Nach Mollath und Peggy ein weiteres Fehlurteil? - Der Doppelmord in Babenhausen

von Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg, veröffentlicht am 12.04.2014
Rechtsgebiete: StrafrechtStrafverfahrensrecht1325|81201 Aufrufe

Die Strafjustiz ist in jüngster Zeit nicht nur, aber vorallem durch den Fall Mollath und durch das in dieser Woche begonnene Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy stark ins Gerede gekommen. Und schon gerät ein weiterer Fall wegen eines möglicherweise falschen Indizienurteils in den Fokus der Öffentlichkeit .

Für einen eiskalten Doppelmord an seinen auch nachts herumschreienden Nachbarn wurde Andreas D. vom Landgericht Darmstadt im Juli 2011 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Verurteilte leugnet die Tat, seine Frau kämpft gemeinsam mit ihm Aufopferung voll um die Wiederaufnahme.

Zwischenzeitlich greifen die Medien auch diesen Fall auf. Es zeigen sich erhebliche Ungereimtheiten, die hoffentlich bald aufgeklärt werden können.

Das ZDF berichtete in der Serie 37 Grad:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2119408/Mein-Mann-ist-kein-Moerder?bc=sts;stt&flash=off

Zur Homepage der Ehefrau mit dem Urteil zum Download: 

http://www.doppelmord-babenhausen.de/Urteil.htm

Medienberichte:

www.google.com/search?q=Doppelmord+in+Babenhausen

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1325 Kommentare

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Sie geehrter Herr Lippke, wenn hier einer rumeiert, dann sind Sie das ! Ich eier nicht rum ! Wie man eine statische IP~Adresse konfiguriert, können Sie beispielsweise in der Bedienungsanleitung des Speedport nachlesen. Der Speedport ist der Standard~Router der Deutschen Telekom. Bei der im Urteil genannten Class A IP~Adresse handelt es sich ausweislich um eine DIP (dynamische IP~Adresse). Diese kann nur über das DHCP Protokoll rein zufällig bezogen werden. Wer diese IP~Adresse im Februar 2009 für kurze Zeit (max. 1 Tag) im Besitz hatte, ist nicht nachvollziehbar. Es kommen theoretisch über 10 Millionen PCs in Frage. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, die Class A IP~Adresse sei statisch und gehöre der Firma Aumann ist also unwahr und widerlegt. Im Übrigen war auf keinem PC der Firma Aumann Service Pack 2 installiert. Überdies ist der Bau eines praktisch unkaputtbaren PET~Schalldämpfers technisch völlig unmöglich. Beweis: 4 Zeugen, die am Tatmorgen durch 2 extrem laute Schüsse aufwachten.  Laut Gutachten des Dr. Bux schloß Klaus Tols Mörder nach dem zweiten Schuß einfach die Kellertür, damit nicht ganz Babenhausen von den 10 Schüssen aufwacht.  MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler   

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"Wer diese IP~Adresse im Februar 2009 für kurze Zeit (max. 1 Tag) im Besitz hatte, ist nicht nachvollziehbar."

Das hatte ich auch am Urteil kritisiert. Als objektives Beweisstück hätte, ob dynamische oder (pseudo-)statische IP-Adresse, das Protokoll vom Tag des Abrufs dienen müssen und nicht ein pauschaler Verweis auf unspezifizierte Auskünfte oder Listeneinträge mit dem Ergebnis "IP-Adresse = Fa. Aumann". Die Behauptung, dass die IP-Adresse der Fa. Aumann gehöre, wäre tatsächlich falsch, unwahr und wohl auch jederzeit widerlegbar. Nur beherrschen Juristen eben eine eigenwillige Fähigkeit zur Präzision durch nachträgliche Auslegung, so dass der Passus "gehört der Fa. Aumann" eben das temporäre Nutzungsrecht meinen wird und nicht ein Eigentums- oder Besitzrecht.

"Im Übrigen war auf keinem PC der Firma Aumann Service Pack 2 installiert."

Demnach hätte der IT-Sachverständige die Unwahrheit erklärt oder wäre im Urteil falsch wiedergegeben. Worauf beruht Ihr alternatives Wissen? Geben Sie doch Quellen an und tun nicht so, als wären "Ihre Beweise" offenkundig zu finden.

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Sehr geehrter Herr Lippke, die Prozeßtage wurden in der Offenbach Post protokolliert. Am 12. Prozeßtag schreibt die Gerichtsreporterin: "Auch bei diesen acht Rechnern konnte er [ein junger IT~Spezialist der Polizei]  ausschließen, dass mit ihnen auf die Schweizer Schalldämpfer-Internetseite zugegriffen wurde: „Die IP-Spuren deuten ganz klar darauf hin, dass der Zugriff über einen Computer mit XP-Betriebssystem, Internet Explorer 6 und dem Service Pack 2 stattfand. Das ist bei allen Rechnern, die es in der Firma gibt, nicht der Fall, ..." Zitat Ende ! --- Die Kripo hatte ausreichend Zeit nach dem 17.04.2009 den Arbeitsplatz~PC des Andreas Darsow zu beschlagnahmen. Stattdesen hat sie Andreas Darsow vorgeworfen, den Arbeitsplatz~PC im Juni 2009 verschrottet zu haben. Andreas Darsow konnte als einfacher Benutzer kein Service Pack 2 installieren. Am 12. Prozeßtag sagte auch ein Zeuge aus, daß Klaus Toll hohe Schulden bei den Hells Angels hatte. Die Behauptung Klaus Toll sei moregns bei Eiseskälte in der Dunkelheit durch Babenhausen gejoggt, ist leicht widerlegbarer Quatsch. Also, wo fuhr Klaus Toll morgens um 4 Uhr hin ? Mein Gehiem~Tip: "Maison de la Rose" MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Sehr geehrter Herr Lippke, auch ich gebe Ihnen nun einen Tipp: Lesen Sie bitte den ganzen Artikel von op-online.de zum 12. Verhandlungstag unter diesem Link: https://www.op-online.de/region/babenhausen/hatte-mordopfer-aerger-rocke...

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ ist eine Redewendung, die dem russischen Politiker Lenin zugeschrieben wird, laut WP.

Dann darf ich ihn hier doch damit auch zitieren.

GR

Sehr geehrter Herr Lippke, der Systemadministrator hatte laut Gerichtsprotokoll vom 12. Prozeßtag im Jahr 2011 immer noch kein Service Pack 2 installiert. Das Service Pack 2 enthält eine zu konfigurierende Firewall. An sowas erinnert man sich als Systemadministrator. Es ist also der Beweis erbracht, daß von der Firma Aumann aus, niemand auf die Bauanleitung zugegriffen und diese ausgedruckt hat. Die Brösel stammen laut Gutachten des Dr. Bux und Zeugnis des KOK Loeb aus der Wand !  MfG Dipl.-Ing. Ralf  

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Noch einmal der Reihe nach:

Die Telekom bietet im Business-Bereich seit Längerem auch ADSL-Verträge mit statischer IP an. Bei älteren Verträgen war wohl hierzu online im Kundencenter "feste IP-Adresse" per Mausklick zu aktivieren und im DSL-Router dann durch geänderte Benutzerkennung und Token diese Anforderung zu bestätigen. Die geänderte Benutzerkennung aktiviert netzseitig die Zuweisung der statischen IP-Adresse. Die einmal erhaltene statische IP-Adresse kann auf andere Verträge/Anschlüsse einfach übertragen werden. Bei den aktuellen Verträgen erfolgt bei statischer IP-Adresse eine automatische Zuweisung während des Verbindungsaufbaus. Diese darf nicht im Router eingetragen werden! Quelle: https://geschaeftskunden.telekom.de/blobCache/umn/uti/357348_1504260048000/blobBinary/Mitnahme-feste-IP.pdf

Die IP-Adresse im Urteil kann dem WAN-Anschluss der Fa. Aumann zum entsprechenden Zeitpunkt dynamisch oder pseudo-statisch zugewiesen worden sein. Diese Zuordnung "IP-Adresse - Fa.Aumann zum Zeitpunkt x" kann aber auch falsch sein. Bisher habe ich für beide Varianten weder einen eindeutigen Beweis noch eine Widerlegung gesehen.

