Corona-Zahlenvergleiche und kriminologische Dunkelfeldforschung

von Prof. Dr. Henning Ernst Müller, veröffentlicht am 29.03.2020
Rechtsgebiete: Corona3123|126615 Aufrufe

Dieser Beitrag stammt vom 29. März 2020. Er wurde und wird regelmäßig aktualisiert durch Updates, die unten angehängt sind.

Seit Wochen starren wir alle auf die Infektionszahlen und die Zahl der Todesfälle, überlegen uns, wie Deutschland im Vergleich zu Italien, Frankreich, USA, Südkorea etc. dasteht, sprechen über Exponentialfunktion usw. Seit Wochen denke ich, dass diese Infektionszahlen eigentlich überhaupt nichts aussagen können, denn sie sind weitestgehend eine Funktion der Rate und der Selektion der Messung.

Die täglich angegeben Zahl der Infizierten ist in etwa so verlässlich wie die Zahl der Betäubungsmitteldelikte in der Kriminalstatistik: Wenn niemand die BtM-Delikte kontrolliert und aufzeichnet, dann GIBT es sie offiziell einfach nicht. Und wenn die Polizei damit beginnt, BtM-Straftaten zu verfolgen und Personen auf Btm zu kontrollieren, dann sind die Fall- und die  Tatverdächtigenzahlen in der polizeilichen Kriminalstistik komplett davon abhängig, wie viele Polizeibeamte wo und wen kontrollieren, wiederum auch abhängig davon, wie die Polizeibeamten ausgerüstet werden und wie motiviert sie bei den Kontrollen sind.

Übertragen auf COVID19: Die Anzahl (wie viele werden überhaupt getestet?) und die Verteilung (wer wird getestet?) der Tests ist derzeit  national, regional, gesundheitspolitisch und faktisch so unterschiedlich und Maßstäbe wie Selektionskriterien ändern sich im Zeitverlauf so stark, dass die Zahl der positiv Getesteten für die derzeitigen Ländervergleiche objektiv praktisch wertlos ist.

Wenn die Zahlen ansteigen, KANN es theoretisch daran liegen, dass die Infektionen tatsächlich häufiger sind, aber es kann genauso daran liegen, dass man mehr Personen getestet hat oder die Selektionskriterien verändert hat, dass man stärker als vorher in einer betroffenen Region testet oder stärker eine andere Altersgruppe oder dass es leichter geworden ist für Personen, die sich krank fühlen, beim Hausarzt getestet zu werden. Anders als das RKI jetzt angekündigt hat, ändert sich an den Verzerrungen auch nichts dadurch, dass man einfach die Anzahl der Tests erhöht: Neue Kriterien machen Vergleiche zur vorherigen Situation noch schwieriger, wenn nicht unmöglich, und sie können die Realitätsabbildung sogar noch stärker verzerren.

Wir starren also auf Kurven, deren Datengrundlage anhand der Messkriterien einfach viel zu unterschiedlich ist und sich noch dazu auch innerhalb eines Staates nahezu täglich ändert, zB hinsichtlich der Verfügbarkeit und Distribution von Tests und Laboratorien. Noch dazu hinken die Ergebnisse einige Tage der Testung hinterher - in den einzelnen Ländern und Regionen unterschiedlich lange verzögert.

Diese täglichen Vergleiche sind deshalb m.E. komplett sinnlos.

Sinnvolle Vergleiche wären möglich, wenn in jedem Land bzw. in jeder betr. Region eine repräsentative Stichprobe von allen Einwohnern  gezogen und getestet würde (ich schätze 1000 Personen würden in einer Region ausreichen, deren Betroffenheitsgrad vorher bestimmt wurde, für die ganze Bundesrepublik müsste ein weit größere Stichprobe gezogen werden, siehe Diskussion unten), und zwar in regelmäßigen ca. 48-stündigen Abständen: Denn allein daraus, aus einer repräsentativen Stichprobe, die Region, Geschlecht, Alter der Gesamtbevölkerung abbildet, könnten Schlüsse darauf gezogen werden, wie hoch die Infektionsrate tatsächlich ist, wie stark sie steigt und wie viele Infizierte voraussichtlich schwer erkranken, also hospitalisiert oder beatmet werden müssen oder sterben. Schließlich lässt sich nur so ermitteln, ob diese Kurve der Neu-Infizierten aufgrund der getroffenen Maßnahmen abflacht. Denn auch dies lässt sich mit den derzeitigen Messungen gar nicht ermitteln: Solange nicht jeder getestet wird/werden kann oder zumindest eine repräsentative Stichprobe von allen, werden selbst bei Absinken der tatsächlichen Neuinfektionsrate die gemessenen Infektionszahlen noch ansteigen, denn man schöpft dann nur das (bisher nicht getestete) Dunkelfeld aus.

Warum die WHO eine solche repräsentative Stichprobe nicht anregt oder verlangt (nicht einmal von den großen Industriestaaten), ist ein Rätsel. Denn nur so ließe sich der Status und die Entwicklung der Pandemie einigermaßen zuverlässig ermitteln.

Solange es solche repräsentativen Studien nicht gibt, könnte ein anderer Vergleich der zugänglichen Daten nützlich sein, so wie es auch in der Kriminologie etwa bei internationalen Vergleichen erfolgt. So wird für den Vergleich der Gewaltprävalenz die Tötungsrate international verglichen, also die vorsätzlichen Tötungen im Verhältnis zur  Bevölkerung, also (relativ besser) messbare „hard facts“, die nicht praktisch zu 80 bis 90 % von der Selektion bei der Messung abhängen.

Ein einigermaßen hartes Faktum ist die SterbeRATE in der Bevölkerung. Wir können in den westlichen Gesundheitssystemen jedenfalls davon ausgehen, dass die Todesfälle durch COVID19 zwar nicht perfekt, aber wesentlich besser und objektiver erfasst werden als die tatsächlichen Infektionszahlen. Noch besser wäre es, die Zahl der schwer Erkrankten zu vergleichen, denn die Sterbefälle hängen wegen der unterschiedlichen Gesundheitssysteme ja auch davon ab, wie gut oder schlecht die medizinische Versorgung in einer Gesellschaft mit der Pandemie umgehen kann (Stichwort: Intensivbetten, Beatmungsgeräte).

Im Netz habe ich nur eine Stelle gefunden, die die Todesraten für westliche Industriestaaten regelmäßig auswertet und in Beziehung setzt. Kevin Drum ist ein Blogger aus Kalifornien, der neun Staaten miteinander vergleicht Ein keineswegs perfekter Vergleich, dessen Aussagekraft aber m.E. etwas besser einzuschätzen ist.

Zu beachten sind folgende Setzungen:

1. Die Todeszahlen werden jeweils auf die Gesamtbevölkerungszahl bezogen (und nicht, wie üblich, auf die Zahl der gemessenen Infizierungen).

2. Es wird der Vergleichs-Nullpunkt jeweils bei 1 Todesfall pro 10 Millionen der Bevölkerung gesetzt (und nicht wie üblich, ab dem Zeitpunkt einer aufgrund relativ willkürlicher Testraten angenommenen Anzahl der Infektionen.

3. Die "Italienkurve" wird zum Vergleich herangezogen, weil dort relativ früh ein Sterbefall pro 10 Million Bevölkerung aufgetreten ist und alle anderen westlichen Staaten einige Tage oder Wochen hinterherlaufen.

Was sind nun die Erkenntnisse aus diesem Vergleich (27.03.2019)?

a) anders als alle anderen feststellen: Deutschland steht (bisher) nicht wesentlich besser da als Italien. DE ist vielmehr mit ITA auf derselben Linie wie Frankreich, Schweden und UK. Erst die kommenden Wochen werden zeigen, ob DE tatsächlich die Krise so viel besser bewältigt als ITA.

b) Die Schweiz steht überraschend gut da, Spanien viel schlechter als ITA.

c) USA und Canada stehen in dieser Statistik derzeit– noch – gut da, sogar besser als Deutschland.

Einwände, wie etwa das  Dunkelfeld der ungetestet/unbehandelt am Virus Verstorbenen sind allerdings auch hier in Rechnung zu stellen. Erst nach der Krise wird man an der Steigerung der Sterblichkeit im Jahr 2020 weitere Einschätzungen treffen können, auch was die mittelbaren Sterbefälle (durch allg. Überlastung des jew. Gesundheitssystems) angeht.

Update (31.03.):

Ich habe als Bild oben die neuere Grafik von Kevin Drum eingefügt (Stand ist jetzt 30.03.):

a) auch in Deutschland steigen die Sterberaten zwar, aber sie bleiben jetzt etwas niedriger als in Italien im verglichenen Zeitpunkt. Frankreich und UK sind in etwa auf demselben Pfad wie ITA

b) Die Schweiz bleibt bei den Sterbezahlen unter der Vergleichskurve Italiens - dies könnte in etwa der Pfad sein, der sich auch in DE zeigen wird (CH ist in diesem Vergleich neun Tage voraus).

c) In USA steigen die Sterbezahlen an, liegen aber noch deutlich unter der Italienkurve.

Was allerdings diese Kurvenvergleiche nicht abbilden (können), ist, wie sich das Virus innerhalb der einzelnen Staaten verbreitet. Besonders gefährlich ist es dort, wo viele Risikogruppenangehörige  infiziert werden - dort steigen auch die Sterberaten erheblich. Sind dies begrenzte Regionen innerhalb eines Staatsgebildes, dann zeigt sich dies kaum in der Sterblichkeitsrate für den Gesamtstaat. Dies zeigt sich etwa in den USA, aber auch in China (das in dieser Grafik nicht enthalten ist). Man müsste für diesen Vergleich dann kleinere Einheiten verwenden, also etwa den Staat New York oder die Provinz Hubei.

 

Es wird nun unter Leitung des Virologen Streeck zumindest in dem ersten deutschen Infektionscluster Heinsberg eine repräsentative Panel-Studie mit 1000 Personen durchgeführt, Es werden damit nicht nur die (bisher) getesteten und positiven Fälle bei Infektionsverdacht erfasst, sondern eine repräsentative Stichprobe aus dem gesamten Landkreis. Dies geht deutlich in die Richtung, die ich oben angedeutet habe, auch wenn sie natürlich keinen Vergleich zwischen verschiedenen Bundesländern und schon gar nicht Staaten ermöglicht. Wünschenswert wäre zumindest eine weitere repräsentative Pilotstudie in einem bisher unauffälligen Landkreis und ähnliche Panel-Studien in zwei Städten. Aber man kann nicht alles haben. Die Kritik daran, dass man nicht schon vorher repräsentative Studien durchgeführt hat, teile ich.

Update (3. 4. 2020):

Es ist nun mind. eine weitere Studie geplant, die das Dunkelfeld aufhellen soll, berichtet der Spiegel heute.

Update (6.4.2020):

Ich habe die Grafik von Kevin Drum aktualisiert.
Fortschreibung der vorher genannten Entwicklungen:
a) die Sterberaten in DE bleiben deutlich unter denen von Italien, sie sind auch besser als die Entwicklung in der Schweiz

b) Frankreich und UK liegen nun etwas über der Kurve von Italien, Schweden etwa gleichauf

c) Die USA bleiben bislang unter der Kurve von Italien, scheinen aber "aufzuholen"

d) Spanien zeigt die schlimmste Entwicklung der neun verglichenen Staaten, Canada die beste.

Update (7.4.2020)

Auszug aus einem Thesenpapier von Schrappe u.a. vom 5. April (Aerztezeitung dazu):

These 1.1. Die Zahl der gemeldeten Infektionen hat nur eine geringe Aussagekraft, da
kein populationsbezogener Ansatz gewählt wurde, die Messung auf einen
zurückliegenden Zeitpunkt verweist und eine hohe Rate nicht getesteter (v.a.
asymptomatischer) Infizierter anzunehmen ist.
1. Die Zahl der täglich beim RKI gemeldeten Fälle wird in hohem Maße durch die
Testverfügbarkeit und Anwendungshäufigkeit beeinflusst.
2. Unter Berücksichtigung dieser anlassbezogenen Teststrategie ist es nicht
sinnvoll, von einer sog. Verdopplungszeit zu sprechen und von dieser Maßzahl
politische Entscheidungen abhängig zu machen.
3. Die Darstellung in exponentiell ansteigenden Kurven der kumulativen Häufigkeit
führt zu einer überzeichneten Wahrnehmung, sie sollte um die Gesamtzahl der
asymptomatischen Träger und Genesenen korrigiert werden.
4. Die Zahl der gemeldeten Fälle an Tag X stellt keine Aussage über die Situation
an diesem Tag dar, sondern bezieht sich auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit.
5. Ungefähr zwei Drittel der Infizierten werden zu diesem Zeitpunkt nicht erfasst.
6. Überlegungen zu populationsbezogenen Stichproben (Nationale Kohorte)
müssen intensiviert werden.

