Nach Mollath und Peggy ein weiteres Fehlurteil? - Der Doppelmord in Babenhausen

von Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg, veröffentlicht am 12.04.2014
Rechtsgebiete: StrafrechtStrafverfahrensrecht3090|161446 Aufrufe

Die Strafjustiz ist in jüngster Zeit nicht nur, aber vorallem durch den Fall Mollath und durch das in dieser Woche begonnene Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy stark ins Gerede gekommen. Und schon gerät ein weiterer Fall wegen eines möglicherweise falschen Indizienurteils in den Fokus der Öffentlichkeit .

Für einen eiskalten Doppelmord an seinen auch nachts herumschreienden Nachbarn wurde Andreas D. vom Landgericht Darmstadt im Juli 2011 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Verurteilte leugnet die Tat, seine Frau kämpft gemeinsam mit ihm Aufopferung voll um die Wiederaufnahme.

Zwischenzeitlich greifen die Medien auch diesen Fall auf. Es zeigen sich erhebliche Ungereimtheiten, die hoffentlich bald aufgeklärt werden können.

Das ZDF berichtete in der Serie 37 Grad:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2119408/Mein-Mann-ist-kein-Moerder?bc=sts;stt&flash=off

Zur Homepage der Ehefrau mit dem Urteil zum Download: 

http://www.doppelmord-babenhausen.de/Urteil.htm

Medienberichte:

www.google.com/search?q=Doppelmord+in+Babenhausen

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Anmerkung: Frau Prof. Dr. med. Gita Mall hatte einen Auftritt als Chefin der Gerichtsmedizin Jena im Erfurter NSU-Ausschuss.

Die Leserinnen und die Leser können sich selber darüber per Recherche informieren.

Mehr habe ich nicht vor noch anzumerken.

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Danke für den Hinweis auf den sehr aufschlussreichen Artikel von Daniel Reinhard mit seinem Buch.

Gerne. Die Lektüre des Buches von Daniel Reinhard wäre insbesondere für die Toth, aber auch für die Darsow Fangemeinde ein geeignetes Mittel, sich aus der Gefangenschaft ihres Tunnelblicks zu befreien. Und endlich zu lernen, Fakten zu realisieren. Anstatt sich vom Dackelblick der beiden heimtückischen, tatleugnenden Frauenmörder instrumentalisieren und schamlos ins Bockshorn jagen zu lassen. Auch wenn ihnen das Buch vermutlich nicht gefallen wird, dürfte es sich insoweit wie mit nicht schmeckender Medizin verhalten: sie hilft!     

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Eine „Bearbeitungszeit“ von (bislang) über 30 Monaten ist zum Weinen. 

Wer sagt uns denn, dass der Antrag nicht schon lange abgebügelt wurde, und dies von den Betreibern der Internetseite „Gerechtigkeit-Brunner“ nur einfach nicht enthüllt wird?

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Wenn "Strafverteidiger und Buchautor" Dr. Alexander Stevens „vor zehn Jahren“ („Die andere Hälfte der Wahrheit“ veröffentlicht im Dez. 2016) „bei der Münchner Staatsanwaltschaft gearbeitet und den Mordfall Böhringer aus nächster Nähe verfolgt“ hat, stellt sich bei einem Abschluss des Jurastudiums im Jahre 2007 https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Stevens die Frage, in welcher Funktion Stevens 2006 (im Alter von 25 Jahren) „bei der Münchner Staatsanwaltschaft gearbeitet“ hat.

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Herr Müller, wir sind uns vermutlich darin einig, so überzogene, offenbar ja dirigierte und willig orchestrierte Kampagnen über Medien erzeugen unweigerlich mal Unwillen. Und das ist gut so.

Besten Gruss

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Das Dr. Stevens zugeschriebene Zitat mag man unter der Rubrik „Klappern gehört…“ abhaken. Während bei Darsow zumindest noch mit halbwegs offenen Karten gespielt und Antrag nebst Gutachten veröffentlicht wurden, wird bei der Toth Kampagne ausschließlich die Medientrommel bedient, ohne auch nur eine einzige Karte auf den Tisch zu legen. Das ist m. E. hochgradig feige.   

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Lieber Chris Hu,

in erster Linie bedient sich die Kripo über
"Aktenzeiochen Xy ungelöst" der
Medientrommel.