Die Aussage: "Im Übrigen war auf keinem PC der Firma Aumann Service Pack 2 installiert." stimmt nicht mit dem Bericht zum 12.HV-Tag überein. Dazu berichtet op-online.de zu Aussagen des Gutachters des Kommisariats:

„Die IP-Spuren deuten ganz klar darauf hin, dass der Zugriff über einen Computer mit XP-Betriebssystem, Internet Explorer 6 und dem Service Pack 2 stattfand. Das ist bei allen Rechnern, die es in der Firma gibt, nicht der Fall, auch nicht zum fraglichen Zeitpunkt im Jahr 2009.“ Per Ausschlussverfahren müsse es sich demnach um einen Computer handeln, der nicht gesichert wurde – also möglicherweise der von Andreas D., den er im Mai 2009 hat austauschen lassen.   

Beide Aussagen (Steffi vs. Gutachter) sind also Spekulationen und ungenaue Angaben nach dem prinzipiell gleichen Muster mit einem untauglichen Ausschlussverfahren. "Ausschließen" heißt in einem Beweisverfahren nachweislich als unmöglich beweisen und nicht "für unwahrscheinlich oder unüblich halten". Das Urteil basiert also auf der gleichen spekulativen Methodik, mit der steffi hier seine Gewissheiten verbreitet. Beides ist gleichermaßen ein Problem für die Wahrheitsfindung. Die Qualität der IT-Untersuchung erinnert mich stark an die Untauglichkeit der Ermittlungen zum Praxissystem im WAV zu Mollath. Wenn es zu einer Wiederaufnahme entsprechend dem gestellten Antrag kommt, dann sollte der IT-Komplex genauer durchleuchtet werden.

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Sehr geehrter Her Lippke, was heute im Rahmen des neuen IP~Protokolls der Version 6 möglich ist, war im Februar 2009 garantiert noch nicht möglich. Kennen Sie den Unterschied zwischen IP Version 4 und IP~Version 6 ? Vermutlich nicht! Ein DSL~Router aus dem Jahr 2009 kann kein IP der Version 6, das heute bei neuen IP~Anschlüssen verwendet wird ! Man braucht also einen nagelneuen Router aus dem jahr 2017 oder 2018 ! Im Jahr 2009 mußten statische IP~Adressen zusammen mit der T-Online~Nummer im Router manuell  eingetragen werden. Bei Cisco~Routern war das äußerst kompliziert, zu programmieren. Die streitgegenständliche hochdynamische Class A~ IP~Adresse  der IP~Version 4 können Sie trotzdem nicht statisch zugewiesen bekommen, weil sich diese ausweislich im DIP~Pool der Telekom befindet. Der Sytemadministrator der Firma Aumann hat auf keinem PC der Firma Aumann Service Pack 2 installiert. Das ist Fakt !  Es ist also technisch völlig ausgeschlossen, daß Andreas Darsow im Jahr 2009 mit dem Internet Explorer 6 die Bauanleitung im Pdf~Format gelesen und ausgedruckt hat. Ausgeschlossen ist auch, daß ein mit Bauschaum befüllter PET~Schalldämpfer 10 Schuß standhält.  MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler 

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Es geht hier um IPv4-Adressen. Diese wurden bereits in den alten Business-Verträgen vom Kunden selbst über das Online-Menue auf statisch umgestellt. Mittels geänderter Benutzerkennung ala "festeip/xxx@provider.de" und dem erhaltenen Token wurde der Router im Routermenue umgestellt. Dazu gibt es Anleitungen und Userpost aus der Zeit 2009/2010.

Wenn nicht bekannt ist, dass in der Firma ein Cisco-Router zum Einsatz kam, ist der Hinweis auf eine "äußerst komplizierte" Programmierung uninteressant. 

Die Dynamik oder Wechselfreude einer IP-Adresse ergibt sich nicht aus ihr selbst oder der Zugehörigkeit zu einem statischen Pool der "Hochdynamischen IPler", sondern aus der zugeordneten Lease-Time, die durch DHCP-Refresh vom Server der Telekom bis unendlich verlängert werden kann. Die Auskunft "statische IP-Adresse" kam doch von der Telekom, oder?

Dass ein PC mit Servicepack 2 über den WAN-Anschluss auf die Anleitung zugriff, wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Admin das Servicepack nicht selbst installiert hat. Wenn ein noch unbekannter Rechner mit Servicepack 2 im LAN angeschlossen wurde oder über VPN o.ä. von außen auf das LAN zugreifen konnte, dann konnte sicher auch auf die Userdaten des Verurteilten zugegriffen werden. Das Passwort "dw" oder so ähnlich ist unsicher und war wohl allgemein bekannt. Es ist damit also technisch nicht ausgeschlossen, dass der Verurteilte oder ein Anderer über den Account auf die Anleitung zugegriffen hat.

Ob ein PET-Schalldämpfer 10 Schuss aushält ist offenbar umstritten. Das mag unmöglich, unwahrscheinlich oder denkbar erscheinen. Die Behauptung aber beweiskräftig auszuschließen, ist sicherlich nicht so einfach. Wenn dagegen gar kein PET-Schalldämpfer zum Einsatz kam, ist die gesamte Indizienkonstruktion zu Tatvorbereitung und Tatablauf hinfällig. Da Sie, Herr Steffler, davon ausgehen, dass gar kein PET-SD zum Einsatz kam, sollten Sie sich auf den echten Beweis bzw. Ausschluss dieses Indizes konzentrieren.   

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An alle, ~Zitat POK Degen laut Urteil ~ "Darüber hinaus habe sich im Eingangsbereich des Souterrains ein Wandeinschuss befunden, 

bei dem ein verschmauchtes Schaumstoffteil eingeklemmt gewesen sei, bevor es während der Untersuchungen heruntergefallen sei und auf dem Boden gelegen habe.“

MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Daraus kann ja auch geschlossen werden, daß ein solches "verschmauchtes Schaumstoffteil" sich dort infolge eines Schusses bei der Tat befunden hatte, und nicht schon bereits vorher dort vorhanden war.

SV Cachée hat sich bei seinen Beschusstests u.a. auch an die Silencer-Befestigungs-Vorgabe, „Adapter“, gehalten (vgl. Anlage 2 zum WA-Gesuch HGA Cachée S. 7, 8, 16, 17; EGA Cachée Anlage 4 S. 5). An der Bauteilverbindung PET-Flasche-P38 traten dementsprechend keine Schwierigkeiten auf.
 