Die These entspricht weitestgehend meiner Kritik oben.

Update (9.4.2020)

Grafik von Kevin Drum aktualisiert.

Aus der Berichterstattung über erste Ergebnisse aus der oben erwähnten Heinsberg-Studie:

Das sind die ersten, aber schon repräsentativen Zwischenergebnisse:

  • Bei 15 Prozent der untersuchten Bewohner Gangelts konnte eine Infektion nachgewiesen werden.
  • Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu sterben, liegt in Gangelt bei 0,37 Prozent.
  • Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Letalität aktuell laut der Johns-Hopkins-Universität bei 1,98 Prozent - also fünf Mal höher.

An der Pilotstudie, bei der es darum ging mehr über die Dunkelziffer des Virus und Übertragungswege herauszufinden, nahmen Streeck zufolge mehr als 1000 Bewohner teil. Die Untersuchung basierte auf Fragebögen, Rachenabstrichen und Blutentnahmen (zum Test von Antikörpern, die auf eine Immunität hinweisen).

Update (11.4.2020)

Inzwischen wird die Heinsberg-Studie stark kritisiert, zum einen wegen der frühen Veröffentlichung mittels einer Art Medienkampagne, zum anderen wegen (angeblicher) methodischer Fehler zum dritten, weil sie nichts wesentliches aussage über Deutschland insgesamt.

Ich habe im Moment eine ganz andere Kritik, die daran anknüpft, was die Studie als Zwischenergebnis aussagt: Unabhängig davon, ob diese oben geäußerten Kritikpunkte zutreffen, denke ich, dass dieses Zwischenergebnis nicht stützt, zu welcher politischen Aussage es jetzt verwendet wird oder werden soll: Es sind aus diesen Zahlen m.E. keine Argumente für oder gegen "Lockerungen" zu entnehmen. Es lassen sich insbesondere zwei Nachrichten/Botschaften entnehmen, die sich in der Richtung widersprechen.

1. Die - eingeschränkt - gute Nachricht:  Das Virus wäre (wenn die Ergebnisse bestätigt werden können) weniger tödlich als bislang von vielen angenommen. Ob das auch auf die Gefährlichkeit zutrifft, dazu müsste auch noch die Hospitalisierungsrate genannt werden, denn wenn die Erkrankten nur aufgrund besonders guter Kliniken gerettet werden können, dann sagt uns diese Sterberate noch nicht viel über die weltweite Gefährlichkeit im Sinne von schwerer Erkrankung.

2. Die schlechte Nachricht: Selbst in Heinsberg sind erst 15 % der Menschen infiziert. Das bedeutet hochgerechnet, dass in Deutschland wohl weit weniger infiziert sind (1 %?) und das bedeutet wiederum, dass wir noch sehr weit entfernt snd von einer Herdenimmunität, da noch 99 % der Menschen infiziert werden können, wenn wir nicht auf Distanz gehen.

Also: Vorsicht ist geboten, sowohl bei  der Interpretation der Daten als auch bei politischen Konsequenzen.

Update (13.04):

Ich habe die Diagramme von Kevin Drum nochmal neu eingefügt. Es zeigt sich bei den Sterberaten in DE (bezogen auf die Bevölkerung!) ein hoffnungsvoller "Knick" seitwärts.

Einiges, was ich oben im Beitrag geschrieben habe, sieht auch Prof. Vogt, ein Schweizer Virologe, ähnlich, in einem sehr lesenswerten Beitrag, der insbes. auf die Schweizer, aber auch auf die europäische Reaktion und Situation insgesamt eingeht und die politischen Versäumnisse klar herausstellt, hier:  Quelle: Mittelländische

Update (17.04.):

Habe die Diagramme von Kevin Drum aktualisiert. Die Todesraten und ihr Wachstum unterscheiden sich nun stark. Deutschland und Kanada liegen recht gut - ein  Abflachen der Kurve in Deutschland ist zu erkennen, Schweden und USA sind aber offenbar noch nicht am "Peak" der Sterbezahlen angekommen, auch Frankreich macht keinen sehr hoffnungsvollen Eindruck.

Beachten Sie (neben der Kurvenentwicklung) auch die Sterbefälle pro Million der Bevölkerung.

Mein Monitum, dass Dunkelfeldstudien erforderlich seien, wird inzwischen von fast allen geteilt, auch - reichlich spät, finde ich - vom RKI: Pressemitteilung vom 9. April 2020.

Auch Kollegen von meiner Universität haben sich  in dem Sinne geäußert, wie ich es oben angedeutet habe (Auszug aus der Pressemitteilung, die Hervorhebung stammt von mir):

Peterhammers Studie legt die Vermutung nahe, dass um den 20. März 2020 herum die tatsächlichen Infektionen in Deutschland über die Kapazitäten für positive Tests hinausgewachsen sind. Ab diesem Zeitpunkt ist in der Verlaufskurve der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 eine deutliche Verlangsamung festzustellen. Der Grund für diese Stagnation liege jedoch nicht darin, dass die politischen Maßnahmen gegriffen hätten - ein positiver Effekt durch die Schließung von Kitas, Schulen und Geschäften sowie durch das Social Distancing hätte sich erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt in den gemeldeten Zahlen niederschlagen können, erläutert Peterhammer. Vielmehr sei es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen, die tatsächlichen Neuinfektionen mithilfe der Testmethoden zu erfassen. Laut Studie spiegelten die gemeldeten Infektionen derzeit vermutlich nicht länger die tatsächlichen Fälle wider, sondern lediglich die Nachweiskapazitäten.

Felix Peterhammer spricht sich dafür aus, für die Überprüfung der Maßnahmen groß angelegte Zufallstests in der Bevölkerung durchzuführen - ähnlich wie bei Wahlumfragen könnte das Ergebnis anschließend auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet werden. Verdachtsabhängig sollte nur noch dort getestet werden, wo es medizinisch notwendig und sinnvoll ist, zum Beispiel bei schwer Erkrankten oder bei Klinikpersonal.

Update 20.04.2020:

Kevin Drum hat in seinem Blog die Darstellungsweise verändert. Er will nun zeigen, welche Länder anhand der Todesfallzahlen schon am Höhepunkt (peak) der Kurve angekommen sind bzw. diesen überschritten haben. In seinen Grafiken (unteres Bild) wird ein 6-Tages-"rolling average" verwendet, d.h. es wird jeweils der Durchschnitt der letzten 6 Tage angezeigt, um die Ausschläge täglicher Abweichungen etwas auszugleichen. Zu beachten ist, dass die Grafiken in den Zeilen verschiedene Skalen benutzen.

Um die frühere Aussage weiter zu ermöglichen, habe ich die gemeldeten Todesopferzahlen derselben neun Staaten mit der App "shinyapp" in einem Diagramm vereint (oberes Bild). Hier zeigt sich nun deutlich, wie stark die Staaten sich unterscheiden: Spanien leider außer Konkurrenz hoch, Italien, Frankreich und UK in etwa auf demselben Pfad, die USA, Schweiz und Schweden etwa gleichauf, Deutschland und Canada ebenfalls ungefähr gleichauf mit den niedrigsten Werten.

Bei shinyapp können Sie selbst weitere Grafiken erstellen und beliebige Staaten vergleichen.

 

Update 23.04.2020:

1. In einem Artikel auf der Seite von üben Sozialwissenschaftler unter dem Titel:

"Lockdown im Blindflug Was bei den Corona-Studien derzeit alles falsch läuft"

ebenfalls methodische Kritik an der bisherigen Datenbasis zur Coronakrise und es werden repräsentative Studien gefordert, Zitat:

Die Sozialwissenschaftler Menno Smid von Infas und Prof. Rainer Schnell von der Universität Duisburg-Essen beobachten immer noch eine Fixierung auf die Zahl der Infizierten. Diese sind nicht nur irreführend, weil in jedem Land zu anderen Zeitpunkten der Erkrankung und nach anderen Maßstäben getestet wird. Der Unterschied auf den Anteil der Verstorbenen im Verhältnis zu den Infizierten, erklärt sich daraus. Es handelt sich laut Schnell auch um eine „selbstrekrutierte Stichprobe“ – getestet wird nur wer Symptome zeigt –, die wenig aussagekräftig ist.

Auch die bisherigen repräsentativen Studien wiesen erhebliche methodische Mängel auf. Die geplante Studie in München sei zwar grundsätzlich geeignet, jedoch wird an der Erhebung unter Polizeibegleitung Kritik geübt:

Diese Vorgehensweise sei wohl gewählt worden, um die Unbedenklichkeit und Seriosität zu verstärken. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive entstehe so jedoch ein verfälschender Interviewereffekt, so Schnell. Schließlich ist die Teilnahme freiwillig und mancher Bürger könnte sich von dem Polizeischutz abgeschrecken lassen. Dann ist es aber wiederum nicht mehr zufällig, wer mitmacht.

2. Auf der Seite "coronasoziologie.net"  findet sich ein Artikel der beiden vorgenannten Soziologen, in denen die methodischen Problem noch einmal näher erläutert werden.

3. Ich selbst habe meine Überlegungen noch einmal in einem Interview mit der Pressestelle der Uni Regensburg zusammengefasst. Das Interview ist auf der Homepage der Uni verfügbar.

 

Update 24.04.2020:

1. Ich habe die Grafiken/Diagramme oben aktualisiert, auch wenn es zunehmend Kritik auch an der Zuverlässigkeit der täglichen Sterbezahlmeldungen gibt (siehe dazu 2.).

Die Entwicklung der Daten anhand der vorhandenen Sterbezahlen zeigt die Fortführung der bisherigen "Kurven" bei den neun beobachteten Staaten, mit einer Ausnahme: In Schweden zeigt sich ein stärkerer Zuwachs als in USA und Schweiz. Schweden erhält ja ganz besondere Beachtung, weil dort deutlich weniger  Distanzmaßnahmen behördlich angeordnet wurden als in den anderen europäischen Ländern. 

2. Nach meinem Interview, das auf der Homepage der Universität Regensburg veröffentlicht wurde, erreichte mich die Post eines örtlichen Kollegen aus den Humanwissenschaften, der wesentlich detaillierter ganz ähnliche Kritik an den offiziellen Infektionszahlen formuliert hat. In seinem Aufsatz "The Scenario of a Pandemic Spread of the Coronavirus SARS CoV 2 is Based on a Statistical Fallacy" hat Christof Kuhbandner  (hier die Pre-Print-Publikation, hier ein deutschsprachiger Beitrag auf scilogs, der sich auf die deutsche Situation bezieht) sich intensiv mit den Daten auseinandergesetzt und ebenso wie ich konstatiert er, dass die Infektionszahlen im Wesentlichen das Testgeschehen und nicht das Infektionsgeschehen wiedergeben.

Zitat:

since the number of conducted coronavirus tests has rapidly increased over time as well, the apparent increase in infections may actually reflect increased testing, rather than a rapid spread of the coronavirus. To examine this issue, data from Austria, Belgium, France, Germany, Italy, and USA were analyzed. In all countries, the rapid increase in reported new infections was largely attributable to the rapid increase in conducted tests. Statistically controlling for the increased amount of testing revealed that the increases in reported infections dramatically overestimate the true increases in every country.

Seine dazu angestellten Überlegungen sind plausibel und entsprechen meiner Vermutung: Die Steigerung der Infektionszahlen ist mehr oder weniger einer zunehmenden Ausschöpfung des Dunkelfelds geschuldet. Da wir die Größe des jeweiligen  Dunkelfelds aber nicht kennen und die Selektionskriterien (für die Durchführung von Tests) sich zeitlich, regional und  international unterscheiden, halte ich eine korrigierte Berechnung der "wahren Infektionszahl" auf Grundlage der positiv Getesteten für weniger überzeugend.