Bei den makaberen TV~Berichten wird
nicht mit offenen Karten gespielt.

Beispiel Doppelmord in Horchheim:
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Die Schwiegertochter ist nicht 160 cm groß
und blond, sondern 190 cm und rothaarig.

Der Sohn ist kein Fahrradhändler !

Im Hochsommer liegt auch
in Horchheim kein
Schnee.

Die Schemmers wurden Samstag abends aufgefunden,
nicht Samstag morgens.

Die Tat lag keine 24 Stunden zurück.

Henrike Schemmer hat für den Doppelmord
ein felsenfestes Alibi !

Das sind die Fakten !

Ora et labora
Dipl.-Ing.
Ralf Steffler
Netcool Certified Consultant
-----------------------------
63069 Offenbach am Main
Out~of~The Box Solutions

Aktenzeichen XY unterstützt eine öffentliche Fahndung nach Tätern, vor den Gerichtsverfahren, nach erhobener Anklage oder im Rahmen einer Wiederaufnahme hält Aktenzeichen XY sich heráus, es wird von dieser Sendung keine Partei für oder gegen einen Angeklagten oder Verurteilten ergriffen in laufenden Verfahren.

Um diese Unterschiede zu verwischen bzw. nicht einmal zu erkennen, muss man schon auf Kriegsfuss mit der Logik und mit den Fakten stehen.

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Liebe Gastritis,

"Aktenzeichen Xy ungelöst" verdächtigt öffentlich
Tatverdächtige vor Anklageerhebung
entgegen der Unschuldvermutung.

Wegen "Aktenzeichen Xy ungelöst" sind unter anderem
Donald Stellwag und Henrike Schemmer rechtswidrig
verhaftet und verurteilt worden.

Die "Hinweise mit dem Zaunpfahl"
im Mordfall Silke Schroth
waren wohl auch
eindeutig.

Silke Schroths Mörder hat keine 2 T~Shirts
von Ralph Schroth mitgenommen. 

Ralph Schroth hatte keine zwei T~Shirts,
die sich nur in der Farbe unterschieden,
das eine grau, das andere rot.

Das sind die Fakten !

Ora et labora
Dipl.-Ing.
Ralf Steffler
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Aktenzeichen XY unterstützt eine öffentliche Fahndung nach Tätern, vor den Gerichtsverfahren, nach erhobener Anklage oder im Rahmen einer Wiederaufnahme hält Aktenzeichen XY sich heráus, es wird von dieser Sendung keine Partei für oder gegen einen Angeklagten oder Verurteilten ergriffen in laufenden Verfahren.

Um diese Unterschiede zu verwischen bzw. nicht einmal zu erkennen, muss man schon auf Kriegsfuss mit der Logik und mit den Fakten stehen.

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Eine Unterstützung einer öffentlichen Fahndung nach Tätern schliesst auch Hinweise auf dringend Tatverdächtigte ein.

Um diese Inklusion nicht zu erkennen, muss man schon auf Kriegsfuss mit der Logik und mit den Fakten stehen.

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Wenn Zeugen sich melden, aufgrund deren Hinweise oder Aussagen Personen als Tatverdächtigte erst in den Fokus von Ermittlungen geraten, dann ist auch das eine Unterstützung einer öffentlichen Fahndung nach Tätern.

Um auch noch diese Inklusion nicht zu erkennen, muss man schon auf Kriegsfuss mit der Logik und mit den Fakten stehen.

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Ohne die Sendung Aktenzeichen XY sieht eine öffentliche Fahndung nach Tätern zum Beispiel so aus:

https://www.echo-online.de/lokales/blaulicht/gross-gerauim-streit-heckscheibe-zerstort-zeugen-gesucht_20105420

Da hat das Darmstädter Echo eine öffentliche Fahndung nach Tätern unterstützt.