SV Pfosers Marke-Eigenbau (sui generis) dürfte mit der Silencer-Vorgabe nicht viel zu tun haben, und dieser vielmehr sogar ausdrücklich zuwiderlaufen. Diese, von der Silencer-Anleitung gravierende Abweichung kann man m. E. gut nachvollziehen, wenn man das ominöse BKA-Video (Anlage 1 zum WA-Gesuch, insbesondere Clip 2 mit sich ablösender Verschlusskappe bei Min. 1:08 – 1:11) mit der gemäß Silencer-Bauanleitungsseite hergestellten Adapter-Version vergleicht (bspw. Standbild 7, S. 24 im HGA Cachée).   Dass es bei den von der WAV durchgeführten (umfangreichen) Beschusstests regelmäßig zum Zerreißen des PET-Flaschenbodens sowie (bauschaumbedingt) zum Auftreten von Ladehemmungen gekommen ist, ist dem zusammengeschnittenen BKA-Mischmasch-Video mit roten bzw. weißen Verschlusskappen bzw. (höchst) unterschiedlichen Bauschaumbefüllmengen im illustren Potpourri aus freihändiger bzw. eingespannter Schussweise – aus welchen Gründen auch immer - jedenfalls nicht zu entnehmen.   „(…) in obiger Sache übersende ich (…) in der Anlage die DVD mit dem Video des Beschusstests. Weitere schriftliche Äußerungen des Gutachters liegen dem BKA nicht vor.“ (vgl. Schreiben der StA Darmstadt vom 15.12.2015, in der Anlage 1 am Anfang des Clips; UA S. 118: „Bei den Schusstests mit dem danach gebauten Schalldämpfer seien unter anderem 10 Schüsse per Video festgehalten worden, wobei die ersten 5 Schüsse eingespannt und die weiteren 5 Schüsse freihändig abgegeben worden seien. Es seien aber auch noch 10 weitere Schüsse abgegeben worden, die nicht per Video gefilmt worden seien.“)   Fazit:
Eine authentische Rekonstruktion, die einen Laien wie den Verurteilten in die Lage versetzt haben soll, einen PET-SD Marke-Eigenbau gemäß Silencer-Bauanleitungsseite (Adapter, s. o.), die sich per se bereits an waffenerfahrene Personen mit „Handwerklichem Geschick“ richtete, herzustellen, ist u.a. ausweislich des Urteils (UA S. 118, 121, 122) nicht erfolgt. Statt dessen wurde von Pfoser eine über den Silencer-Bauanleitungsanspruch hinausgehende, abweichende („Zwischenstück“, UA S. 118) Konstruktion hergestellt, wobei die Behauptung   UA S. 122: „Die Tests (…)  seien, so der Sachverständige Pfoser weiter (…) entsprechend der Anleitung mit einem sogenannten Kabelbinder bzw. einer „Schlauchschelle“ genannt, der eine Art Klemme darstelle und überall bei haushaltsüblichen Waren zu erwerben sei, befestigt gewesen. Dies „sei durch jeden Laien möglich“, da dies kein handwerkliches Geschick voraussetze. Aufgrund der Tests mit den Originalverschlüssen habe sich vielmehr ergeben, dass 10 Schussabgaben hintereinander mit einer derartig einfachen Befestigung durch eine Schlauchschelle unproblematisch möglich seien, ohne dass die mit Bauschaum gefüllte PET-Flasche abfiele.“   im Urteil nicht weiter spezifiziert und nachvollziehbar belegt wird. Geschweige denn auf dem geheimnisvollen, nachträglich aufgetauchten BKA-Video ersichtlich wäre. Ganz großes Kino.  

Name kommentiert am Di, 2014-04-15 00:48 PERMANENTER LINK
Laperouse schrieb:
Die Wahrheit ist nicht allen angenehm!
Sie machen immer noch den gleichen Fehler: Sie halten das, was im Urteil steht, für die Wahrheit.
Wenn nun aber die Wahrheit ist, dass das BKA gar keine Versuchsreihe mit Kabelbindern oder Schellen durchgeführt hat?
Es wäre nicht der einzige Fall, dass im Urteil die Unwahrheit oder frei Erfundenes und Zusammenphantasiertes steht - siehe meine o.a. keineswegs vollständige Aufzählung.
Strate sagte im ZDF-Bericht zur Ehefrau des Verurteilten: "ich sage nicht, dass Ihr Mann unschuldig ist, aber so hätte er nicht verurteilt werden dürfen".
Auf den Punkt gebracht.

Zitatende Name

 

Mit welchem Verbindungsstück oder Adapter Pfoser selbst "den bzw. einen" Schalldämpfer nachgebaut und für seine Tests im Gutachten verwendet hatte, dazu werden im Urteil keine bzw. widersprüchliche Angaben gemacht. Es bleibt sogar fraglich, ob Pfosers Konstruktion "entsprechend einer bzw. der Bauanleitung eines bzw. des PDF-Dokuments der Internetseite" (S. 118 UA mit meiner Hervorhebung) ausgeführt wurde.

 

https://www.rtl-hessen.de/beitrag/wegen-laermbelaestigung-nachbar-erschiesst-ehepaar-in-babenhausen

Sog. Tatrekonstruktion (Originalaufnahmen)/Rauchende Colts/Slapstick in Babenhausen: „dilettantisch“ (UA S. 121): Min. 3:55 – 4:43; Min. 1:30 – 2:14

Fest steht, dass es sich bei der hier eingestellten Sliencer-Seite um die echte „Bauanleitungsseite“ handelt: „PET - Flasche als Schalldämpfer?“ (…) Es ist jedoch möglich, mit Handwerklichem Geschick“ usw.: Min. 5:02 – 5:07

Hinweis RA Lang, das Tatgericht habe den Systemadmi. („Waffennarr“) für den Zugriff ausgeschlossen, da dieser keinen Bezug zur Opferfamilie gehabt habe: Min. 5:08 – 05:32

Logo: Ohne die Trümpfe um die Silencer-Kette wäre das Spiel mit den ganz überwiegenden Restluschen auf der Hand (bspw. „Nachtat“verhalten: kecke Kontaktaufnahme zum Versicherungsmakler wegen Rechtsschutz (UA S. 259), verdächtiger Kontakt zu RA (UA S. 260), Internet-Recherchen „DNA“ usw. (UA S. 262)) zum Scheitern verurteilt gewesen. Das konnte man den südhessischen Ermittlern, die ja nicht allzu lange Zeit zuvor – trotz POK Loebs Auftritt bei XY – einen Mord in der gleichen Straße nicht aufklären konnten, nun wirklich nicht noch einmal antun.

