Entweder | Oder – Fragen an Anahita Thoms

von Gastbeitrag, veröffentlicht am 07.06.2022
Rechtsgebiete: Verlag|948 Aufrufe
Anahita Thoms

Anahita Thoms, Partnerin bei Baker McKenzie und dort Leiterin der deutschen International Trade Practice, gilt als Wirtschaftsexpertin und ist als solche gefragte Gesprächspartnerin in den Medien.

Sie engagiert sich u.a. bei der American Bar Association, ist Vorstandsmitglied der Atlantik-Brücke, Mitglied der Young Global Leaders des World Economic Forum sowie des nationalen Komitees von Unicef Deutschland. Seit Jahresbeginn ist Anahita Thoms zudem Beirätin der Beck'schen Zeitschrift »CCZ – Corporate Compliance Zeitschrift«. Wir freuen uns sehr, dass sie die Zeit für ein kurzes Interview mit beck-aktuell gefunden hat.

Frau Thoms, Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen, für die Sie sich einsetzen. Wie setzen Sie das in Ihrem Alltag um?                            
Ich bin davon überzeugt, dass jeder privat einen Beitrag leisten kann. Für mich persönlich bedeutet das beispielsweise, wann immer möglich, auf Zoom-Calls zu bestehen, die Bahn zu nehmen, und den Plastikverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Wichtig ist mir auch, privat Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte zu besuchen und dann auch auf die besonders guten Projekte aufmerksam zu machen. Dabei nehme ich gerne meine beiden Kinder mit, gerade bei Tierschutz- oder Kinderschutzprojekten. Beruflich berate ich große und mittelständische Unternehmen bei ihrer Transformation zu nachhaltigeren Unternehmen. Da geht es um Compliance-Fragen, beispielsweise um die Einhaltung der Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, interne Ermittlungen im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen, ebenso wie um Fragen der Corporate Governance. Viel häufiger als früher kommen Fragen wie: Braucht der Vorstand eine ESG (Environmental, Social and Governance)-Schulung? Benötigen wir ein Sustainability Committee?

Warum ist Pro Bono-Arbeit für Sie so ein wichtiger Bestandteil Ihres Jobs?
Ich bin sehr engagiert im CSR (Corporate Social Responsibility)-Bereich, wozu auch die Pro Bono-Beratung als Teilbereich gehört. Ich habe mehrere Jahre in den USA gearbeitet, wo eine etwas andere Kultur existiert. Dort wird sehr viel Wert auf die Pro Bono-Arbeit gelegt und in den meisten Großkanzleien gibt es klare Pro Bono-Vorgaben. Die auf Pro Bono-Mandaten gearbeitete Zeit wird dann sogar als »billable« Arbeit eingestuft. Sei es in den USA oder hierzulande, gesellschaftliches Engagement ist für mich ein wichtiger Teil meiner Arbeit.

Entweder / Oder
1. »Suits« oder »Die Heiland«?

Ich schaue kaum fern, lese lieber.
2. Gedruckter Kommentar oder Datenbank?
Am liebsten beides.
3. Spa oder Spaziergang?
Spaziergang.
4. Talkshow oder Interview?
Interview.
5. Manolo Blahnik oder Birkenstock?
Ich besitze weder noch.
6. Flugzeug oder Bahn?
Wenn es geht, immer Bahn.
7. »Memory« oder Schach?
Schach.

Dieser Text erschien zuerst in beck-aktuell – DAS MAGAZIN. Jetzt kostenlos abonnieren.

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