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Da die öffentliche Fahndung unter diesem obigen Link ja auch schon zeigt, was auch in Babenhausen im Doppelmordfall in der Friedrich-Ebert-Strasse 36 hätte geschehen können, ja müssen, halte ich mal den ganzen Text im DE fest durch eine Kopie, das DE und auch die Polizei werden keine Einwände wegen Urheberschutz für soviel Transparenz haben:

Groß-Gerau Im Streit Heckscheibe zerstört -Zeugen gesucht-Von Polizeipräsidium Südhessen

Erschienen am 26.04.2019 um 16:20 Uhr, zuletzt geändert am 27.04.2019 um 09:00 Uhr

Groß-Gerau (ots) - Am 26.04.19, wurde in den Morgenstunden zwischen 02:00 - 03:00 Uhr, in Groß-Gerau-Nord, Im Mannsee, die Heckscheibe eines geparkten schwarzen Audi A4 eingeschlagen. In dem Zusammenhang wurde eine Zeugin durch ein lautstarkes Streitgespräch in ihrer Nachtruhe gestört. Ein Mann und eine Frau stritten sich offensichtlich auf der Straße. Die Stimmen hatten einen osteuropäischen Akzent. Im weiteren Verlauf der verbalen Auseinandersetzung vernahm die Anwohnerin einen lauten Schlag, vermutlich hervorgerufen durch das Einschlagen der Heckscheibe, woraufhin die männliche Stimme bestürzt den weiblichen Namen "Katinka" rief. Mögliche Zeugen, oder Hinweisgeber, werden gebeten sich mit hiesiger Dienststelle in Verbindung zu setzen.

Rückfragen bitte an:Polizeipräsidium Südhessen Polizeidirektion Groß-Gerau Polizeistation Groß-Gerau Dienstgruppenleiter Telefon: 06152-1750Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

Quelle:  https://www.echo-online.de/lokales/blaulicht/gross-gerauim-streit-heckscheibe-zerstort-zeugen-gesucht_20105420

Das ist die Originalmeldung der Polizei für die Öffentlichkeit:

Groß-Gerau (ots)

Am 26.04.19, wurde in den Morgenstunden zwischen 02:00 - 03:00 Uhr, in Groß-Gerau-Nord, Im Mannsee, die Heckscheibe eines geparkten schwarzen Audi A4 eingeschlagen. In dem Zusammenhang wurde eine Zeugin durch ein lautstarkes Streitgespräch in ihrer Nachtruhe gestört. Ein Mann und eine Frau stritten sich offensichtlich auf der Straße. Die Stimmen hatten einen osteuropäischen Akzent. Im weiteren Verlauf der verbalen Auseinandersetzung vernahm die Anwohnerin einen lauten Schlag, vermutlich hervorgerufen durch das Einschlagen der Heckscheibe, woraufhin die männliche Stimme bestürzt den weiblichen Namen "Katinka" rief. Mögliche Zeugen, oder Hinweisgeber, werden gebeten sich mit hiesiger Dienststelle in Verbindung zu setzen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Polizeidirektion Groß-Gerau
Polizeistation Groß-Gerau
Dienstgruppenleiter

Telefon: 06152-1750

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/4255737

Falls indes doch Einwände erhoben werden sollten, werde ich mit eigenen Worten den Inhalt so referieren:

Es wurden also in einer Nacht zwischen 02:00 und 03:00 Uhr von einem Donnerstag auf einen Freitag im Monat April von einer Zeugin ein lauter Streit zwischen zwei Personen gehört mit einem lauten Schlag später noch. Die Zeugin nannte sogar einen Vornamen dazu. Offenbar meldete sie diesen Vorfall auch bei der örtlichen Polizeistation.

Hätte sie auch noch Schüsse gehört, so wie in Babenhausen, wäre mit grosser Sicherheit die Polizei auch kurz nach der Meldung der Zeugin vor Ort eingetroffen. Dann wäre vermutlich die Tataufklärung anders erfolgt und der durch Kopfschüsse schwerstverletzten, überlebenden Astrid T. wären viele Schmerzen, Blutverluste und Leiden erspart gebieben.

Die erste Polizeimeldung selber für die Öffentlichkeit erfolgt mit einem Abstand von ca. 14 Stunden nach der Tat.

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Nachtrag: Im Presseportal des Polizeipräsidiums Südhessen war die Überschrift zur Meldung:

26.04.2019 – 16:20

Polizeipräsidium Südhessen

POL-GG: Groß-Gerau Im Streit Heckscheibe zerstört-Zeugen gesucht-

Was schrieb auch RA Strate:

"Das Referat und die Analyse der Beweisführung haben deren Struktur aufzuzeigen. Sie sollte den Eindruck größtmöglicher Objektivität zu vermitteln versuchen, darf weder durch Schönung noch durch Schonung geprägt sein."