Aber nicht nur das erörtert er in dem Aufsatz. Kuhbandner formuliert auch Kritik an der Todesfallzahlstatistik, denn auch diese sei von der Erhöhung der Testzahl betroffen. Wenn die meisten Erkrankten etwa erst kurz vor dem Tod positiv getestet wurden, werde die tatsächliche Todesursache möglicherweise verdeckt, da das Coronavirus noch gar nicht hätte so lebensgefährlich wirken können. Argument für diese Schlussfolgerung sieht er darin, dass die Todesfallzahlen in den Statistiken gleichzeitig mit den Infektionszahlen ansteigen, obwohl biologisch eine Zeitverzögerung zu erwarten sei. 

Diese Kritik an der zuverlässigen Todesfallstatistik lässt mich natürlich aufhorchen: Wenn sie zuträfe, wäre meine Annahme unzutreffend, dass das "harte Faktum" des Todesfalls die Ausbreitung der Epidemie tendenziell besser reflektiert als die Infektionszahlen. Und noch eine andere Kritik hat mir der Kollege zukommen lassen (scilogs): Die vom RKI täglich gemeldeten Todesfälle stammten ohnehin aus den letzten 14 Tagen, die Mehrheit der gemeldeten Todesfälle sei schon vor mehr als einer Woche eingetreten. Nach seiner Berechnung sei daher der "Peak" der Sterbefälle schon so früh zu verorten (Anfang April), dass die Mitte März ergriffenen Distanzmaßnahmen und Schulschließungen diesen Rückgang gar nicht erklären könnten.

Hierzu habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet, auch wenn ich den Einwand der (möglicherweise auch international stark abweichenden) Meldeverzögerung ad hoc nicht zurückweisen kann.

Update 28.04.:

Die beiden Grafiken habe ich aktualisiert. Inzwischen ist zu erkennen, dass sich Schweden deutlich von den beiden Staaten USA und Schweiz, mit denen es bislang in etwa auf gleicher Höhe lag, nach oben absetzt. In allen Staaten (außer Canada) zeigt sich inzwischen ein Rückgang der Todesfälle bzw. eine Plateaubildung (Schweden). Canada hat Deutschland inzwischen eingeholt bzw. überholt. Von den neun verglichenen Staaten hat Deutschland die Krise (bezgl. der Todesraten) bislang am besten bewältigt. Ob es an den Maßnahmen liegt oder schlicht am bisherigen Glück, lässt sich kaum ermessen. Die meisten anderen Staaten haben ja ähnliche oder sogar schärfere Maßnahmen ergriffen.

In einem Artikel in der Taz wird angesichts der Übersterblichkeitsstatistiken in einigen europäischen Staaten vermutet, dass das Virus schon viel mehr Todesfälle verursacht hat als bislang bekannt. Ich habe die zugrundeliegenden Statistiken aus der New York Times oben eingefügt.

Hinsichtlich der tatsächlichen Infektionszahlen und damit auch der tatsächlichen Sterblichkeit des Virus (IFR) wissen wir bislang mangels repräsentativer Studien immer noch nicht viel.

Update 30.04.:

Die Grafiken habe ich erneut aktualisiert. Nun ist auch Schweden (endlich!) "über den Berg", was die täglichen Todeszahlen angeht. Es bleibt aber dabei, dass der von manchen als so erfolgreich angesehene "schwedische Weg" (ob durch Pech oder durch unkluges Verhalten oder durch eine Kombination aus beidem) bislang deutlich mehr Opfer gekostet hat als in den Nachbarländern und auch als in Deutschland. Canada hat nun (auf Bevölkerung berechnet) ebenfalls recht eindeutig Deutschland überholt. Falls es nicht zu einer "zweiten Welle" kommt, ist Deutschland dann (durch Glück oder durch kluges Verhalten oder durch eine Kombination aus beidem) in diesem Neun-Nationen-Vergleich am besten davon gekommen. Natürlich gibt es jetzt Viele, die meinen, sie hätten schon immer gewusst, dass ein Lockdown gar nicht nötig sei, weil das Virus ja gar nicht soo gefährlich gewesen sei. Ja, hinterher kann man das immer behaupten. Auch das ist aus der Kriminologie bekannt: Erfolgreiche Prävention lässt sich schwer nachweisen und wird auch selten gelobt.

Hier ein aktuelles Interview, das ich der Bayerischen Staatszeitung gegeben habe: Interview vom 28.04..

Update 6.5.2020:

Ich habe das mit shinyapps erstellte Diagramm sowie das von Kevin Drum aktualisiert. Es ist nun erkennbar, dass die (tägl.) Todeszahlen in Spanien, Frankreich, Italien, UK, Schweiz,  Deutschland und (eingeschränkt) Schweden mittlerweile deutlich rückläufig sind. In  Canada und USA zeigt sich zwar auch eine gewisse "Plateaubildung", aber noch kein so deutlicher Rückgang (Diagramme von Kevin Drum). In den kumulierten Todeszahlen (pro Bevölkerungseinheit) bis heute steht Deutschland unter den neun verglichenen Staaten am besten da, auch Canada hat inzwischen deutlich mehr Tote (auf Bevölkerungsgröße berechnet) zu beklagen (shinyapps-Diagramm)

Da jetzt in allen Staaten gewisse "Lockerungen" der vorher unterschiedlich massiven Einschränkungen vorgesehen sind, wird sich wohl über kurz oder lang der bislang eigenwillige "schwedische Weg" überall durchsetzen. Ob und wie sich das auf die Sterberaten auswirkt, muss dann beobachtet werden. Wegen der immer noch deutlich unterschiedlichen Testkriterien (wer, wann und wo wird getestet) halte ich die Todesraten immer noch für einen besseren Vergleichsmaßstab. Aber auch hier ist weiterhin wegen der unterschiedlichen Zuordnung eines Todesfalls zur Ursache "COVID-19" Vorsicht geboten. Auch wenn inzwischen zeitlich etwas überholt, lasse ich auch die Statistiken zur Übersterblichkeit aus der New York Times noch stehen.

Meine Interpretation, dass es nach wie vor - trotz vorhandener Testkapazitäten für repräsentative Stichprobentests - selektive (und nicht unbedingt überall gleich ausgeführte) Testkriterien sind, die zu einem Test führen, die das wirkliche Infektionsgeschehen nicht wiedergibt, wird vom RKI aktuell bestätigt (Quelle: Tagesschau):

Das Robert Koch-Institut teilte vergangene Woche auf Anfrage mit, nicht unmittelbar in die Testungen involviert zu sein. Es lege lediglich die Kriterien fest, bei denen Ärzte einen Corona-Test vornehmen sollen. Bisher war die Linie, dass nur Personen getestet werden sollen, die grippeähnliche Symptome haben und gleichzeitig Kontakt zu einem Infizierten hatten. Von dieser Linie ist das RKI inzwischen abgewichen. Jetzt sollen auch Patienten "bei kleinsten Symptomen" getestet werden, wie Wieler auf einer Pressekonferenz mitteilte.

Gleichzeitig hält das RKI aber an einem "strategischen Testen" fest, da ein wahlloses Testen wenig bringe. Zu einem strategischen Testen gehöre es aber auch, gezielt in Alten- und Pflegeheimen und in Krankenhäusern zu testen, so Wieler.

Anmerkung: Was viele empirisch forschende Wissenschaftler fordern, ist natürlich kein "wahlloses" Testen, sondern Studien an Stichproben, die insgesamt ein repräsentatives Bild des Infektionsgeschehens in Deutschland ergeben, also nicht nur Gangelt oder München abbilden. 

Hier noch ein Zitat des Bloggers Kevin Drum, der auf einen Vergleich der Infektionszahlen der US-Bundesstaaten diese Antwort findet:

 I continue to think this is probably highly misleading since different states have vastly different testing regimes. If, say, New York is testing 1 percent of its population and Florida is testing 0.1 percent, then New York will overwhelm the total regardless of who’s going up and who’s going down. Likewise, as testing becomes more widespread, looking at cases over time becomes unreliable even within a single state. The case rate can look like it’s skyrocketing just because we’re testing far more people.

Update 8.5.2020

Ich habe die Diagramme aktualisiert (Datenstand 6.5./7.5.).

Zu erkennen ist nun, dass die Todeszahlen in UK trotz Verlangsamung des Zuwachses über die von Italien hinaus gehen, und die Zuwächse in Schweden, Kanada und USA nur zögerlich bzw. nicht stabil nach unten gehen. Deutschland steht weiterhin unter den neun verglichenen Staaten ziemlich gut da, die täglichen Todesfälle durch corona sind auf ein recht niedriges Niveau gesunken, tödliche Infektionen sind also in Deutschland vergleichsweise selten geworden. Man kann das m.E. durchaus den Maßnahmen zuschreiben, wobei unklar ist, welche Maßnahmen genau den Effekt ausgelöst haben, welche Bedeutung der Zeitpunkt der Maßnahmen hat und wie hoch daneben der Anteil von "Glück" bzw. "Pech" ist, also welche Rolle auch der Zufall spielt (etwa ob wegen ihrer Alters- und Gesundheitsstruktur besonders vulnerable Gegenden oder Institutionen betroffen sind oder nicht).

Erfreulicherweise ist jetzt von örtlichen Kolleg-inn-en eine weitere repräsentative Studie geplant, die im Landkreis Tirschenreuth stattfinden wird. In Bayern würden dann immerhin zwei solche Studien durchgeführt werden, neben der Metropolenstudie in München auch eine in der dünner besiedelten Oberpfalz.

Update 09.05.2020

1. Gingen die Infektionszahlen schon zurück, bevor die Maßnahmen greifen konnten?

Schon oben (Update vom 24.04.) habe ich auch die Thesen meines Regensburger Kollegen Kuhbandner diskutiert. Ich stimme ihm zu (bzw. er mir), dass die Infektionszahlen selbst nicht zur Einschätzung der wahren Lage taugen: Je mehr man testet, desto mehr findet man, soweit unser übereinstimmednes Fazit. Er hat dazu in seinem Artikel auf Telepolis (25.04.) ein anderes Beispiel gebracht, das aber auch sehr anschaulich ist: Bei einer bestimmten Anzahl  im Garten versteckter Ostereier, werden umso mehr gefunden, je mehr Zeit man den Suchenden einräumt. Es wäre unsinnig, aus der gefundenen Anzahl auf die tatsächliche Anzahl der versteckten Eier zu schließen. Wenn man jeden Tag mehr Zeit einräumt und mehr Eier findet, folgt daraus nicht, dass jeden Tag mehr Eier versteckt gewesen seien.

Kuhbandner versucht dann in einem weiteren Schritt aus der Testanzahl auf die wahre Steigerung der Infektionszahlen (im Dunkelfeld) zu schließen, und kommt zum Ergebnis, die tatsächlichen Infektionszahlen seien schon rückläufig gewesen, bevor die Maßnahmen überhaupt greifen konnten. Und da folge ich ihm nicht mehr: Das Dunkelfeld hat seinen Namen nicht umsonst. Es ist eben dunkel. Und aus meiner kriminologischen Erfahrung weiß ich, dass Schlussfolgerungen aus dem Hell- auf das Dunkelfeld methodisch höchst problematisch sind, auch wenn man versucht, die Verzerrungen des Hellfelds irgendwie in den Griff zu bekommen. Man ist dann nämlich darauf angewiesen, dass diese Verzerrungen (hier: Testkriterien und deren Anwendung) gleichförmig bleiben, so dass man sie statistisch auch über einen längeren Zeitraum hinweg herausrechnen kann.  Das weiß auch Kuhbandner und er versucht diese Gleichförmigkeit der Testkriterien zu reklamieren, doch hat er meines Erachtens dabei dreierlei verkannt:

a) Zwar mag das RKI die immer gleichen Selektionskriterien anwenden WOLLEN, wann wer getestet wird, aber ob dies (insbesondere bei Ausweitung der Testkapazitäten) tatsächlich in derselben Strenge eingehalten wird, erscheint mir sehr fraglich. Die Kapazitäten sind regional unterschiedlich und selbstverständlich wird das Signal ("wir sind knapp" oder "wir haben ausreichend Kapazitäten") von den Ärzten, die einen Test vor Ort vornehmen, so verstanden, dass sie ihr Ermessen, wann hinreichend Symptome vorliegen, entsprechend steuern sollen und dies auch können. Vergleich zur Kriminologie: Auch unter den bundesweit gleichen Kriterien für einen Anfangsverdacht finden wir deutlich unterschiedliche Praxen des polizeilichen Vorgehens zwischen versch. Bundesländern und erhebliche Stadt/Land-Unterschiede, ganz zu schweigen von örtlichen Unterschieden, sogar im selben Landkreis.

