Streit um (ehemalige) Intendantin des Tanztheater Pina Bausch beigelegt

von Prof. Dr. Markus Stoffels, veröffentlicht am 01.02.2020
Rechtsgebiete: Bürgerliches RechtArbeitsrecht|1097 Aufrufe

Über die Auseinandersetzungen am Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal ist an dieser Stelle (Beitrag vom 9.9.2019) bereits berichtet worden. Die arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung ist nunmehr ohne streitiges Urteil beendet worden, wie sich einer knappen Pressemeldung des LAG Düsseldorf entnehmen lässt. Das Verfahren dort wurde unter dem Aktenzeichen - 8 Sa 99/19 - geführt. Über die Hintergründe informiert die Westdeutsche Zeitung (WZ) in ihrer Online-Ausgabe vom 29.1.2020.

Kurz vor dem anstehenden Gerichtstermin vor dem LAG Düsseldorf haben sich nach diesem Bericht sich Adolphe Binder und das Tanztheater geeinigt. Nach Informationen der WZ wird die Intendantin mit fast einer Million Euro abgefunden, das Tanztheater nimmt alle Vorwürfe gegen sie zurück.

Damit geht ein langer Konflikt zu Ende: Das Engagement von Adolphe Binder als Intendantin im Mai 2017 war mit großen Hoffnungen verbunden gewesen. Sie sollte das Tanztheater acht Jahre nach dem Tod seiner Begründerin Pina Bausch in die Zukunft führen. Doch Streitigkeiten innerhalb des Tanztheaters endeten damit, dass das Tanztheater ihr im Juli 2018 außerordentlich und fristlos kündigte. Hintergrund ist, dass der auf fünf Jahre abgeschlossene Vertrag keine ordentliche Kündigung vorsah. Adolphe Binder klagte gegen die Kündigung, erhielt in allen Instanzen Recht: Die Vorwürfe des Tanztheaters, sie habe den Spielplan nicht rechtzeitig vorgelegt, reichten nicht für eine außerordentliche Kündigung, erklärten die Richter. Zuletzt verwarf das Bundesarbeitsgericht am 18. Dezember die Beschwerde des Tanztheaters gegen die Nichtzulassung der Revision.

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