So ist es, und an seine eigene "Beweisführung" werden doch nur die gleichen Massstäbe angelegt, aber mit voller Transparenz.

Und jetzt ist es für RA Strate wohl doch etwas zuviel an Transparenz, wenn andere das nun genau so machen.

Ist doch merkwürdig.

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Wenigstens statische Druckversuche von den diversen labilen PET-Flaschen, die bei Cachée verwendet wurden, und dann von einer zusätzlich armierten, stabilen PET-Flasche, wie es die Schweizer Website ja empfiehlt, hätte ich bei Strate bzw. Cachée erwartet, natürlich auch Geschwindigkeitsmessungen von diversen Projektilen, abgefeuert aus vesrschieden Lauflängen einer P38 mit diversen Ladungen der PMC-Munition mit 124 Grain Projektilmasse bei diversen Temperaturen und dann natürlich immer auch Geräuschmessungen dabei mit den nachgestellten Gegebenheiten am Tatort. 

Warum die damalige Verteidigung nicht schon während des Prozesses da nachgehakt hatte, kann ja wohl nur an fehlender Sachkunde bei der Verteidigung gelegen haben, denn der Vorsitzende Richter Volker Wagner der 11. Grossen Strafkammer, der Schwurgerichtskammer, schmettert plausible Beweisanträge, die nicht nur reine Verschleppungsversuche sind, nicht einfach und unbegründet ab, denn damit wird ein Urteil ja nicht revisionsfest. Das Urteil zum Doppelmordfall in Babenhausen aber war revisionsfest.

Das ist Fakt.

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"Muss ja alles wahr und richtig sein!"

Auf kleine Rechtschreibfehler, Namensverwechslungen oder ähnliche Petitessen kommt es dabei aber nicht an, der relevante Kontext dazu war ja vollkommen eindeutig in der Urteilsausfertigung mit allen ihren 294 Blättern.

Auch mehrere stilistische Fehler oder einige Ungenauigkeiten in der UA wurden hier ebenfalls bereits ausgiebig thematisiert.

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RA Strate hat seine Methode, eine Wiederaufnahme argumentativ, außerhalb von Medienkampagnen, zum Erfolg zu verhelfen, in dankenswerter Weise ja offengelegt:

bb) Ziel des Wiederaufnahmegesuchs: Erschütterung der Beweisführung an einem zentralen Punkt

[...]

Beruht ein Urteil maßgeblich auf Befunden eines Sachverständigen, gibt dies in der Regel seinen Feststellungen eine Weihe besonderer Objektivität und erhöhter Angriffsfestigkeit. Es gibt jedoch keinen Sachverständigen – von absolut objektivierbaren Befunden (z.B. im Rahmen einer DNA-Analyse) abgesehen -, der unangreifbar ist. Der Verteidiger sollte gerade im Umgang mit dem Sachverständigenbeweis das Kant'sche Wort „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ beherzigen. Fehlerquellen gibt es fast immer. Sofern es sich um Sachverständige aus dem genuin kriminalistischen Bereich handelt: Am meisten treten sie auf bei der Sicherung von Spuren und bei der (übersehenen) Spurenverschleppung.

Eine von dem Sachverständigen übersehene Spurenkontamination spielte in einem Schwurgerichtsverfahren eine wichtige Rolle: den Angeklagten wurde angelastet, an ihren Ärmelbündchen hätten sich Schmauchspuren von gleicher Zusammensetzung gefunden, wie sie bei der Benutzung der Tatwaffe ausgestoßen wurden. Dieser die Angeklagten schwer belastende Befund löste sich in nichts auf, als herauskam, daß die an der Festnahme beteiligten MEK-Beamten am Abend zuvor Schieß-Übungen veranstaltet hatten. Die dabei verwandte Munition war mit der Tatmunition identisch. Eine Übertragung zurückgebliebenen Schmauchs auf die Ärmelbündchen war naheliegend.[29]

[...]