b) Anders als Kuhbandner annimmt, haben sich die Kriterien, wann wer wo getestet wird, auch aus Sicht des RKI gewandelt. Insbesondere werden inzw. auch sehr viele Menschen getestet, die beruflich ein höheres Infektionsrisiko tragen, ganz ohne Symptome.

c) Symptome werden nicht von Überwachungsgeräten, Robotern, Drohnen oder ähnlichem festgestellt, sondern von den betroffenen Menschen selbst. D.h. es hängt sowohl das Meldedatum als auch die Meldung überhaupt davon ab, ob jemand die Symptome bei sich selbst als Corona-verdächtig einschätzt, ob er einen schnellen Draht zu seinem Hausarzt hat, ob er seine Familie und Kollegen damit behelligen möchte etc., insgesamt von vielen Faktoren, die wir aus der Kriminologie als "Anzeigebereitschaft" kennen und die individuell sehr verschieden sein können (und damit meine ich wörtlich SEHR). Ich würde vermuten, dass zumindest zu Beginn die Angst Viele dazu getrieben hat, schon bei leichtem Husten ihren Hausarzt zu nerven mit Testforderung. Mit Symptomen, die früher niemanden überhaupt zum Arztbesuch gebracht hätten. Inzwischen aber mag diese Sorge bei Vielen einer anderen gewichen sein (ich müsste dann in Quarantäne, kann ich mir das leisten, meiner Familie zumuten?).

d) Es werden nicht nur anzeigebereite  Menschen mit Symptomen getestet, sondern auch - in unterschiedlichem Maße - Kontaktpersonen derselben. Und das bedeutet, auch hier hängt es stark davon ab, wie viele solcher Kontaktpersonen jemand hat und an wie viele er sich erinnert. Auch das ist nicht irgendwie vergleichbar mit einer Zufallsstichprobe. Die Rate zwischen symptomatisch Infizierten und ihren Kontaktpersonen kann sogar erheblich von Woche zu Woche verschieden ausfallen.

Soweit meine Einwände. Aus den methodisch unrichtig ermittelten Infektionsdaten kann man mE nicht korrektere Daten errechnen. Es KANN so sein wie Kuhbandner schließt, es kann aber auch ganz ANDERS sein.

2. Noch ein paar Bemerkungen  zur Kritik an den Maßnahmen und  an der politischen Bewältigung der Krisensituation überhaupt:

Dass es keine  Tests an repräsentativen Stichproben gibt, habe ich im obigen Beitrag seit dem 29. März angemahnt. Inzwischen gibt es einige wenige solcher Studien, die nun auch von immer mehr Wissenschaftlern gefordert werden.

Und ich habe hier einige andere wissenschaftliche Kritik zitiert und besprochen, soweit ich meinte, dass diese etwas beitragen können mit ihren Erkenntnissen. Aber ich weiß, ich bin weder Virologe noch Epidemiologe, noch bin ich politischer Entscheidungsträger. 

Zur BILD-Schlagzeile:  Deutschlands "klügste Corona-Experten": Was ich überhaupt nicht ernstnehmen kann, ist die klugscheißerische Art, mit der selbsternannte Experten, die selbst nicht im geringsten in der Position sind, für Tote verantwortlich gemacht zu werden, NACH den Maßnahmen deren Überflüssigkeit konstatieren oder so tun, als hätten sie es immer schon besser gewusst und sich dafür von der BILD-Zeitung oder von Reichsbürger-YouTube-Sendern feiern lassen. Das ist für einen Wissenschaftler (gleich welchen Fachgebiets) unverantwortlich und peinlich.

Update 11.05.2020

Die Regionalisierung der Gegenmaßnahmen und deren Orientierung an 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner ist theoretisch eine gute Idee, doch hinkt die praktische Umsetzung an mehreren Stellen:

a) die gemessenen Infektionszahlen (also "positiv Getestete"), an denen sich die Gegenmaßnahmen orientieren sollen, sind - wie schon oben ausgeführt - keine empirisch zuverlässigen Daten. Zudem ergibt sich insbesondere bei Menschen, die in einem Landkreis wohnen, in einem anderen (oder in einer Stadt) arbeiten, ein Zuordnungsproblem. Eigentlich müsste solch eine positiv getestete Person zweimal gezählt werden.

b) da die Landkreise sicherlich nicht interessiert sind daran, dass gerade ihr Landkreis und die darin befindlichen Firmen/Restaurants/Hotels betroffen sind von erneuten Schließungen, wird niemand dort auf eine häufigere Verdachtstestung achten, eher im Gegenteil: die Leute werden eher nicht ermuntert sich testen zu lassen, quasi ein "nudge" in die falsche Richtung, weil zu viele positiv Getestete im Landkreis "bestraft" werden.
Auch das kennen wir in der Kriminologie: Man braucht es den Bürgern nur ein bisschen schwerer zu machen, ihre Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten, schon werden weniger Delikte angezeigt.

c) Der Hauptunterschied (Bevölkerungsdichte) zwischen Stadt und Land bleibt unberücksichtigt. Für Städte mit ihrem sehr beweglichen Bevölkerungen (man denke nur an den öffentl. Nahverkehr) ist daher das Maß 50 pro 100.000 möglicherweise zu hoch angesetzt, um durch Gegenmaßnahmen einen größeren Ausbruch noch zu verhindern.

Allerdings ist auch die Reproduktionszahl (für ganz Deutschland) kein besserer Maßstab, denn damit werden regional sehr hohe Verbreitungszahlen ausgeglichen durch niedrigere anderswo. Und die Reproduktionszahl beruht ebenfalls auf den positiv Getesteten und eben nicht auf den tatsächlichen Infektionszahlen. Immer wieder muss darauf hingewiesen werden: Die Erhebung dieser Daten entspricht NICHT den anerkannten Methoden empirischer Forschung.

Zu den Schlachthöfen: Wie oben schon zitiert: In den USA sind bereits 115 Fleischfabriken von Ausbrüchen betroffen (Quelle). Es ist nicht anzunehmen, dass dort Rumänen und Bulgaren beschäftigt sind. Es spricht mehr dafür, dass es nicht die "Reservearmee" ist, sondern die Arbeitsbedingungen, unter denen die Arbeiter tätig sind, die eine Infektion begünstigen. Man muss hier vorsichtig sein, nicht fremdenfeindlichen Klischees Vorschub zu leisten.

Eine andere Form spezifischer Schutzmaßnahmen anhand des individuellen Risikos schlagen Schrappe et al. vor, hier (researchgate-Link). Ich möchte dies hier verbreiten, weil Schrappe et. al. (u.a. auch der Rechtsmediziner Püschel) vom selben argumentativen Ausgangspunkt wie ich aus einen anderen Weg einschlagen.

Update 19.05.2020

Ich habe die Diagramme zum Vergleich von neun Staaten hinsichtl. ihrer Todesrate wieder aktualisiert.

Mittlerweile ist deutlich, dass Schweden sich bezüglich der Häufigkeit der Todesfolge den französischen Ergebnissen  annähert und UK denen von Spanien. Schweden hat, auf die Bevölkerung berechnet, mittlerweile etwa viermal so viele Sterbefälle zu beklagen wie Deutschland und die Schere geht weiter auseinander. Ob sich dies bis zum Ende der Pandemie in einigen Jahren wieder ausgleicht, wie manche annehmen, halte ich für fragwürdig. Trotz aller Unsicherheit würde ich feststellen, dass sich Schweden im Moment NICHT eignet als Modell, wie mit dem Virus umgegangen werden sollte. Allerdings nähern sich die europäischen Staaten (einschl. Deutschland) ja nun derzeit dem schwedischen Modell an. 

Auch in der Übersicht von Kevin Drum zeigt sich, dass sich Schweden, neben USA und Canada, auch bei der Reduzierung der tägl. Todesfälle bislang deutlich schwerer tut als die anderen sechs Staaten im Vergleich.

Die Frage, ob die verschieden starken Maßnahmen (Schulschließung, Versammlungsverbote, Restaurantschließung, private Quarantäne) Erfolge bringen, steht nun im Mittelpunkt erster Forschungsprojekte. Eine erste Veröffentlichung in den USA besagt, dass vor allem die Restaurantschließungen und die Privatquarantäne ("shelter-in-place") effektiv gewesen seien, Schulschließungen aber nicht! Das sind erste Zahlen, die sicherlich noch mit etlichen Fragezeichen verbunden sind. Aber wenn sich dies bestätigt, könnte das ein gutes Signal geben für Schulöffnungen auch in Europa.

Jetzt erst entdeckt, aber seine Kritik geht in eine ganz ähnliche Richtung wie ich sie oben formuliert habe: David Spiegelhalter (Statistiker, UK) im Interview.

Update 25.05.

Die Kurven von Kevin Drum habe ich neu hochgeladen, die Daten bei shinyapps werden leider seit dem 14. Mai nicht mehr aktualisiert, so dass sie auf diesem Stand verblieben sind.

Alle neun betrachteten Staaten sind bei den täglichen Todesziffern nunmehr weit unter ihrem jeweiligen Höchststand, allerdings mit erheblichen Unterschieden. Von den Gesamtzahlen liegt die Rate in diesem neun-Staaten-Vergleich in DE bei 100 pro Million der Bevölkerungszahl. Aufsteigend von hier aus sind es in CA mittlerweile 170/Million, in CH 224/Million, in den USA 295/Million, in SWE 399/Million, in FRA 421/Million, in Italien 546/Million, in UK 557/Million und in ESP  610 pro Million der Bevölkerung. Während sich in Deutschland wahrscheinlich keine Übersterblichkeit im Vergleich zu vergangenen Jahren ergibt, wird sich COVID-19 ab der dreifachen Todeszahl auch in der Jahresstatistik der Sterbefälle deutlich zeigen.

Der relative bisherige "Erfolg" in Deutschland beim Umgang mit dem Virus kann zu einem guten Teil auf glücklichem Zufall beruhen, aber sehr wahrscheinlich haben auch die Maßnahmen zur Kurvenverflachung gewirkt. Die Gegenargumente, die ich dazu bisher gelesen habe, sind wenig plausibel. Welche von diesen Distanz-Maßnahmen geeigneter waren und welche eher überflüssig oder übertrieben, wird man allerdings - wenn überhaupt - erst später genau ermitteln können. Dass diese Maßnahmen auch Kollateralschäden haben, v.a. wirtschaftliche, aber auch gesundheitliche, kann nicht bestritten werden. Dass diese "tödlicher" seien als das Virus selbst, erscheint mir aber derzeit wenig glaubhaft.

Eine von Epidemiologen/Virologen anfangs als sehr wichtig eingestufte Maßnahme, die Komplettschließung von Schulen und Kindergärten, gerät allerdings zunehmend in die Kritik. Die Infektion selbst ist für Kinder und Jugendliche wenig gefährlich und die Auswirkungen der befürchteten Verbreitung auf andere Familienmitglieder, insbesondere Großeltern, lässt sich möglicherweise mit anderen Maßnahmen verhindern. So jedenfalls die mittlerweile mehrfach publizierte Auffassung, wie - ebenfalls - Kevin Drum zusammenstellt. Leider wurde ausgerechnet in Schweden(!) die Chance versäumt, das Realexperiment (geöffnete Schulen) zu studieren. Wenn man dort geforscht hätte, wüssten wir jetzt alle mehr.

Update 29.05.

Die neuen Diagramme bei Kevin Drum zeigen, dass hinsichtlich der Todeszahlen die (mglw. nur erste, hoffentlich zugleich letzte) Welle der Pandemie in mehreren der neun Staaten vorüber ist, nämlich in Deutschland, Frankreich und Italien. Spanien und die Schweiz werden von Drum nicht mehr aufgeführt, gehören aber ebenfalls dazu.

Auch wenn die Zahlen zurückgehen, ist die Welle noch nicht "vorbei"  in Schweden, UK, USA und Kanada. Schweden hat nun berechnet auf die Bevölkerungszahl ebenso viele Tote wie Frankreich und wird womöglich noch die italienischen Zahlen erreichen, das ist besonders bitter für den "schwedischen Weg", der von manchen auch für Deutschland vorgeschlagen wurde. Wie schon mehrfach gesagt: Es war sicherlich auch Glück bzw. Pech dabei, aber die in Deutschland (noch gerade rechtzeitig) ergriffenen Maßnahmen haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Anteil daran, dass es hierzulande bisher glimpflich ausgegangen ist.