Lieber Peppermint Patty, 

Klaus Toll wurde im kalten Kellerflur erschossen, nicht im Erdgeschoß ! Im Urteil heißt es, Klaus Toll habe die Haupteingangstür nie benutzt, sondern sei immer durch die Kellertür. Nach dem zweiten Schuß schloß Klaus Tolls Mörder laut Gutachten des Dr. Bux die Kellertür, damit nicht ganz Babenhausen von den 10 Schüssen aufwacht. Durch die weiteren 4 Schüsse im engen Kellerflur ist Klaus Tolls Mörder dann das rechte Tromelfell geplatzt. Die Knallgeräusche im kalten Keller hatten über 160 phon. Die Bauschaum~Brösel  stammen aus der Kellerwand, in die ein Projektil ihren Weg fand ! MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Hallo Kolos,

die Schmauchspuren waren nicht identisch. Ebenso könnte man behaupten,
eine Schinken~Pizza und eine Salami~Pizza seien 
identisch. MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Hallo. Ihre ganz private Meinung. Doch das war das Ergebnis der Beweisaufnahme. Um bei Ihren Worten zu bleiben, hatte man am Tatort eine halbe Schinken-Pizza gefunden und beim Angeklagten eine halbe Salami-Pizza. Die Sachverständigen kamen zu dem Ergebnis, dass beide Hälften zu ein und derselben Pizza gehören und die Kammer folgte ihnen.

Für eine Urteilskritik, die sich in etwa an der Revision halten sollte, stellt sich die Frage, ob dieses Ergebnis im Urteil nachvollziehbar dargestellt ist.

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In memoriam an „tot ist tot” und
Waldemar Robert Kolos kommentiert am Sa, 2018-07-14 17:58 PERMANENTER LINK
„Denn Sie behaupten, es käme im Urteil nicht auf die Verwendung der PET-Flasche als Schalldämpfer an, sondern nur auf die Verwendung des Bauschaums. Obwohl ich Ihnen nur einige von vielen Stellen aus dem Urteil zitiert habe, die Ihr Verständnis des Urteils insoweit widerlegen, halten Sie weiter verkrampft und unbegründet daran fest.“
mutmaße ich, würde hierzu der Wegdrück-„Einwand“ erhoben: Pizza ist Pizza! Logo.

Ab Seite 171/172 geht es um "die weitere Tatsache, dass an vier verschiedenen Gegenständen, die im Anwesen des Angeklagten an drei unterschiedlichen Orten sichergestellt wurden, Schmauchpartikel angetragen waren, die in ihrer Elementkombination mit denen übereinstimmten, die am Tatort festgestellt wurden". Ihre Identität ergebe "sich aus den Gutachten der Sachverständigen Dr. Schulze und Dr. Schuhmacher. Untersucht worden sei ein Bundeswehrhemd bzw. -jacke, eine Bundeswehrhose, zwei Paar Arbeitshandschuhe und ein Pulsmesser auf Schmauchspuren. "Um Vergleichsmaterial zu erhalten, sei aus den am Tatort gefundenen Hülsen Referenzmaterial entnommen worden, das Schmauchspurpartikel mit der Elementkombination Blei, Barium, Antimon und Aluminium aufgewiesen habe." Beide Sachverständigen hätten übereinstimmend bekundet, dass auf den untersuchten Gegenständen des Angeklagten gefundene Schmauchspuren mit denen vom Tatort identisch seien - "definitiv", "ohne wen und aber", "zweifelsfrei" (so Dr. Schuhmacher). Dr. Schuhmacher habe sein Ergebnis vor allem auf das im Schmauch enthaltene Aluminium begründet, "da dies im Anzündsatz enthalten sei".

Das ist das zusammengefasste Ergebnis und danach führt das Urteil zu den Details aus. Hierzu meine Aufstellung in wörtlicher Zusammenfassung von Seiten 174-176:

Bundeswehrhose:
1) rechte Hosentasche - wenige Partikel bestehend aus Blei, Barium und Antimon, und nur eins davon zusätzlich mit Aluminium (S. 174 UA),
2a) rechte Beintasche - wenige Partikel, bestehend aus Blei, Barium, Antimon und Aluminium (S. 174 UA),
2b) rechte Aufsatztasche - einige Partikel mit Blei, Antimon und Barium sowie Aluminium (S. 173 UA),
3) Außenseite des rechten vorderen Oberschenkels in Höhe des Knies - zahlreiche Partikel mit Blei, Barium, Antimon und teilweise zusätzlich mit Aluminium (S. 174 UA).

Bundeswehrhemd:
ein einzelnes Partikel mit der hier vorliegenden Zusammensetzung aus Blei, Barium, Antimon und Aluminium (S. 174 UA)

Handschuhe:
1) Außenseite zwischen Daumen und Zeigefinger an einem Handschuh - einige Partikel mit Blei, Barium, Antimon und zum Teil auch Aluminium sowie weitere bleihaltige Teilchen (S. 175, 2. Abs. UA),
2) rechter Handschuh - ein einzelnes Teilchen mit Blei, Antimon, Barium und Aluminium (S. 175, 2. Abs. UA),
3) an einem Handschuh am Handrücken - wenige Partikel von Blei, Barium, Antimon und Aluminium (S. 176, 1. Abs. UA).

Pulsmesser:
ein Partikel "aus Blei, Barium, Antimon und zum Teil auch Aluminium" (S. 176, 2. Abs. UA)

Soweit scheint das Beweisergebnis mit dem Schmauch-Fund nachvollziehbar. Das Referenzmaterial soll Schmauch in der chemischen Zusammensetzung Blei, Barium, Antimon und Aluminium gewesen sein und gefunden wurden Schmauchpartikel mit gleicher Elementkombination. Ungewöhnlich ist nur die geringe Anzahl der Partikel für eine Schmauchspur, die bei Schussabgabe auf den Schützen übertragen wird. Sie wird in den nachfolgenden Ausführungen als "eine sogenannte Sekundärspurübertragung" (S. 176 UA). nachvollziehbar erklärt.

Und dann kommt auf einmal Kalium ins Spiel:

"Gegen die Feststellung der Kammer, dass es sich bei den Spuren an den untersuchten Gegenständen, die beim Angeklagten sichergestellt wurden, um Spuren mit einer solchen Elementskombination handelt, die derjenigen der am Tatort aufgefundenen Schmauchspuren, also namentlich denen von den Hülsen der (Tat-) Munition der Marke Poongsan Metal Company, spricht auch nicht, dass neben den genannten Elementen zusätzlich Kalium gefunden wurde." (S. 177 UA)

Es wird nicht ausgeführt, an welchen und wie vielen Partikeln genau Kalium gefunden wurde. Es geht nur darum, dass Kalium im Schmauch nichts daran ändert, dass es Schmauch ist.

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Ja~Ja, Schnaps ist Schnaps und Schmauch ist Schmauch ? Schmauch der Tamunition enthält als Hauptbestandteil Messing, das sich in den Zügen abreibt. Jäger sprechen vom Mündungsgold. Die Messing~Legierung ist weltweit einzigartig. Das bißchen Aluminium aus dem Zünder kann sich kaum im Schmauch befunden haben, weil es mit der leeren Patronenhülse ausgeworfen wird. Das ist so wie bei einer Feuerwerksrakte. Die winzigen Mengen an Aluminium sind im Schmauch praktisch nicht nachweisbar. Neben Kalium hat man an der Bundeswehrkleidung auch Schwarzpulver gefunden. Typisch für die Panzerfaust. MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Das Bundeswehrhemd taucht in den Feststellungen (UA S. 31) nicht auf.