Dies bedeutet: Die Präsentation der neuen Tatsachen und Beweismittel muß getragen sein von fühlbarem Überzeugungswillen. Der Leser des Wiederaufnahmegesuchs soll merken, daß er für die Wiederaufnahme gewonnen werden soll. Er soll aber auch merken, daß er nicht übertölpelt wird: Das Medium jeder Überzeugungsbildung ist sorgfältige Argumentation. [...]

Das Referat und die Analyse der Beweisführung haben deren Struktur aufzuzeigen. Sie sollte den Eindruck größtmöglicher Objektivität zu vermitteln versuchen, darf weder durch Schönung noch durch Schonung geprägt sein.

Quelle: https://www.strate.net/de/publikationen/verteidiger_in_der_wiederaufnahme.html

RA Strate hatte versucht, da so umzusetzen, indem er ja meinte, er und seine Gutachter könnten es auch eindeutig beweisen, dass kein SD gemäss der Schweizer Webseite verwendet werden konnte.

User Peppermint Patty hatte auch stets hier unterstützend behauptet, der Beweis wäre bereits voll gelungen.

Justizkritik allgemeiner Art findet sich dann auch noch hier:

https://www.strate.net/de/publikationen/der_schlaf_der_gerechten.html

Im Fall Weimar vorher hatte RA Strate bereits auf die Medien gesetzt:

Der Prozeß um Monika Weimar: "Stern" und "Spiegel" helfen mitGroße Story, großes Geld7. Juni 1996 Quelle: (c) DIE ZEIT 1996

Quelle:  https://www.zeit.de/1996/24/glosseml.txt.19960607.xml

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Noch etwas Transparenz gefällig?

Das patentierte Verfahren zur Todeszeitpunkt-Bestimmung über die Finit-Elemente-Methode aus der Rechtsmedizin Jena wurde offenbar mal gegoogelt von den beiden Strafverteidigern in einem Mordprozess gegen Mehdi B., die damit das Gutachten von Dr. med. Stefan Potente angreifen wollten, was aber nicht gelang. Die anklagende Staatsanwältin im Prozess war die damalige Pressesprecherin der StA Darmstadt, Frau Nina Reininger (ihr Geburtstname), die auch Herrn RA Strate die BKA-Videoclips übermittelte, eingegangen bei Strate am 21. Dezember 2015, siehe:

Anlage 1: Videoclips von Beschusstests des BKA (Mai 2011).

Der genannten Staatsanwältin wurde vor dem Dezember 2015 schon explizit das Patent von (Else-) Gita Mall auch bekannt gemacht.

Nur mal so nebenbei noch wegen Transparenz bemerkt.

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Mir muss aber niemand glauben, dass es eine Pressesprecherin Nina Reininger mal gab, aber es gibt auch noch andere Belege dafür:

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=311&cHash=d30ab32ecce5647acff78128fb39a1fa

Tja, ist halt so, Fakten sind Fakten.

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Und der erwähnte Prozess endete mit einem Freispruch der Kammer unter dem Vorsitz von Volker Wagner und mit seinen Worten:

Im Zweifel für den Angeklagten (In dubio pro reo)

https://www.freitags-anzeiger.de/moerfelden-walldorf/zweifel-fuer-angeklagten-id14509.html

V. Wagner kennt also diesen Grundsatz doch selber und wendet ihn auch an, wenn er anzuwenden ist.

Mit voller Absicht nannte ich übrigens nur den Geburtsnamen der Staatsanwältin.

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Für die Experten aus der Rechtsmedizin: Der Tote lag in obigem Fall nur teilweise in der Dusche, so dass er auch nur teilweise von Dusch-Wasser abgekühlt wurde. Damit ist eine Todeszeitpunkt-Bestimmung in jedem Fall und mit jeder Methode, auch mit der FEM statt nach Henssge-Nomogramm, mit relativ grossen Unsicherheiten behaftet, zumal auch nicht immer die Experten aus der Rechtsmedizin die ersten an einem Tatort mit der Leiche sind.

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Eine frühere Dissertation an der LMU München von Monika Eckl aus 2004 befasste sich übrigens mit dem Thema:

Temperaturgestützte Todeszeitschätzung bei nur partiell bekannten Umgebungsbedingungen

Berichterstatter war Priv. Doz. Dr. med. Gita Mall, neben zwei anderen Professoren als Mitberichterstattern.

Die sehr interessante Dissertation gibt es als PDF von 50 Seiten im Internet herunterzuladen.