In den beiden neu hinzugenommenen Staaten Brasilien und Kolumbien steht die Welle (bei den Todesfällen) offenbar noch bevor.

Update 05.06.

1. Dunkelfeldtestung in New York City

Eine Dunkelfeldstudie in New York (Zufallsstichproben von 15.000 Personen an Supermärkten) mit COVID19-Antikörpertests zeigt, dass die Infektionsrate in New York State bei ca. 12% der Bevölkerung liegt, in New York City bei 20 %, d.h.  etwa 10mal so hoch wie die Zahl der positiv Getesteten. Anhand der ebenfalls verfügbaren Exzess-Todesfälle in New York City (23.000) haben die Forscher daraus eine IFR (Infection Fatality Rate) von 1,4 % ermittelt, also ca. 1,4 % der Infizierten erkrankten mit tödlichem Ausgang. Da hinsichtlich der Zahlen eine gewisse Unsicherheit anzunehmen ist (z.B., dass die Exzess-Todesfälle nicht nur COVID19 Infizierte betreffen), wird man für NYC aber wohl von einer tatsächlichen IFR zwischen 1 und 2 % ausgehen können. Berücksichtigt man nur die "offizielle" Todesziffer in NYC (13.000) läge die IFR bei 0,75 %.

2. Stand der "Welle" der Sterbezahlen in den verglichenen Staaten

Anhand der wiederum aktualisierten Grafiken von Kevin Drum lässt sich sagen: Der Eindruck von letzter Woche setzt sich fort:

Die Staaten Italien, Frankreich und Deutschland  haben im Hinblick auf die täglichen Sterbezahlen die Welle der Pandemie "überstanden" (tägl. nur noch 2 oder weniger pro Million der Bevölkerung), bei den absoluten Zahlen steht DE mit 100 pro Million in diesem Vergleich ziemlich gut da, Italien und Frankreich hat es aufgrund der viel höheren Sterbezahlen im März und April mit  560 und 433 pro Million viel härter getroffen, aber auch dort sind die täglichen Sterbezahlen inzwischen auf ziemlich niedrigem Niveau.

Offenkundig noch nicht vorbei ist die Welle in Staaten, die auch aktuell noch relativ hohe tägliche Sterbeziffern aufweisen:

Schweden (ca. 4 pro Million tägl. hat bei den abs. Zahlen mit 450 pro Million inzwischen auch Frankreich überholt)

Kanada (ca. 3 pro Million tägl, liegt absolut inzwischen bei 200 pro Million),

UK (ca. 5 pro Million tägl., inzwischen absolut mit 600 pro Million deutlich mehr als Italien!) und

USA (ca. 3 pro Million tägl., liegt absolut bei 325 pro Million)

Trotz der schwierigeren Ausgangsbedingungen sieht es momentan so aus, als ob es auch in Brasilien und Kolumbien gelingen könnte, die Sterbezahlen gering zu halten.

Update 08.06.2020

1. Dunkelfeld-Panel-Studie in Lübeck

Die Elisa Studie in Lübeck hat nun erste Ergebnisse publik gemacht: 

Von den 3000 Probanden, die sich seit Beginn der Lockerungen immer wieder testen ließen, ist niemand positiv getestet worden, berichtet der NDR. Schlussfolgerung: Lockerungen einschl. Öffnung von Schulen und KiTas seien in Schleswig Holstein nun angezeigt.

2. Ein detaillierter Bericht von Robert Werner im Blog regensburg digital betrachtet die Lage in Alten- und Pflegeheimen. Immerhin die Hälfte (europaweit wohl noch mehr) der Corona-Sterbefälle seien in diesen vorgekommen. Die genauere Untersuchung und der Schutz der Menschen seien hier sträflich vernachlässigt worden.

 

Update 11.06.2020

1. Maskenpflicht sinnvoll oder überflüssig bis schädlich?

Während hierzulande insbesondere der Virologe Streeck die Maskenpflicht kritisiert, weil die Menschen oft falsch und unhygienisch mit der Maske umgingen

Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze.

, wird die Maskenpflicht von einer in Jena durchgeführten Studie  und einer anderen auf dem Schiff USS Theodore Roosevelt , als sinnvoll ausgewiesen:

Mask use is the most effective countermeasure by far, followed by social distancing and avoiding common areas.

M.E. ist auch der psychologische Effekt der Maske nicht zu unterschätzen. Sie signalisiert anderen, das Virus ist noch da!

2. Vergleichszahlen von neun Staaten: Immer noch Sorgen in vier Staaten

Die Daten vom 9.6. in den Diagrammen von Kevin Drum. Brasilien hat er durch Argentinien ersetzt, wo aber - angesichts der Todesraten - das Virus offenbar noch ganz am Anfang ist oder durch Distanzmaßnahmen bereits in seiner Gefährlichkeit eingehegt werden konnte. Mexiko hingegen hat bei noch stark steigenden Todeszahlen  Deutschland in den absoluten Zahlen bereits überholt. Immer noch sorgenvoll kann man nach UK, Kanada, Schweden und USA blicken, denn nach wie vor werden von dort höhere Sterbeziffern gemeldet. 

Update 15.06.2020

1. Die Diagramme von Kevin Drum (Datenstand 13.06.) zeigen wenig Neuigkeiten. Nach wie vor registrieren die vier schon oben genannten Staaten (USA, UK, SWE und CAN) täglich einige Tote. Inzwischen ist auch der Datenstand von shinyapps wieder aktualisiert und zeigt die Todesfälle pro 100.000 Bevölkerung der (usprünglichen) neun Staaten im direkten Vergleich. Auch hieran lässt sich an den weiter steigenden Todeszahlen der Unterschied zwischen den fünf Staaten, bei denen kaum noch Todesfälle registriert werden und den o.g., bei denen dies weiterhin der Fall ist, gut erkennen.

2. Die Diskussion darum, ob die Maßnahmen ("Lockdown") übertrieben waren bzw. sind, reißt indessen nicht ab. Ich empfehle dazu folgende (kostenfreie) Lektüren:

a)  Coronavirus: Should We Aim for Herd Immunity Like Sweden?

And What Can Countries like the US or Netherlands Learn from It? von Tomas Pueyo (9. Juni)

b) The Effect of Stay-at-Home Orders on COVID-19 Cases and Fatalities in the United
States von Fowler/Hill/Levin/Obradovich (13. April)

 

Update 19.06.2020

Die Neuinfektionen v.a. in einem Schlachtbetrieb zeigen, dass das Virus auch in Deutschland längst nicht verschwunden ist und soziale Distanz weiterhin sinnvoll ist. Für die Verbreitung gerade dort sind wohl in erster Linie die geringen Temperaturen, die nicht ausreichende Lüftung, die Enge und die wegen der Maschinen notwendig  laute Kommunikation verantwortlich, in zweiter Linie die beengte Wohnsituation der dort arbeitenden Menschen. Da das Virus keine Grenzen oder Nationalitäten kennt, ist die Aussage, dass es deren Herkunft sei, schlicht vorurteilsbehaftete Fremdenfeindlichkeit, die im Falle von Politikern von eigenen Fehlern ablenken soll.

Hinsichtlich der täglichen Todesziffern ist es mit Blick auf die Diagramme insbesondere in Schweden nach wie vor nicht gelungen, diese auf ein Mindestmaß zu verringern; inzwischen sind die Zahlen bezogen auf die Bevölkerung dort etwa fünf Mal so hoch wie in Deutschland und nähern sich den Todesziffern in Italien.

Während sie in USA ebenfalls noch nicht beruhigend niedrig sind, erscheinen die Aussichten jetzt in Kanada und UK etwas besser als vor ein paar Tagen.

Bislang hat sich die Strategie "Hammer and Dance", also mehrwöchige Schließungen ("Lockdown") mit erzwungener Distanz zur Ausbremsung der Infektion mit anschließender Nachverfolgung und Kontrolle konkreter Ausbrüche in den meisten Weltregionen als einigermaßen erfolgreich gezeigt.

Update (22.06.2020):

1. Schweden weiterhin hintendran

Die Diagramme oben habe ich aktualisiert. Inzwischen liegen von den sieben Staaten, die von Anfang an von Kevin Drum beobachtet wurden, beim Tagesdurchschnitt der Sterbezahlen alle unter dem Wert von zwei pro Million, mit einer Ausnahme: Schweden. Das ist eine traurige Nachricht für die nach wie vor betroffene Bevölkerung Schwedens und auch eine bittere Nachricht für diejenigen, die meinten, Schweden könne eine Art Vorbildrolle einnehmen für einen weniger beeinträchtigenden Umgang mit der Pandemie.

2. Warum schneidet Deutschland so gut ab?

Kevin Drum hat vor einigen Tagen in seinem Blog auch diese Frage gestellt:

Does anyone know of a really good article that explains the German miracle? Did they adopt different countermeasures than, say, France and Belgium? Did they adopt them earlier? Did everyone in Germany take them more seriously? Or what? It’s not just that they’ve had the best response to the pandemic; they’ve had the best response by light years among large countries. There are other countries that have also done well (Denmark, Norway, Austria, Greece, Switzerland), but they’re all a fraction of the size of Germany.

In der Kommentarspalte dort finden sich einige interessante Bemerkungen (aus der Außenperspektive auf Deutschland) und auch einige Links auf spannende Einschätzungen, z.B. diese hier. Manche machen die "ruhige Hand" der Bundeskanzlerin verantwortlich, andere das den Deutschen eigentümliche Vertrauen in Autoritäten und allg. Gehorsam (etwa bei der Maskenpflicht). Ich denke, es war  neben der Rechtzeitigkeit der Distanzmaßnahmen das  relativ effektive Tracing von Kontaktpersonen und Glück. Ja, Glück war auch dabei.

 

Update (30.06.2020)

Bei den aktualisierten Diagrammen von Kevin Drum zeigt sich jetzt, dass  Kanada auch nur noch ein Minimum an neuen Todesfällen (pro Million der Bevölkerung) registriert. Weiterhin stagnieren aber die USA, UK und SWE bei ca. zwei Toten pro Tag pro Million der Bevölkerung.

Bayerns Ministerpräsident hat jetzt angekündigt, dass sich demnächst jede/r freiwillig testen lassen kann, also unabhängig von Symptomen. Dass nach wie vor - trotz der vorhandenen Kapazitäten - kein repräsentatives Panel in regelmäßigen Abständen getestet wird, halte ich für sehr fragwürdig.

Von der Münchener Dunkelfeldstudie, die Mitte Juni Ergebnisse vorlegen sollte, ist immer noch nichts zu hören.

Update 2.7.2020

Eine Diskussion in den Kommentaren aufgreifend:

Ich habe oben in meinem Ausgangsbeitrag angeführt, warum sich die Infektionszahlen für Vergleiche nicht eignen. Daran halte ich nach wie vor fest. Bei dem Problem mit diesen Zahlen geht es zwar AUCH um die Anzahl der Tests, aber das ist keineswegs der einzige Grund, warum diese Vergleiche nicht sinnvoll sind, noch weniger natürlich, wenn man sich daran macht, bei diesen Werten auch noch Wachstumsraten auf vier Stellen hinter dem Komma zu berechnen.

Auch wenn man die unterschiedliche Anzahl der Tests kontrolliert, kann das keine sinnvollen Vergleiche ergeben, denn es kommt ebenso sehr darauf an, WER und WO getestet wird, also welche Verdachtsmomente/Symptome im jeweiligen Land einen Test auslösen. Hier gibt es starke Unterschiede sogar innerhalb einer Region oder eines Staates, die zu Verzerrungen der Ergebnisse im Zeitverlauf führen, erst Recht beim Vergleich zwischen Staaten. Dabei ist insbesondere auch die Dynamik zu berücksichtigen, mit der die Testkapazitäten ausgebaut und gesteuert wurden und werden.

Ich habe im obigen Beitrag dann begründet, warum die Anzahl der Todesfälle (pro Bevölkerungseinheit in einem Land) ein besseres Maß für die relative Betroffenheit durch das Virus ist. Auch hier gibt es natürlich einen Einfluss der Tests, aber bei den schwereren Fällen von COVID19 ist die Verzerrung geringer als im Feld insgesamt.