Die „Umwelteinflüsse“ (UA S. 177, 178) für das plötzliche Hinzutreten von Kalium zu der mit dem Referenzmaterial übereinstimmenden (seltenen 1/6) Blei, Barium, Antimon, Aluminium Elementarkombination bleiben genauso geheim wie das der „Sekundärspurübertragung“ an einem „unbekannt gebliebenen Ort“ (UA S. 18) betriebene PET-SD-Testschießen. Hauptsache (UA S. 177): „… Vielmehr bleibe kein Zweifel daran, dass es sich aufgrund der sonstigen Zusammensetzung eindeutig um eine Schmauchspur handele, da die sonstigen Elemente zweifelfrei nur für Schmauchspuren festgestellt werden könnten und auch im vorliegenden Fall festgestellt worden seien.“

In den Feststellungen (UA S. 18) ist indes insoweit wiederum nur von „den Hauptbestandteilen Blei, Barium und Antimon sowie dem Nebenbestandteil Aluminium“ die Rede - ohne den späteren ("sonstigen") Störenfried „Kalium“ zu erwähnen.

Warum der vermeintliche SV Pfoser unter Berücksichtigung des geheim gebliebenen Testschießens nur 10 – in wie auch immer gearteter (Zwischenstück-) Weise – und nicht wenigstens 12 Schüsse „nachgestellt“ hat/haben will, gibt gleichfalls weiterhin Rätsel auf.

Lieber Peppermint Patty,

der Schußwaffenexperte Pfoser hat die Testschüsse 
ohne 20cm langes Zwischenstück nicht 
aufgezeichnet, weil die PET~Flasche 
immer explodierte. 

Pfoser verlängerte dann einfach den Pistolenlauf,
nachdem ein Gewinde aufgedreht worden war. 

Dadurch wurden die Testschüsse noch lauter.

Die Bauschaumbrösel, im Urteil auch als "Schaumstoffpartikel"
bezeichnet, stammen aus der Kellerwand, in die beim 
dritten Schuß geschossen wurde.

Wenn man in eine Kellerwand schießt, 
geht diese kaputt.

Die Schmauchspuren auf der Bundeswehrkleidung 
können nicht von der Tatmunition stammen.

Es fehlen die Messingpartikel !

MfG
RS 

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Waldemar Robert Kolos kommentiert am Di, 2018-07-17 18:53 Permanenter Link

„Es bleibt sogar fraglich, ob Pfosers Konstruktion "entsprechend einer bzw. der Bauanleitung eines bzw. des PDF-Dokuments der Internetseite" (S. 118 UA mit meiner Hervorhebung) ausgeführt wurde.“

Bei dem Rumgeeiere „entsprechend einer bzw. der Bauanleitung eines bzw. des PDF-Dokuments der Internetseite" (S. 118 UA) könnte sich um ein Zeichen eines (schlechten) (Rest-) Gewissen handeln.

Sehr geehrter Herr Rudolphi, wenn Sie eine Schinken~Pizza für identisch mit einer Salami~Pizza halten, dann können Sie auch behaupten, die Schmauchspuren seien identisch. Erinnerlicherweise hat die Tatmunition als Hauptbestandteil Messing, obwohl sie PMC Bronze heißt. Auf der Bundeswehrkleidung wurden aber überhaupt keine Messingpartikel gefunden. Das ist Fakt ! Im Übrigen stammen die winzigen Brösel laut Zeugnis des KOK Loeb und des POK Degen aus der Wand, wo das dritte Projektil einschlug. Die Schüsse waren so laut, daß 4 Zeugen und Astrid Toll aufwachten. Die Tatwaffe war also nicht schallgedämpft und rechtsauswerfend. Deshalb wurden zwei leere Patronenhülsen vor der Haupteingangstür rechts vom Schützen, der vor der 3m tiefen Kellertür stand,  gefunden. MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler  

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An dieser Stelle haben Sie leider nicht sorgfältig genug das Urteil gelesen, Herr Steffi. Leider. Daher musste ich diese Informationen selbst aufarbeiten für die Staatsanwltscht. Es war nicht das dritte Projektil. Und Haupbestandteil ist auch nicht Bronze und auch nicht Messing. Wenn Sie es nochmals lesen, reden wir weiter.

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Nachgang: Bei den ganz hohen Verbrennungstemperaturen würden Messing-Legierungen auch verdampft werden und dann können die Legierungs-Elemente Kupfer und Zink nachgewiesen werden. Ist Aluminium - oder eine Aluminium-Legierung - in der Treibladung oder in den Anzündsätzen enthalten, wird auch das verdampft und kann nachgewiesen werden. Rein mechanische Aluminium-Abriebe aus Rein-Aluminium oder einer Aluminium-Legierung dagegen sind meines Wissen ebenfalls von verdampften Rein-Aluminium oder Aluminium-Legierungen noch unterscheidbar bei den Analysen von Rechtsmedizin und der LKAs und des BKA.

Aber darauf will ich mich nicht festlegen (lassen). GR

Sehr geehrter Rudolphi, die Messingpartikel werden bei den Temperaturen im Pistolenlauf garantiert nicht getrennt und fallen als sog. Mündungsgold leicht auf. Das weiß jeder Jäger ! Ich hätt' jetzt gern die Belohnung ! MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler. 

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Ihr "Mündungsgold" bleibt doch im Lauf selber an der Mündung haften! Spielen Sie m.E. lieber Lotto, als auf Belohnungen für die Aufklärung dieses Mordfalls noch weiter zu hoffen. GR

Herr Steffler, das sog. "Mündungsgold" bleibt sehr hartnäckig innen im Lauf an der Mündung und noch davor haften.

Diesen Mordfall haben Sie jedenfalls m.E. nicht aufgeklärt. GR
 

Sehr geehrter Herr Rudolphi, das sog. Mündungsgold ist Teil des Schmauches. Mündungsgold wurde an der Kleidung des Andreas Darsow aber nicht gefunden. Das ist physikalisch unmöglich. Die Verteidigung muß dem Generalstaatsanwalt von Frankfurt auch nicht den wahren Mörder auf dem silbernen Servierteller liefern. Angeblich hatte Klaus Toll hohe Schulden bei den Hells Angels und wurde seit Sept. 2008 von 2 Männern bedroht. Warum wendete sich Klaus Toll nicht vertrauensvoll an die  Polizei ? MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Nach Ihrer vorherigen Meinung noch (Mi, 2018-07-18 09:38 ) war:  "Schmauch ist alles was neben dem Projektil vorne aus dem Pistolenlauf kommt."

Das sog. "Mündungsgold" bleibt jedoch innen im Lauf eine schwer zu entfernende Anhaftung. Sorry, Mr. Steffler.

Sehr geehrter Herr Rudolphi, im Pistolenlauf werden immer Reste von Schmauch hängen bleiben. Deshalb muß der Pistolenlauf nach jedem Schießen gut gereinigt und geölt werden. Je schlechter das Waffenöl und das Messiing, desto mehr Schmauch bleibt im Pistolenlauf hängen. Ich denke aber, daß mehr Blei~Pulver hängen bleibt als Messing.  MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Was Sie nun wieder neuerdings denken, Herr Steffler, auch das ist irrelevant. Was Jäger aber selber erfahren haben beim Schießen mit diversen Langwaffen, wie mit Büchsen (Gewehren) und mit Kurzwaffen, wie mit Pistolen, mit Schälldämpfern und ohne SD, und auch noch beim Reinigen von Waffen und Schalldämpfern, hatte ich bereits öfters hier verlinkt gehabt, was Sie ja auch noch selber nachlesen können, um sich zu informieren.