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Bei dem Patent der Prof. Gita Mall ist es ja ganz offensichtlich, dass dort eine Vielzahl von unsicheren Parametern vorher bestimmt werden müssen und auch noch viele, wenig individuelle Annahmen vorhanden sind, um hinterher dann eine genauere Zeit des Todes daraus bestimmen zu wollen. Eine reine Suggestion meiner Meinung nach.

Anders als bei der FEM  in der Technischen Mechanik, die dort inzwischen unverzichtbar geworden ist, sind bei einer Leiche diese vielen Paramater nicht mit der erforderlichen Genauigkeit zu bestimmen und auch die Annahmen in der Technischen Mechanik haben eine ganz andere Qualität.

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Es gibt Menschen, die reden sich um Kopf und Kragen, auch RA Strate kennt das aus dem Fall Weimar und auch der erste damit befasste Staatsanwalt Raimund Sauter kennt das, der dann später abgelöst wurde.

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RA Strate gelang es ja nie, den als Nebenkläger auftretenden Ehemann Reinhard Weimar als Zeugen ins Gericht zu holen.

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Wer als Mörder rechtskräftig verurteilt wurde, eventuell auch noch nach gescheiterten Wiederaufnahmen, der muss im Rechtsstaat als Mörder bezeichnet werden. Und zu dieser Haltung gibt es eigentlich kein zweierlei Mass, auch wenn jeder ja seine Zweifel behalten kann und Wiederaufnahmen da auch lebenslänglich möglich sind.

Das musste ich übrigens auch neulich jemandem so sagen, der meinte, der anerkannte Kriegsdienstverweigerer Christian Klar hätte viellecht gar nicht gemordet.
 

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Unabhängig von Schuldfragen jedoch ist auch die Tataufklärung ein Wert an sich.

Nur können da auch in einem Gerichtsverfahren nicht die biblischen Gestalten Adam oder Eva als Verantwortliche im Hintergrund belangt werden. Dass das trotzdem von Verschwörikern immer noch versucht wird, zeigt die Erfahrung.

Übrigens, ich weiss, wie vielleicht immer noch geschrieben wird.

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Herr Müller, wir sind uns vermutlich darin einig, so überzogene, offenbar ja dirigierte und willig orchestrierte Kampagnen über Medien erzeugen unweigerlich mal Unwillen. Und das ist gut so.

Alles klar.

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Vermutlich wartet das LG Kassel bei Andreas D. noch etwas auf die Entscheidung des BVerfG in Karlsruhe in der anderen Wiederaufnahmesache des Marijan S. von RA Dr. h.c. Gerhard Strate.

Ist ja auch noch im üblichen Zeitrahmen bei solchen Wiederaufnahmen.

Also kann nach der Offenbach Post vom 10. Mai davon ausgegangen werden (Zitat):

Auf eine erneute Anfrage in dieser Woche hieß es, „dass sich die Strafkammer bereits seit einiger Zeit mit dem Verfahren befasst. Die Prüfung ist aber noch nicht abgeschlossen. Daher ist gegenwärtig weiterhin nicht absehbar, wann die Kammer eine abschließende Entscheidung treffen wird.“

 ...... dass es noch etwas länger andauert mit neuen Tatsachen aus Kassel in dieser Wiederaufnahmesache, ist ja auch überhaupt nicht mehr verwunderlich.

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Ergänzung zur Herstellung eines PET-Flaschendämpfers mit Bauschaum-Inhalten gemäß der Anregungen der Schweizer Website:

Dort wurde ja empfohlen, "mittels eines Rohres von der Flaschenöffnung her etwa 20 cm des ausgehärteten Schaums herauszuholen so wird auch die Lauf Verschmutzung wesentlich geringer."

Nachdem man sich zuerst einmal Klarheit über den Sinn dieser Empfehlung verschaffen muss, ist noch anzumerken, dass dieses Rohr auch gebogen sein kann, um noch besser genügend Expansionsraum zu schaffen. Ausserdem liessen sich damit sogar noch leichte Hinterschnitte erzeugen, bei einem Blendenschalldämpfer natürlich noch viel ausgeprägter zur Verwirbelung der Gasströmung.