Natürlich kann man jetzt daran gehen und auch die Todeszahlen mit der Anzahl der Tests im jeweiligen Land in Beziehung setzen, die unterschiedliche Anzahl der Tests also "kontrollieren". Das ist zwar insofern nicht zwingend, weil die Anzahl der (positiv getesteten und dann) Verstorbenen weitgehend unabhängig davon ist, wie viele aus der gesunden Bevölkerung man außerdem  gestestet hat, aber sei es drum, hier die Reihe. 

Verglichen werden Deutschland, seine neun Nachbarländer  und sechs weitere westl. Staaten mit vergleichbarer Infrastruktur
geordnet nach Todesfälle pro Million (TpM), die folgende Zahl ist gebildet aus den TpM unter Kontrolle der Testanzahl pro Million, die Zahl in Klammern zeigt die "Rangordnung" nach Berücksichtigung der Testhäufigkeit. Die Rohdaten stammen vom Worldometer heute:

  1. Tschechien 33 TpM, 0,63 (3.)
  2. Polen 39 TpM, 0,95 (4.)
  3. Österreich 78 TpM, 1,11 (5.)
  4. Dänemark 105 TpM, 0,56 (1.)
  5. Deutschland 108 TpM, 1,54 (6.)
  6. Luxemburg 176 TpM, 0,57 (2.)
  7. Schweiz 227 TpM, 3,28 (8.)
  8. Kanada 228 TpM, 3,12 (7.)
  9. Niederlande 357 TpM, 9,91 (14.)
  10. USA 395 TpM, 3,76 (9.)
  11. Frankreich 457 TpM, 21,76 (16.)
  12. Schweden 532 TpM, 10,43 (15.)
  13. Italien 575 TpM, 6,38 (12.)
  14. Spanien 607 TpM, 5,18 (11.)
  15. Großbritannien 647 TpM, 4,55 (10.)
  16. Belgien 842 TpM, 7,79 (13.)

 

Update 6.7.2020

1. Entwicklung der Todeszahlen: Weiterhin Sorge um Schweden und die USA

Ich habe erneut die beiden Diagramme oben aktualisiert. Wie sich aus dem Überblick über die neun von Anfang an beobachteten Staaten ergibt, steigen derzeit  nur noch die Todeszahlen in Schweden und in den USA erheblich an. Schweden schließt dabei zur Gruppe  der europäischen Staaten mit den schwersten Pandemiefolgen auf. Alle anderen beobachteten sieben Staaten haben bei Betrachtung der Todesziffern die Pandemie, zumindest deren erste Welle,  inzwischen hinter sich gelassen.

2. Sind die Kosten der Distanzmaßnahmen in Deutschland höher als die der Pandemie selbst ?

In Deutschland, wo die Pandemie bislang, im Vergleich zu allen andern großen Industriestaaten, relativ glimpflich bewältigt wurde, gibt es inzwischen eine  Diskussion darüber, ob nicht die  Folgen der Anti-Corona-Maßnahmen (wirtschaftlich, aber auch gesundheitlich) ebenso schlimm bzw. sogar noch schlimmer gewesen seien als wenn man keine solche Maßnahmen ergriffen hätte. Ein Kommentator zitiert dazu eine Äußerung von Brinkschulte, der meint, die Folgen der Distanzmaßnahmen würden sogar das mehrfache an Sterbeziffern der Coronapandemie selbst erreichen. Dazu meine Antwort:Selbstverständlich haben auch die Anti-Corona-Maßnahmen "Kosten", auch solche im Gesundheitsbereich. Aber dass diese die drei- bis vierfache Anzahl an Toten mit sich bringen, ist eine höchst unseriöse Spekulation, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat. Wenn man statistisch Kosten (nicht nur Sterbefälle) vergleichen will, dann muss man zudem auch einbeziehen, welche unbeabsichtigten günstigen Folgen (Kollateralnutzen) die Maßnahmen hatten. Die möglicherweise für die Zeit des Lockdown zu erwartende  Zunahme häuslicher Gewalt hat auf der Gegenseite natürlich eine Abnahme öffentlicher Gewalt zur Folge. Und wenn die Wirtshäuser geschlossen sind, fallen auch Wirtshausschlägereien und Alkoholfahrten aus. Im März und im April 2020 gab es offenbar als Folge von HomeOffice und Kurzarbeit deutlich weniger Verkehrsunfälle als in den Vorjahren, im März auch deutlich weniger Verkehrsunfalltote (destatis). Zur möglicherweise gefährlichen Verschiebung notwendiger Operationen muss man auch benennen, dass viele Operationen, wie immer wieder beklagt wird, unnötigerweise durchgeführt werden und der Zeitplan bzw. -punkt für viele Operationen nicht lebenswichtig ist, etc. pp. 

Hätte Brinkschulte recht, dann müsste sich ja die durch die Distanzmaßnahmen verursachte Todesziffer in der Anzahl der Sterbefälle im Vergleich zu den Vorjahren zeigen. Zwar liegt, soweit mir bekannt, für 2020 noch keine Todesursachen-Statistik  (z.B. zu Suizid) vor, aber die Gesamttodesstatistik zeigt für Deutschland im relevanten Zeitraum keinerlei besondere Ausschläge. Die Distanzmaßnahmen haben also (im Vergleich zu anderen Ländern) in Deutschland im März und April höhere Todeszahlen durch COVID-19 erfolgreich verhindert (diese lassen sich nur in den enstpr. bes. gefährdeten Altersgruppen nachweisen), aber ganz offensichtlich haben die Maßnahmen selbst nicht relevant  höhere Todeszahlen verursacht. Nachzulesen hier: Sterbefallstatistik 2016 bis 2020, wochengenau.

3. Masketragen sinnvoll?

Hier noch ein Hinweis auf eine aktuelle Publikation von Prather et al. in der Zeitschrift Science. zum Sinn des Tragens einer Maske. Die Verpflichtung zum Maskentragen in Läden und im öffentlichen Nahverkehr wird ja derzeit in Deutschland  stark diskutiert. Die Autoren Prather et al. bestätigen, dass Masken sinnvoll sind:

Overall, the probability of becoming infected indoors will depend on the total amount of SARS-CoV-2 inhaled. Ultimately, the amount of ventilation, number of people, how long one visits an indoor facility, and activities that affect airflow will all modulate viral transmission pathways and exposure (10). For these reasons, it is important to wear properly fitted masks indoors even when 6 feet apart. Airborne transmission could account, in part, for the high secondary transmission rates to medical staff, as well as major outbreaks in nursing facilities. The minimum dose of SARS-CoV-2 that leads to infection is unknown, but airborne transmission through aerosols has been documented for other respiratory viruses, including measles, SARS, and chickenpox (4).

4. Internationale Vergleiche sind schwierig bis unmöglich

Unmittelbar zum Thema dieses Beitrags passt ein Artikel von Morris und Reuben (BBC) :Coronavirus: Why are international comparisons difficult? Sie kommen zu einem ernüchternden Fazit hinsichtlich der Vergleiche: Nichts genaues weiß man nicht....

 

Update 9.7.2020

Heute nur ein Hinweis auf einen Blog, der sich v.a. mit den juristischen, insbesondere den verfassungsrechtlichen Auswirkungen und Fragen der Corona-Krise befasst.

Hier: mitdenken! Corona-Diskurs

Und  eine pasende Veranstaltung als Webinar der Friedrich-Ebert-Stiftung am 16. Juli 2020, also heute in einer Woche. Anmeldung hier:

Webkonferenz am 16. Juli 2020: Das Grundgesetz in der Corona-Krise

 

 

Update vom 10.07.2020

1. Sterbezahlen in den USA steigen wieder

Anhand  der aktualisierten Grafik von Kevin Drum zeigt sich: Während alle der ursprünglich beobachteten europäischen und nordamerikanischen Staaten (einschließlich Schweden!) in der Todeszahlentwicklung auf einem beruhigenden Pfad sind, scheint sich in den USA die sehr hohe Infektionszahl nun auch in den Todesraten zu zeigen. Inzwischen ist die Kurve wieder auf den Stand von über 2 pro Tag pro Million gestiegen. Das ist alles andere als beruhigend.

2. Warum steigen die Todeszahlen nicht bzw. wesentlich weniger stark als die Infektionszahlen?

Sie haben sich schon einmal gefragt, warum in diversen Staaten die Infektionszahlen so stark steigen wie Anfang März oder erneut stark steigen, aber die Todeszahlen (bisher) nicht oder nicht in gleichem Maße ansteigen? Dieser Artikel von Derek Thompson erklärt einige Zusammenhänge ziemlich gut. Das meiste bezieht sich auf die Situation in den USA, ist aber übertragbar auf Europa. In Kurzfassung:

1. Der Tod wird wesentlich später registriert als die (immer früheren) positiven Tests, in den USA sind inzw. 3 - 4 Wochen normal.

2. Ausgeweitetes Testen findet mehr Fälle, findet mildere Fälle und  findet die Fälle  in einem früheren Erkrankungsstadium als noch vor einigen Monaten.

3. Der typische COVID19-Patient ist nun jünger als vor einigen Monaten - die Ältere sind weiterhin vorsichtiger, die Jüngeren haben jetzt ihr früheres distanzloses Freizeitverhalten oftmals wieder aufgenommen.

4. Die hospitalisierten Patienten sterben seltener - durch die gewonnene medizinische Erfahrung bei der Behandlung ist die Überlebenschance inzwischen höher.

5. Ein bisschen hilft der Sommer

Der Artikel ist lesenswert, wenn man die Entwicklung der Todesziffern in den westlichen Staaten verstehen will.

Update 20.07.2020

1. Todesraten im Weltvergleich, insbes. USA

Der Vergleich der neun Staaten zeigt, dass es hinsichtlich der Todeszahlen pro Bevölkerungsanzahl derzeit nur noch in drei Staaten besorgniserregende Entwicklungen gibt. In Schweden ist es bislang immer noch nicht gelungen, die Sterberate auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, während U.K. immerhin bei etwa 1 pro Tag pro Million stabilisiert liegt. Besonders schwerwiegend sind die Verhältnisse in den USA, wo die Zahlen schon einmal wesentlich niedriger lagen und nun wieder nach oben tendieren. Das ist wohl eindeutig ein Versagen der dortigen Politik.

In einem Intervuew mit Chris Wallace, FOX, hat Trump trotzdem versucht, die USA als Staat darzustellen, der eine der besten ("one of the best")  oder sogar die beste ("the best") Todesrate habe. Der ganze Austausch beruhte auf einer Verwechslung der Todesrate berechnet auf Bevölkerungsanzahl (um die ging es eigentlich) und der Case-Fatality-Rate, die stark abhängig ist von der Anzahl der positiven Tests und deshalb für den Staatenvergleich keine Bedeutung hat. Aber: Bei keinem von beiden Zahlen liegt die USA auch nur nahe der "besten" Werte weltweit. Bei den Todesraten (um die es eigentlich ging) liegt die USA im Weltvergleich sogar mit an der Spitze. 

Klargestellt wird das Ganze hier (Link zum intercept-Artikel), Ausschnitt:

As the U.S. exceeded 140,000 dead on Sunday, Germany, which has about one quarter the population of the U.S. has suffered 9,091 deaths. What this means is that more than 100,000 Americans who have died of Covid-19 this year would still be alive today had the federal government in Washington been as successful as the one in Berlin.

2. Das Wettrennen um Medikamente und Impfstoffe

Hier eine heuet erst entdeckte Internet-Seite mit einem regelmäßig aktualisierten Tracker, welche Medikamente und welche Impfstoffe in der Entwicklung sind.

Update (29.07.2020)

Todesraten im Vergleich

Während sich die nun höheren Neuinfektionszahlen in Europa bislang nicht bei den Sterbezahlen bemerkbar machen und nun auch Schweden (endlich!) relativ niedrige Zahlen aufweist, zeigt sich in den USA deutlich eine neuer dramatischer Anstieg. Da die Kurven von Kevin Drum unterschiedliche Skalen aufweisen, sieht man nicht auf den ersten Blick, dass die täglichen Sterbezahlen (berechnet auf Bevölkerungsgröße) nun in den USA schon wieder den Wert erreicht haben, der in Deutschland als Höchststand Mitte April gemessen wurde, nämlich drei pro Tag pro Million der Bevölkerung.