Und jetzt liegt es an Ihnen, das genau(er) zu lesen zu Ihrer Information, Ende der Debatte mit Ihnen nun für mich.  GR

An alle, meine Internet~Recherche hat ergeben, daß die Mündungegeschwindigkeit der Tatmunition vom Hersteller mit einer Ungenauigkeit von 100 fps angegeben wird. 1110 fps + 100 fps = 1210 fps. Die 9mm~Überschallmunition der Marke PMC Bronze, 124 Grain hat also am Tatmorgen bei den ersten beiden Schüssen garantiert einen Überschallknall verursacht, der von 4 Zeugen wahrgenomen wurde. Laut Zeugnis des KOK Loeb und des POK Degen fiel ein verschmauchtes Brösel bei der Spurensicherung aus der Kellerwand auf den Boden. Die Behauptung dieses Brösel sei zusammen mit dem Projektil in die Wand geflogen, ist physikalisch völlig unmöglich. MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler 

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Nachtrag an alle, das Zeugnis des KOK Loeb, der zwei Tage nach dem Doppelmord gesehen hat, 
wie ein Bauschaum~Brösel bei der Spurensicherung aus der Kellerwand fiel, wird durch das rechtsmedizinische Gutachten 
des Dr. Bux  bestätigt. (Seite 23, Blatt 25) Die Bauschaum~Brösel stammen also allesamt aus der Kellerwand (6 Querschläger) ! MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Steffi kommentiert am Do, 2018-07-19 11:25 PERMANENTER LINK
Lieber Peppermint Patty,
Klaus Toll wurde im kalten Kellerflur erschossen, nicht im Erdgeschoß ! Im Urteil heißt es, Klaus Toll habe die Haupteingangstür nie benutzt, sondern sei immer durch die Kellertür. Nach dem zweiten Schuß schloß Klaus Tolls Mörder laut Gutachten des Dr. Bux die Kellertür, damit nicht ganz Babenhausen von den 10 Schüssen aufwacht. Durch die weiteren 4 Schüsse im engen Kellerflur ist Klaus Tolls Mörder dann das rechte Tromelfell geplatzt. Die Knallgeräusche im kalten Keller hatten über 160 phon. Die Bauschaum~Brösel  stammen aus der Kellerwand, in die ein Projektil ihren Weg fand ! MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler
  Lieber Steffi,
vorab zur Klarstellung (die Urteilsinszenierung an dieser Stelle ausgeklammert):
RTL-Bericht mit der eingestellten Original-„Nachstellung“:   Schussabgabe 1 außerhalb des Hauses (Kellertür geöffnet)
T betritt Keller (-Flur): Schuss 2 (Kellertür weiter geöffnet)
Weitere Schüsse 3-6 (T schließt Kellertür nicht)
T geht nach rechts und öffnet (andere) Tür
> Schnitt bei Min. 1:41
T befindet sich nun im Wohnbereich (EG), kurz sichernd
T geht Treppe hoch zum 1. OG: 2 Schüsse
T geht Treppe zum 2. OG hoch: 2 Schüsse   6 Schüsse vor bzw. im Keller (-Flur) demnach nur eine Etage unterhalb der Schüsse im 1. OG oder fehlt nach dem Öffnen der Tür rechts (und dem sich anschließenden Schnitt bei Min. 1:41) eine Sequenz, in der T nach dem Verlassen des Keller (-Flurs) bis zum Erreichen des EG-Wohnbereichs noch eine Treppe hochsteigt?
Viele Grüße nach Offenbach
PP

Steffi kommentiert am Mo, 2018-06-25 12:37 PERMANENTER LINK
„Der Keller wurde im Urteil fälschlich
als "Souterrain" bezeichnet.“
„Die Kellertür liegt etwa 3m tiefer
wie das bei einem Keller
üblich ist.“

  GR kommentiert am Di, 2018-06-26 17:25 PERMANENTER LINK
„Das Video vermittelte hier einen Eindruck, der Täter wäre nur eine einzige Treppe zu Petra Toll hochgegangen, es waren dann aber zwei gewesen.“

Zuletzt wurde auch die absurde Behauptung von "6 Querschlägern" noch hier aufgestellt (am Do, 2018-07-19 09:47 ). Nach den gebräuchlichen Definitionen für Schüsse aus Kurzwaffen, auch so in der WP (Zitat) : "Ein Querschläger ist ein Projektil [...] oder vom Ziel oder einem davor liegenden Hindernis abprallt und dann mehr oder weniger seitlich geneigt oder taumelnd mit verminderter Durchschlagskraft und meist geänderter Richtung weiterfliegt.[2]" (https://de.wikipedia.org/wiki/Querschl%C3%A4ger) gab es nur einen einzigen Querschläger, und zwar unten im Souterrain. Auch aus einem verkürzten Lauf erhält ein etwas langsameres Projektil zwingend noch Drall und überschlägt sich auch nicht nach nur wenigen Metern seiner Flugbahn in der Luft.

Wenn übrigens ein verschmauchtes Schaumstoff- / Bauschaum-Teilchen von eine Wand abfällt, müßte ja dort geschossen worden sein vor der Wand, wegen Schmauch als Indiz dafür.

Außerdem hatte die Verteidigung m.E. doch auch nicht richtig aufgepaßt wegen (Zitat):
"Ein Polizist, der als Zeuge geladen war, war gestern verhindert. Er soll deshalb beim nächsten Termin am Mittwoch, 29. August, aussagen." (https://www.op-online.de/region/babenhausen/schmauchspur-nicht-panzerfau...).  Nach den weiteren Berichten von op-online.de sagte er auch später nicht mehr an einem anderen Termin noch aus.

Wenn die Verteidigung dazu (Internetzugriff /Druckauftrag) nicht mehr eine Aussage dieses Zeugen jedoch einforderte per Antrag, dann hat sie vermutlich sich auch nichts mehr davon versprochen gehabt für eine Erschütterung / Widerlegung des Internetzugriffs mit Druckauftrag durch AD.

GR

 

 

Sehr geehrter Herr Rudolphi, 

die Behauptung des Schußwaffenexperten Leopold Pfoser vom BKA, daß ein Bauschaumteilchen
sich an das mit Überschallgeschwindigkeit fliegende 9mm~Projektil, das zusätzlich
mit extrem hoher Geschwindigkeit um die eigene Achse rotiert, an die glatte
Messing~Oberfläche des Projektils angehaftet habe, erinnert an die
Lügengeschichten des berühmten Lügenbarons von Münchhausen, 
der auf einer Kanonenkugel über eine hohe Festungsmauer
geflogen sein will. Ich habe an die Geschichten des Lügenbarons von Münchhausen nie geglaubt. MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler

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Das "verschmauchte Schaumstoff- / Bauschaum-Teilchen" könnte aber durch einen Schuß selber aus einem Schalldämpfer mit Schaumstoff / Bauschaum-Inhalten stammen und infolge des Drucks in diesem Schalldämpfer aus der SD-Mündung heraus geblasen worden sein. Das allerdings wäre m.E. eine Nachstellung wert gewesen, wie das zu den anderen Spuren paßt.

Übrigens sind die weiteren Berichte von op-online-de zum 17. und 18. Verhandlungstag nicht wirklich eindeutig interpretierbar, was den doch vorher verhinderten Zeugen betrifft. Siehe die Links hier dazu:

Und solche Presseberichte sind für mich auch aus eigenen Erfahrungen nicht mehr als genaue Wiedergaben einer Verhandlung ohne jeden Zweifel verwendbar, mit Verlaub.