Der Bauschaum in der so präparierten Flasche liesse sich aber auch noch durch Ausgiessen oberflächlich verfestigen und damit wäre noch viel weniger Auswurf von Partikeln dieses Bausschaums zu erwarten beim Schiessen und die Lebensdauer wäre noch erheblich zu vergrössern.

Ausserdem sind spezielle Schalldämpfer auch erhältlich mit weiteren axialen Bohrungen, neben dem Schusskanal in der Mitte, siehe: https://osssuppressors.com/about/

Für die Morde in Babenhausen dürfen es aber auch radiale Bohrungen sein mit einem Überzieher aus Stoffen zum Beispiel.

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Der Täter habe doch kurz angehalten für den Schuss!

Steht im Artikel der Hessenschau!

Zitat:

Nach Angaben der Polizei hatte der Tatverdächtige aus dem Auto heraus geschossen. Dabei habe er kurz angehalten, die Scheibe runtergelassen und gefeuert, so ein Sprecher. Der Schütze flüchtete in dem Wagen und stellte den grauen Audo A4 wenige hundert Meter entfernt vom Tatort ab.

Der Tatverdächtigte habe also kurz angehalten für einen tödlichen Halsschuss!

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Die neueste Entwicklung in dieser Sache des Todesschusses in Offenbach:

https://www.echo-online.de/lokales/rhein-main/totungsdelikt-in-offenbach-tatverdachtiger-stellt-sich_20221898

(Der Vollständigkeit halber erwähnt und auch um zu zeigen, dass reines Geschwätz aus OF keine Taten aufklärt.)

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Ausgiebiger Bericht hier:

https://www.sueddeutsche.de/panorama/offenbach-mutmasslicher-taeter-stellt-sich-nach-toedlichem-schuss-auf-frau-in-auto-1.4490774

Da der Tatverdächtige nach Belgien geflüchtet war, wäre die Frage nach einem Europäischen Haftbefehl hier doch auch mal interessant, den eine deutsche Staatsanwaltschaft ja nicht ausstellen darf nach neuem EuGH-Urteil.

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Auch dieser Mord-Fall wird aller Voraussicht nach beim Darmstädter Schwurgericht unter dem Vorsitz von Volker Wagner landen. Inzwischen hat sich der Tatverdächtige in Offenbach beim 2. Polizei-Revier, unweit des Tatorts, gestellt und sitzt nun in U-Haft, vermutlich in der JVA Weiterstadt.

Siehe: https://www.fr.de/rhein-main/offenbach/offenbach-ort29210/offenbach-hess...

Wiederaufnahmeverfahren im Doppelmordfall von Babenhausen
und Horchheim wegen schwerem Prozeßbetrug und
jahrelanger Verfahrensverschleppung
zugunsten der Hells Angels
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Auszahlung der ausgelobten Belohnungen (25.000,-Euro)
AZ: 6Ks – 3610 Js 9338/16 (LG Kassel ~ Richter Mütze)
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Art. 102, 103 GG, §§ 158, 160, 263, 359 StPO
hilfsweise § 364 StPO, 258, 263, 348 STGB
Schwerer fortgesetzter Prozeßbetrug !

Liebe Gastritis,

Die 5jährige Verfahrensverschleppung zugunsten der
Hells Angels ist grob grundgesetzwidrig.

OSta Neubauer hat genaue Informationen über
die Tatmunition und deren Zusammensetzung
rechtswidrig vor der Verteidigung
geheim gehalten.

In der digitalen Urteils~Kopie des Dr. Strate fehlen
bis heute die äußerst wichtigen
Seiten 52 und 53 !
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Diese Seiten enthalten die echten Zeugnisse des
Roland Bachmann und Boro Suznjevic.

Auch Boro Suznjevic hat nach Schließen der
schalldichten Kellertür keine weiteren
Schüsse gehört.

Meine Recherche ergab, daß es sich bei der Tatmunition
um uralte 9mm~Überschallmuntion der Marke
"PMC Bronze" 115 oder 124 Grain (FMJ)
handelt.

Die Munition erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit
von ca. 350 m/sec bei einem 5~Zoll~Lauf.
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Die Temperatur im engen, kalten Keller
am Tatmorgen lag zwischen
+10 und +15°C !

Das sind neue Tatsachen gemäß § 359 StPO,
hilfsweise §§ 158, 160, 364 StPO !
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