Die USA weisen nun bei den kumulierten Todeszahlen pro Million der Bevölkerung im Vergleich zu Deutschland ziemlich genau den vierfachen Wert auf, Schweden bleibt mit dem fünffachen Wert (vergl. mit DE) noch knapp unter den italienischen Todesfallzahlen.

Update (30.07.2020)

Anfang des Monats habe ich hier die bis dahin kumulierten Todesfälle in Deutschland, Deutschlands Nachbarländern und den weiteren westl. Staaten, die hier seit März beobachtet werden, zusammengestellt. Das war zu einem Zeitpunkt, indem in den verglichenen Staaten die akuten Sterbefälle überall stark rückläufig waren, man also bei allen (hinsichtlich der Todesfälle) davon ausgehen konnte, dass die schlimmste Pandemie-Welle erst einmal überstanden ist. Da nun auch alle diese Staaten - unabhängig davon, wie sie im März/April mit der Pandemie zurechtgekommen sind - nunmehr in ihren Erkenntnissen, was zu tun ist, gleich viel wissen, ist der Vergleich interessant, welche Staaten denn im Juli wie abgeschntten haben in der Vermeidung von Todesfällen.

Und da ergibt sich folgendes Bild, wenn man die seit Anfang Juli hinzugekommenen Todesfälle pro Million (TpM) vergleicht:

1. Staaten, in denen (im Juli 2020) bis zu 10 TpM hinzugekommen sind:
Tschechien von 33 auf 35 TpM, also plus 2
Polen von 39 auf 45 TpM, also plus 6
Österreich von 78 auf 80 TpM, also plus 2
Dänemark von 105 auf 106 TpM, also plus 1
Deutschland von 108 auf 110 TpM, also plus 2
Luxemburg von 176 auf 186 TpM, also plus 8
Schweiz von 227 auf 229 TpM, also plus 2
'Kanada von 228 auf 236 TpM, also plus 8
Niederlande von 357 auf 359 TpM, also plus 2
Frankreich von 457 auf 463 TpM, also plus 6
Italien von 575 auf 581 TpM, also plus 6
Spanien von 607 auf 608 TpM, also plus 1
Belgien von 842 auf 848 TpM, also plus 6

Auch wenn jede/r Gestorbene eine/r zuviel ist, kann man schon sagen, dass diese Länder die COVID19-Pandemie hinsichtlich der tödlichen Folgen aktuell im Griff haben.

2. Staaten mit (im Juli 2020) deutlich mehr Todesfällen

#Es sind drei Staaten in diesem Vergleich, bei denen das im Juli nicht der Fall ist. Wer regelmäßig auf die obigen Diagramme schaut, weiß schon, welche das sind. Aber wie krass sich dies noch im Juli auswirkt auf die konkreten Sterbezahlen, hat mich selbst überrascht:

USA von 395 auf 465 TpM, also plus 70
Schweden von 532 auf 567 TpM, also plus 35
(Ver. Königreich) UK von 647 auf 677 TpM, also plus 30

Update (03.08.2020)

Die Diagramme sind aktualisiert mit Stand 1. August.

Nur in  den USA macht sich eine zweite Welle bei den Sterbezahlen deutlich bemerkbar, bislang.

In Schweden ist die tägliche Sterberate Ende Juli (endlich) auf das niedrige Niveau der anderen beobachteten europäischen Staaten gesunken.

 

Update (04.08.2020)

Zwei Berichte erregen heute meine Aufmerksamkeit:

1. Dunkelfeldstudie in Italien

In Italien wurde von Mai bis Juli eine für Italien repräsentative Dunkelfeldstudie durchgeführt, darüber berichtet heute die deutsche Presse. Hier ein Auszug (tagesschau.de):

Das Coronavirus könnte in Italien einer Studie zufolge sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtet. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen.

Das Ergebnis der Studie basiert auf Tests bei 64.660 repräsentativ ausgewählten Menschen vom 15. Mai bis 15. Juli - die Ergebnisse seien bis 27. Juli eingegangen. Laut den Daten der US-Universität Johns Hopkins haben sich in Italien bislang gut 248.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 35.000 Infizierte starben.

Der Studie zufolge gibt es jedoch große regionale Unterschiede, wie ANSA weiter berichtet. In der Lombardei wurde bei 7,5 Prozent der Menschen Antikörper festgestellt, in Süditalien bei weniger als einem Prozent.

2. Langzeitfolgen von COVID19

Während die Todesfälle als wichtiger Anhaltspunkt für internationale Vergleiche herausgestellt werden, darf man nicht vergessen, dass COVID19 sich auch dadurch von einer "einfachen Grippe" unterscheidet, dass über relativ gravierende Langzeitfolgen berichtet wird. Hier ein Artikel von Reuters (3.8.20), der sich mit den Kosten der langfristigen Behandlung der Erkrankten befasst. Klingt leider nicht so optimistisch.

Update (08.08.2020)

Ich habe die Diagramme von Kevin Drum und von Shinyapps aktualisiert. In den USA scheint die Todesfallentwicklung in der zweiten Welle glücklicherweise gebremst zu sein, ca. zwei Wochen nachdem auch die Neuinfektionen dort nicht mehr steigen.

Update (18.08.2020)

1. Aus der Aktualisierung der Diagramme ergibt sich, dass die USA sich bei den Todesfällen auf dem vergleichsweise hohen Niveau von 3 pro Tag pro Million der Bevölkerung stabilisiert haben. Bei allen anderen beobachteten Staaten haben die seit zwei bis drei Wochen steigenden Neuinfektionszahlen (bisher) noch keine steigenden Todesfallzahlen nach sich gezogen. Am Ende der Kurve von Italien zeigt sich allerdings ein kleiner Zacken nach oben.

2. Dunkelfeldstudien. Die Seite des RKI, auf der Antikörper-Studien in der Allgemeinbevölkerung dargestellt werden, lohnt gelegentlich einen Blick, um die von mir seit Ende März angemahnten Forschungsergebnisse zur Ausbreitung des Virus zu evaluieren. Bislang allerdings sind dort zwar etliche Studein angekündigt bzw. werden durchgeführt, aber nur wenige haben bereits Ergebnisse publiziert. Wenn hierzu etwas Neues zu berichten ist, werde ich das tun.

3. Zu den vor vier Tagen publizierten Ergebnissen  einer repräsentativen Antikörperstudie in Kupferzell (6000 Einwohner-Gemeinde in Ba-Wü):

  • 7,7 Prozent der Kupferzellerinnen und Kupferzeller hatten positive Antikörper-Nachweise gegen SARS-CoV-2 und haben demnach die Infektion durchgemacht.
  • Im Verlauf der Studie wurden in Kupferzell keine akuten Infektionen festgestellt.
  • Bei Frauen (8,7 Prozent) wurden etwas häufiger als bei Männern (6,7 Prozent) Antikörper nachgewiesen.
  • Asymptomatische Fälle: 16,8 Prozent der Seropositiven (Personen mit positivem Antikörper-Nachweis) waren ohne typische Krankheitssymptome, 83,2 Prozent hatten mindestens eins der Symptome (Fieber über 38°C, Atemnot / Kurzatmigkeit,Lungenentzündung, Schnupfen, Husten, Schmerzen beim Atmen, Halsschmerzen, Geruchs-/ Geschmacksstörung).
  • Dunkelziffer: Durch die Studie wurden 3,9-mal mehr Infektionen nachgewiesen als bislang in Kupferzell bekannt.

Die Tagesschau bezeichnet die zuletzt genannte Dunkelziffer in der Überschrift als "hoch". Dies ist aber nicht der Fall, weil bislang von vielen auch ein Wert von bis zu 10 (also zehnmal so viele Infizierte im Dunkelfeld wie im Hellfeld) für möglich bzw. sogar wahrscheinlich gehalten wurde.

Zum Vergleich: In Gangelt (Streeck-Studie) wurde eine etwa 5fach erhöhte Zahl Infizierter im Dunkelfeld gefunden. Dazu passt auch die Quote von asymptomatischen Fällen - in Kupferzell  unter 17 % (in Gangelt 22 %), teilweise wurden ja bis zu 80% asymptomatische Fälle vermutet, dies ist deshalb so bedeutsam, weil die asymptomatisch Infizierten das Virus möglicherweise stärker verbreiten (sie fühlen sich ja nicht krank und gehen deshalb "normal" zur Arbeit, zur Schule oder ins Restaurant)

Update 20.08.2020

Belegt die geringe Sterblichkeit oder fehlende Übersterblichkeit in Deutschland (bzw. an vielen einzelnen Orten in der Welt) die Harmlosigkeit des Virus und damit die Nutzlosigkeit der Anti-Corona-Maßnahmen?

Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass wegen der clustermäßigen Verbreitung des Virus die (fehlende) Sterblichkeit / erhöhte Todesziffer / Übersterblichkeit an einzelnen Orten nicht angeführt kann, um die Harmlosigkeit des Virus darzustellen.

Aber auch insgesamt ist in Deutschland für die erste Jahreshälfte keine Übersterblichkeit messbar, auch das habe ich bereits vor einigen Wochen festgestellt .

Eine Übersterblichkeit zeigt sich aber offenkundig in etlichen anderen Staaten Europas und weltweit (unter anderem auch in Schweden).

Nun kann man sich darüber Gedanken machen, woran es liegt, dass Deutschland von Januar bis Juni 2020 relativ glimpflich (also ohne Übersterblichkeit) davon gekommen ist (siehe schon Update vom 22.06.).

Dass es an der allg. Harmlosigkeit des Virus liegt, dürfte ausgeschlossen sein, denn an einigen Orten auf der Welt hat das Virus zu extrem hoher Sterblichkeit geführt (z.B. New York City, Region Bergamo,etc. etc.). 

Für Deutschland lässt sich anführen:

- die vergleichsweise gute medizinische Intensivversorgung in Deutschland

- die vergleichsweise rechtzeitige Reaktion durch Distanzmaßnahmen bis hin zum (allerdings begrenzten) Lockdown

- die vergleichsweise höhere Befolgungsbereitschaft der Bevölkerung jedenfalls in den ersten Wochen (soziale Distanzmaßnahmen betreffend), gegründet auf relativ hohem Vertrauen in die politische Führung

- ohnehin größere Distanz zwischen alten und jungen Menschen im Wohnbereich/Alltag, auch unabhängig von der Pandemie

- Zufall/Glück, dass es Deutschland am Anfang nicht so "erwischt" hat wie z.B. Italien, und Deutschland dann u.a. von den dortigen Erfahrungen Nutzen ziehen konnte

- hinsichtlich der Sterbeziffern über alle Ursachen hinweg, die hier für Bochum angeführt werden, haben die Anti-Corona-Maßnahmen auch anderweitigen Kollateralnutzen mit sich gebracht: weniger Verbreitung von Grippeviren, weniger Verkehrsunfälle, weniger Arbeitsunfälle

Es erscheint mir als ein (ziemlich durchsichtiges) Manöver von "Coronakritikern", die sich zudem nicht schämen, sich allfällig mit dem Begriff "Widerstand" zu schmücken, die geringe Sterblichkeit in Deutschland (oder gar in einzelnen Städten in Deutschland) als Argument dafür anzuführen, das Virus sei gar nicht gefährlich, die Maßnahmen seien völlig übertrieben gewesen etc. Sie verschweigen, dass das wahre Ausmaß der Gefahr in solchen Fällen erst nachträglich evaluiert werden kann, politische Schutzmaßnahmen vor dem Tod Vieler aber bei einer Pandemie schon frühzeitig in Gang gesetzt werden müssen, damit sie eine Chance haben zu wirken.

Eine bittere Lehre, die Boris Johnson (zunächst Verharmloser, heute hat UK immer noch mit die schärfsten Maßnahmen in Kraft)  und Donald Trump (trotz an die 200.000 Toten immer noch Verharmloser) erst spät feststellen mussten. Wobei es aus dem Januar und Februar auch viele Zitate deutscher (Gesundheits-)Politiker gibt, die das Virus damals als noch relativ harmlos und beherrschbar einschätzten.

Die fehlende Einsicht, dass auf eine potentielle Gefahr eben schon reagiert werden muss, bevor ihr Ausmaß wissenschaftlich korrekt evaluiert werden kann, ist m. E. das bestimmende Merkmal der "Widerständler".  Bei manchen ist dies offenkundig ein Problem des Intellekts, bei anderen möglicherweise politisches Kalkül. 