Rudolphi kommentiert am Do, 2018-07-19 21:55Permanenter Link  

„Und solche Presseberichte sind für mich auch aus eigenen Erfahrungen nicht mehr als genaue Wiedergaben einer Verhandlung ohne jeden Zweifel verwendbar, mit Verlaub.“

Absolut, aber immerhin besser als gar nix. Die seit Jahrzehnten geforderte Einführung von Inhaltsprotokollen auch bei erstinstanzlicher Zuständigkeit des LG/OLG würde zu einem gravierenden Willkür-/Machtverlust des Tatgerichts führen, hierzu wurde in den letzten Wochen bereits Einiges eingestellt.

Lieber Peppermint Pepper, 

im RTL~Bericht wird die Haupteingangstür gezeigt. Klaus Toll ist aber im 3m tiefen Kellergeschoß direkt vor der Toilettentür erschossen worden. Die 4 Zeugen hörten nur das dumpfe Echo der Schüsse aus dem unterirdischen Kellerflur ! Vermutlich hat die Kripo dieses Detail sowie Angaben zur Tatmunition und Tatwaffe bewußt bis zur Urteilsveründung verschleiert. Erst im schriftlichen Urteil wurde dies im Widerspruch zur mündlichen Urteilsbegründung vom 19.07.2011 bekanntgegeben.  Das war ein grober Verstoß gegen Art. 103 GG. Erst mit meinem Beweisantrag vom 25.04.2018 wurde der Verteidigung offiziell Auskunft  über die Tatmunition erteilt. In der ersten Erklärung des Dr. Strate im September 2017 geht die Verteidigung noch vage von Tatmunition aus, deren Mündungsgeschwindigkeit zwischen  300 bis 580 m/sec hatte.  Damit ist das Urteil grob grundgesetzwidrig, weil es nicht öffentlich war. MfG Dipl.-Ing. Ralf Steffler  

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Dr. h.c. Strate bezieht sich in der Erklärung vom 24. September 2017 auf Seite 3 unter 2. a) zuerst auf eine Waffe P 38 und dann auf ein gezündetes 9 mm Geschoß aus in dieser Waffe (und bei Wikipedia so beschrieben) überhaupt verwendbaren Patronen 9 x 19 mm (Parabellum oder Luger), wie es ja auch genau so in der Wikipedia in einem Kasten rechts steht: "Geschwindigkeit V0     300–580 m/s" (https://de.wikipedia.org/wiki/9_%C3%97_19_mm)

Damit behauptete er jedoch m.E. nicht, daß damit die tatsächlich verwendete Tatmunition selber schon mit dieser weiten Spanne von "300–580 m/s" zwingend spezifiziert werden muß.

Das darf hier doch nicht daraus geschlußfolgert werden, denn aus dem Urteil selber kannte er doch bereits den Hersteller PMC der Patronenhülsen der Tatmunition. (wenn ich mal alle denkbaren Manipulationen an Munitionen, und Waffen und so weiter, noch dabei weglasse.)

Steffi kommentiert am Do, 2018-07-19 18:32 PERMANENTER LINK
Lieber Peppermint Pepper,
im RTL~Bericht wird die Haupteingangstür gezeigt. Klaus Toll ist aber im 3m tiefen Kellergeschoß…

Lieber Steffi,
das RTV-Video, das ja ausdrücklich die polizeiliche Nachstellungsaufnahmen mit beinhaltet (Min.: 1:31-1:32,  Sprecher: „Dies sind Originalaufnahmen der Tatrekonstruktion durch den Erkennungsdienst“), zeigt ab Min. 1:28 nicht den Tatortbereich (Souterrain-/Kellertür > Vorraum zum Souterrain, UA S. 22), sondern die von den Opfern nicht genutzte Haupteingangstür, der Raum bis Min. 1:41 ist also der Flur/Eingangsbereich der (nicht tatrelevanten, nicht genutzten) Haupteingangstür?
Viele Grüße nach Offenbach    

Lieber Pepermint Patty, 

der RTL~Bericht zeigt eben keine echte Rekonstruktion des Tatgeschehens.
Laut Urteil, das erst durch die Revison schriftlich begründet 
wurde, wurde Klaus Toll im 3m tiefen Keller
an~ und erschossen !

Beweis:
Urteil vom 19.07.2011 ~ Seiten 20 bis 25 ! 

Deshalb hörten die Zeugen die Schüsse wie aus weiter Ferne
und holten nicht die Polizei !

Nach dem zweiten Schuß schloß
Klaus Tolls Mörder  einfach
die Kellertür.

Im engen Kellerflur platzte Klaus Tolls Mörder 
bei geschlossener Kellertür dann 
das rechte Trommelfell.
(über 160 phon !)

Ein funktionierender Schalldämpfer für die 9mm~Überschallmunition 
wurde nicht verwendet und war technisch völlig unmögich.

Die Schalldämpfung erfolgte alleine durch
die geschlossene Kellertür und den
unterirdischen Keller !

MfG
Dipl.-Ing.
Ralf Steffler 
Offenbach am Main

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An alle,

in der streitgegenständlichen Bauanleitung steht überhaupt nichts von Bauschaum.
Daß die PET~Flasche zu 2/3 mit feuchtem Bauschaum zu befüllen ist, hat sich der
Schußwaffenexperte Leopold Pfoser offensichtlich frei ausgedacht.

So bekommt Herr Pfoser den Nobelpreis in Physik jedenfalls nicht.

MfG Dipl.-Ing.
Ralf Steffler
Offenbach

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Lieber Steffi,

Silencer, „Arbeiten“ (Textmitte): „Sehr effizient ist auch die Flasche mit Bauschaum auszufüllen. Durch den die Schussabgabe entstehenden Drücke findet jedoch ein Rücklauf in den Lauf statt. Es werden laufend kleine Schaumpartikel in den Lauf gesogen, daher empfehle ich, mittels eines Rohres von der Flaschenöffnung her etwa 20 cm des ausgehärteten Schaumes herauszuholen so wird auch die Lauf Verschmutzung wesentlich geringer.“

Dieses Rohr dürfte die Genese für das von Pfoser in freier, kreativer Schöpfung verwendete (20 cm) „Zwischenstück“-Rohr gewesen sein.

