenden auf Frau Toll bis hin zu den letzten auf die Tochter und auch noch die Zeugenwahrnehmungen zweier Schüsse.

Mit einer PET-Flasche als Dämpfer und mit Bauschaum  jedenfalls wäre das Spurenbild überhaupt nicht zu realisieren gewesen.

GR kommentiert am Mi, 2018-06-13 21:46 Permanenter Link

Bei einer Walther P5 beträgt die Lauflänge…, … die P38 hat 127mm…

Müßte halt auch noch mal getestet werden, um das zu verifizieren

Das wäre aber doch wohl – und zwar vor Anklageerhebung und Verurteilung – originäre, hoheitliche Aufgabe gewesen, zumal die Tatmunition bekannt war. Und, aus welchen Gründern auch immer, die sich zwingend aufdrängenden (allgemeinen) Folgen: Überschallmunition > Überschallgeschwindigkeit > nicht dämpfbarer Geschoss-/Überschallknall

NICHT  bedacht wurden. Davon losgelöste Wege zur Verhinderung des Geschossknalls haben ja die GA der WA-V (!) aufgezeigt.

Nur: Aus dem Urteil ergibt sich, dass es das LG Darmstadt (nebst polizeilicher und sonstiger SV) tatsächlich „geschafft“ hat, Herrn Darsow ein rund 25-Jahre-Ticket auszustellen, ohne auch nur zu erkennen, dass es sich bei der Tatmunition um Überschallmunition handelt.

Und das ist aus meiner Sicht, ohne dass es auch nur auf das (logische) WA-Vorbringen nebst (logischer) GA weiter ankommt, schon ein (Justiz-) Skandal.

Noch schlimmer: Von den eigenen Versäumnissen abzulenken und diejenigen, die diese hoheitlichen Defizite nachträglich ausbügeln, zu „kritisieren“. Für mich das schwarze Sahnehäubchen an Verkommenheit auf dem Rücken von Herrn Darsow nebst Familie obendrauf:

Logiker kommentiert am So, 2018-06-24 21:50Permanenter Link

… Sollte jemand das GA von Winkelsdorf dennoch in irgendeiner Weise für beweiskräftig halten, bitte ich um sachliche Argumentation FÜR dieses GA.

Ansonsten gäbe es noch einiges am Cachée-GA zu zweifeln..

Schämt sich keiner?

Peppermint Patty schrieb:

Schämt sich keiner?

 

Diese Frage müssen Sie doch an die richten, die auch eine Verantwortung dafür tragen.

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