Viele Grüße nach Offenbach

PP  

Lieber Steffi,

danke. Im, nach Ihren Vorposts, Irrglauben, es handele sich bei dem im RTL-Video integrierten Polizei-Video der „Originalaufnahmen der Tatrekonstruktion durch den Erkennungsdienst“ bei Min. 1:32 – 1:41 um den Tatortbereich der ersten sechs Schüsse gegen Herrn Toll vor bzw. im Souterrain/Keller/Souterrainvorraum, hatte ich in einer Synopse zu den Urteilsausführungen (wie gesagt: vor Ihren Posts) nachfolgend notiert:

Min. 1:32 – 1:36: geöffnete Tür A

Min. 1:39: links (nur teilweise zu erkennen): weitere Tür B

Min. 1:37-1:39: geradeaus, leicht nach links versetzt: weitere Tür C (hinter dem Beschussziel)

UA S. 22: „Klaus Toll wiederum, den die ersten beiden Schüsse im Bereich der gerade geöffneten Souterraintür (Anm.: A) getroffen hatten, konnte aufgrund der Schnelligkeit des Geschehens nur in den Vorraum des Souterrains zurückweichen. Der Eingangsbereich bzw. Vorraum des Souterrains besitzt eine Größe von lediglich zwei mal zwei Metern bzw. einen Abstand zwischen der Souterraintür und der Badtür (Anm.: C) von allenfalls 2,25 Meter, wobei die Toilettentür (Anm.: C) gerade aus (aus Sicht der Eingangstür (Anm.: A) gesehen) liegt. Links vom Vorraum wiederum befand sich unmittelbar neben der Eingangstür des Souterrains (Anm.: A) die Tür zum Büro (Anm.: B) von Klaus Toll, die zu diesem Zeitpunkt offenstand. Der Angeklagte, der ihm sofort nachfolgte, verschloss die Souterraintür hinter sich, um eine weitere Lärmentstehung bei Abgabe weiterer Schüsse zu vermeiden. Dabei zog er diese zu, so dass die Tür in ihr Schloss fiel, bevor er unvermittelt vier weitere Schüsse auf Klaus Toll abfeuerte.“

Frage mich jetzt, ob sich vorgenannte Urteilsausführungen auf den nicht tatrelevanten „toten“ Haupteingangsbereich oder auf eine quasi identische (Türen-) Örtlichkeit im TO-Bereich KT, also vor der „Souterraintür“ bzw. „Eingangstür“ bzw. „Vorraum des Souterrains“ beziehen.

(In Parenthese zum nachträglich aufgetauchten BKA-Video mit den Beschusstests: hatte mir insoweit auch schon die Frage gestellt, warum bei einer „Rekonstruktion“ 10 freihändiger Schüsse von 10 Schüssen 4 eingespannt abgegeben wurden; laut Urteil mit dem der Tat vorausgehend ganz geheim gebliebenen Beschusstest des gemäß Silencer hergestellten PET-SD Marke-Eigenbau hätte der PET-SD dann im Übrigen doch auch wohl einer Belastung von mindestens 12 Schüssen standhalten müssen?!)

Viele Grüße nach Offenbach

PP

PS: Die 20 cm in der Silencer-„Bauanleitung“ beziehen sich m. E. eindeutig auf ein Entfernen des gehärteten Bauschaums aus der PET-Flasche mit einem Rohr zur Vermeidung von Bauschaum-Rücksog-Ladehemmungen; das „Zwischenstück“-(20cm) Rohr bei der von Pfoser konstruierten Waffe-PET-SD-Kombi dürfte damit nicht das Geringste zu tun haben, und sogar nochmals – und zwar ganz erheblich - über den ohnehin schon an waffenerfahrene Personen mit „Handwerklichem Geschick“ gerichteten Silencer-Bauanleitungsanspruch hinausgehen.

Zitat Peppermint Patty: „Zwischenstück“-(20cm) Rohr bei der von Pfoser konstruierten Waffe-PET-SD-Kombi"

Nur, weil das immer wieder hier hochkommt: WO eigentlich steht, daß das "Zwischenstück" ein ROHR ist, und nicht eben genau das Stück (Abschnitt) in der Flasche mit entferntem Bauschaum, wie in der Anleitung beschrieben?          
Die BKA-Videos mit Befestigung sind doch bei Strate zu sehen, zudem benutzt sogar sein Gutachter Cachée einen Adapter, wie in der Anleitung empfohlen und darum auch im Rahmen des Urteils absolut möglich, mithin also eine völlig irrelevante Diskussion.    

Zu anderen Kommentaren hier äußere ich mich nicht, weil sie noch viel absurder sind und ganz überwiegend auf einem nicht hinreichend gelesenen/verstandenen Urteil beruhen.

Ähnlich wie bei Allmystery, wo ich mitlese, aber im Gegensatz zu anderen hier nicht schreibe, scheint man hier zu meinen, daß es vor allem wichtig sei, das Urteil "irgendwie" zu widerlegen, als würde das irgendein Richter lesen und sich dadurch beeinflussen lassen. Oder es könnten noch Menschen auf die Barrikaden steigen, um öffentlich Druck auf das Gericht auszuüben. Absurd.  

Ein sachlicher Diskurs auf der Basis öffentlich zugänglicher und relevanter Dokumente, mit dem man sich gegenseitig spielerisch "schulen" könnte (zu mehr taugt doch ein solches Forum selbst theoretisch nicht!) findet hier schlicht nicht statt, noch viel weniger als bei Allmystery, wo immerhin noch einige klar denkende Menschen auf sachlicher Basis widersprechen. Ich dachte, hier, auf einem juristischen Portal, könnte das anders sein. Das Gegenteil ist der Fall. Schade.   

Ich verabschiede mich in den Urlaub und werde wohl hier auch nicht mehr Stellung nehmen.
Ich bin gespannt, wie Kassel urteilt und könnte mir vorstellen, daß einige meiner Argumente auch dort eine Rolle spielen könnten.

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Sehr geehrter "Logiker", im Prinzip stimme ich Ihnen ja weitgehend zu, allerdings bedeutet "Herstellung der Öffentlichkeit" in einer öffentlichen HV für mich, daß ich als Teil der Öffentlichkeit auch die Einlassungen aller Beteiligten, der Richter und der Zeugen, mindestens akustisch hören kann, aber das ist in deutschen Gerichtssälen doch nicht der Fall. Hinter einer abtrennenden Glasscheibe höre ich das nur, wenn a) in Mikrophone gesprochen wird und b) diese auch funktionieren. Ohne eine Glasscheibe zur Abtrennung höre ich nur die Einlassungen aller Beteiligten, der Richter und der Zeugen, wenn diese c) auch mit einer Mindestlautstärke sprechen. Aber weder a, noch b und c sind Standard in deutschen Gerichtssälen, wovon ich mich auch gestern wieder überzeugen konnte im AG und im LG Darmstadt. Lesen Sie doch bitte auch mal, was Herr Prof. Dr. H. E. Müller aus Düsseldorf berichtet hat: 

Hier im Düsseldorfer Congress Center sind die Vorbereitungen von Prozess und seine technische Durchführung minutiös geplant, erfolgen durch mehr als ausreichendes (und noch dazu sehr freundliches) Polizei- und Justizpersonal und die Hauptverhandlung selbst ist technisch auf neuestem Stand – so wie ich es noch nie erlebt habe: Auf drei Leinwänden in Kinogröße werden die Zeugen (bzw. andere jeweils Sprechende) in Nahaufnahme bei ihrer Aussage gezeigt – Fotos aus der Akte und Skizzen, die die Zeugen anfertigen, werden ebenso für den gesamten Saal projiziert. Hier wird alles daran gesetzt, der Öffentlichkeit einen Musterprozess an Transparenz zu bieten.

Quelle: https://community.beck.de/2018/03/29/loveparade-2010-der-gullydeckel/bau...

Und was sagt ein "Logiker" nun auch noch dazu, für den die Logik doch eine "conditio sine qua non" sein sollte?

Bitte, Sie dürfen auch noch antworten, sehr geeehrter "Logiker", vor Ihrem Urlaub und hier in diesem Blog von Juristen.

Besten Gruß

GR

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