Zugleich verschweigen diese "Kritiker" bzw. "Widerständler", die auch von "Besorgnisindustrie" faseln, dass die geringere Sterblichkeit (in Deutschland) wahrscheinlich zu einem nicht geringen Anteil ein Erfolg gerade der Maßnahmen ist, die sie bekämpfen.

Update 16.09.

Zurückgekehrt aus dem Urlaub mit nur eingeschränktem Internetzugang habe ich soeben die Diagramme aktualisiert.

Die europäische Lage hinsichtlich der Todesfälle ist weiterhin entspannt trotz der teilweise massiv steigenden Infektionszahlen.  Letztere sind zumindest teilweise durch die wesentlich stärkere Testaktivität erklärbar. Weiterhin sind sie aufgrund verschiedener Teststrategien international wenig vergleichbar.

Das Vereinigte Königreich hat in den vergangenen Wochen seine Statistik umgestellt (böse Stimmen würden sagen: frisiert), so dass die Zahlen auch rückwirkend geändert wurden und daher nicht mehr ganz so erschreckend erscheinen.

Eine Ausnahme in Europa bildet Spanien, hier sind wieder etwas steigende Todeszahlen zu verzeichnen. Weiterhin erscheint die Lage in den USA sehr beunruhigend. Von allen Staaten, in denen ich die Todesfallentwicklung seit Ende März genauer verfolgt habe, sticht die USA - wie sich am shiny-apps-Diagramm zeigt - durch das am wenigsten erfolgreiche Krisenmanagment hervor.  Inzwischen wurde ja bekannt, dass US-Präsident Trump die Lage in den vergangenen Monaten bewusst lügend falsch dargestellt hat. Die Konsequenzen kann er nun kaum mehr weglügen.

Update 21.09.2020

Die Kommentarspalte wird demnächst vorläufig geschlossen.  Hier ist nicht die Plattform für historischen Steckenpferdthemen. Nutzen Sie dafür Ihre eigenen Internetplattformen. Schon gar nicht wird hier Ewiggestrigen eine Plattform geboten.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Ergebnis der Division bei Sponsel wird uneinheitlich bei ihm genannt, mal nach einer Multipliaktion mit 100 => Sterb%, dann auch wieder Sterblichkeitsrate.

Ein Kuddelmuddel bei Herrn Sponsel.

Eine übliche Bezeichnungen sehen Sie aber da:

Abbildung 10.6: Trend der Sterblichkeitsraten von Männern über 65 Jahre in Deutschland und der EU [Gesundheit in Deutschland, 2015]

Quelle: http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&p_aid=0&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=24836::Todesursachenstatistik

Skalierung der Ordinate: Gestorbene pro 100.000

0

AKK-200814  Deutschland, Bundesländer, Kreise für den 14.08.2020: Lage konsolidiert auf hohem kritischen Niveau: Zus200814:  ROT=4, GELB=9  GRÜNGELB=2, GRÜN=1, Deutschland ROT (PR-Datenbasis ca.4.3.-07.08.2020). Wünschenswert wäre in dieser Situation, dass die Meldungen zuverlässig aktualisiert würden auch über das Wochenende.

Daten Dashboard RKI 13.08.2020. 0 Uhr = 12.08.20. PR-Ampel-WerteProzentranginfo. (PR-Datenbasis ca. 4.3.-07.08.2020)

    RKI-Fehler-Berlin: Für Berlin werden vom RKI Dashboard für den 13.08.2020 8.36 Uhr falsch keine Fälle gemeldet; Berlin selbst meldet für den 13.08.2020, 19.02 Uhr 130 Neuinfektionen. Der Fehler wird vom RKI für die Angaben am 14.08.2020 forgesetzt, indem 220 Neuinfektionen gemeldet werden, die aber die Differenz zum Vorvortag angaben. Tatsächlich sind es "nur" 90 Neuinfektionen, die hier der PR-Zuordnung zugrunde gelegt werden.

     Deutschland  1415 nach 1149, 1445, 1236, 966, 436, 555 [unrealistische WE Zahlen], 1122, 1147, 1045, mit PR-Ampel ROT (8.  Quantil) nach PR-Ampel ROT (8. Quantil)

Bundesländer > Zusammenfassungen-PR-Ampeln.

Bundesländer Ampel auf ROT = 4 (Vortag 8)

  • Nordrhein-Westfalen 446 nach 538 nach 535, 413, 413, 201, 231, 393, 444, 425, 341, 292 Neuinfektionen mit PR-Ampel ROT (8. Quantil)  nach PR-Ampel ROT (9. Quantil). Ein Quantil verbessert, am unteren Rand des 4. Quartils.
  • Berlin  90 nach 130  nach 125, 111 nach 42, 10, 48, 53, 91, 32, 39 Neuinfektionen mit PR-Ampel ROT (8. Quantil) nach PR-Ampel ROT (9. Quantil). Ein Quantil verbessert, am unteren Rand des 4. Quartils.
  • Hessen 203 nach  179 nach 132, 61 nach 78, 34, 101, 134, 158, 56, 55,  57 Neuinfektionen mit PR-Ampel ROT (9. Quantil) nach PR-Ampel ROT (9. Quantil). Innerhalb des 9. Quantils verschlechtert.
  • Mecklenburg-Vorpommern 11 nach 5, 2, 9, 5 nach 2, 6, 20, 3, 18, 9, 3 Neuinfektionen mit PR-Ampel ROT (9. Quantil)  nach PR-Ampel GELB (7. Quantil). Ein Quartil verschlechtert.

  Bundesländer Ampel auf GELB = 9         (Vortag 7)

  • Schleswig-Holstein 25 nach 39, 55, 32,  2, 8, 9, 35, 8, 22, 27 Neuinfektionen mit  PR-Ampel GELB (7. Quantil)  nach PR-Ampel ROT (8. Quantil). Ein Quartil verbessert.
  • Rheinland-Pfalz  36 nach 86 nach 39, 64, 39, 61, 23,35, 46, 49, 35, 40 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (7. Quantil)  nach PR-Ampel ROT (8. Quantil). Ein Quartil verbessert. 
  • Bayern 202 nach 209, 256, 236, 98, 45, 9, 84, 128, 205, 98, 123 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (7. Quantil)  nach PR-Ampel  GELB (7. Quantil).
  • Baden-Württemberg 151 nach 108, 187, 79, 35, 35, 35 [Gedrittelt Sa, So, Mo], 107, 68, 60, 59, 61 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (7. Quantil) nach PR-Ampel GELB (6. Quantil). Ein Quantil verschlechtert. 
  • Hamburg 29 nach 47 nach 26, 57 nach 13, 14, 54, 80 nach 44, 25, 17, 8 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (7. Quantil). nach PR-Ampel ROT (8. Quantil). Ein Quartil verbessert.
  • Sachsen 14 nach 20 nach 12, 18, 23, 0, 0 [WE nicht mitgeteilt?]  20, 10, 12, 7 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (6. Quantil) nach PR-Ampel GELB (6. Quantil)
  • Sachsen-Anhalt 15 nach 9, 14, 8, 7, 4, 0, 13, 0, 8, 2, 3 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (3. Quartil) nach PR-Ampel GELB (3. Quartil)
  • Brandenburg 12 nach 32, 9, 8 nach 7, 1, 4, 22, 3, 9, 9, 6 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (6. Quantil) nach PR-Ampel GELB  (3. Quartil)
  • Saarland  10 nach 20 nach  10, 12, 4, 13, 13, 3, 6, 5, 5 Neuinfektionen mit PR-Ampel GELB (7. Quantil) nach PR-Ampel ROT (8.  Quantil).

Bundesländer Ampel auf GRÜNGELB = 2  (Vortag 1)

  • Thüringen 10 nach 18, 11, 21 nach 5, 2, 7, 5, 14 Neuinfektionen mit PR-Ampel GRÜNGELB (2. Quartil) nach PR-Ampel GELB (6. Quantil) 
  • Bremen 7 nach  6, 3, 10 nach 5, 1, 3, 2, 5, 7, 6, 2, 3, 5 Neuinfektionen mit PR-Ampel GRÜNGELB (4. Quantil)  nach PR-Ampel GRÜNGELB (4. Quantil).

 

Bundesländer Ampel auf GRÜN = 1 (Vortag 0)

  • Niedersachsen 25 nach 142 nach 54, 66 nach 82 nach 31, 32, 64, 124, 52, 37, 67 Neuinfektionen mit PR-Ampel GRÜNGELB (2. Quartil) nach PR-Ampel ROT (8. Quantil). Ein vermutlich unrealistischer Sprung vom 4. ins 1. Quartil.

Kreise: Einer von 401 Kreisen > Obergrenze: Dingolfing-Landau 95.6 nach 93.5, 85.2, 128.9, ... 177.7, 231.8, 231.8, 120.6, 123.7  (Bayern)

Aktuelle Wellendiskussion Deutschland und seine Nachbarn zusätzlich Italien und Spanien hier.  Alle Wellendiskussionen.

Sonderstudie: Korrelations- und Eigenwertanalyse KEWA-Deutschland-200809 sechs wichtiger Variablen (Datenbasis 10.07.-09.08.2020 mit jeweils 31 Werten). (Details am angegebenen Linkort):

Weiter sehr wichtig: Zwischen den Wachstumsraten und den Quantilen (Prozenträngen) gibt es  eine starke Korrelation  von r= 07898. Lassen Sie sich also von den inkompetenten Desinformationen und Diskreditierungen des multiplen Mobber-Trolls "Gast", "Cleverle", "Beobachter", "Archivar" ... nicht irritieren. Dem fehlen nicht nur rund 10 Scheine, die Psychologen zu diesem Themenkomplex in ihrem Studium erwerben müssen.

Vorschau: Die nächsten Prozentrränge werden wegen der Wochendendunzuverlässigkeiten der Meldungen erst wieder am Dienstag für den Montag mitgeteilt. In der Zwischenzeit wird eine große Korrelationsanalyse der Neuinfektionen für die 16 Bundesländer und Deutschland gerechnet. Erste Ergebnisse zeigen hochinteressante Zusammenhänge. So erbringt die Eigen­wertanalyse der 17 Variablen 9 fast-lineare Abhängigkeiten und einen großen (auch erwar­teten) Generalfaktor. Bei den Korrelationen gibt Bremen Rätsel auf. Die Neuinfektionen in Bremen korrelieren mit Ausnahme von Thüringen (ca. 0.5) nur schwach mit allen übrigen Bundesländern.

Niedersachsen liegt aktuell mit 4,8 in der 7-Tage-Inzidenz nur etwas besser als Bremen zwischen Bremen mit 5,1 und Thüringen mit 3,1, besser sind  noch Sachsen-Anhalt mit 2,5, Mecklenburg-Vorpommern mit 2,1, Brandenburg mit 2,1, und Sachsen mit 1,8.

Niedersachen hat als einziges Land aber die Sponsel PR-Ampel auf GRÜN sehen, bessere Neuinfektions-Länder haben GRÜNGELB, GELB und ROT bei den Sponsel PR-Ampeln.

Und da sind ja auch noch keine Todesfälle und keine schweren Erkrankungen schon dabei eingerechnet.

SELTSAM für mich, offenbar aber normal bei Herrn Sponsel.

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Das war eine der üblichen Bezeichnungen, die es zu lesen gibt, generell werden nur in der Mathematik, in Ingenieurswissenschaften und in einigen Naturwissenschaften die Begriffe so genau sachbezogen, umfassend und erschöpfend definiert, dass solche nicht mehr interpretiert werden müssen, auch Rechtswissenschaftler kennen das ja nach meinen Erfahrungen ..... ;-)

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 Das RKI meldet:COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit Fallzahlen in Deutschland

Stand: 15.8.2020, 00:00 Uhr (online aktualisiert um 9:05 Uhr)

Nord­rhein-West­falen mit 14,8, Berlin mit 13,3, Hessen mit 11,7, Hamburg mit 9,3 liegen über dem Bundesdurchschnitt von 8,3 - Bayern mit 7,5 noch darunter.

Die Todeszahlen und die Zahlen zu Schweregraden und Anzahl der Erkrankungen jedoch sind viel wichtiger, dazu nichts bei Herrn Sponsel ausser sein jetziges Bohei um Neuinfektionen, früher die Gesamtinfektionen, die jedoch sich nicht in den Todeszahlen und in den Zahlen zu Schweregraden und Anzahl der Erkrankungen auch massstäblich abbilden.

Das Sponsel-Bohei um den natürlichen Wochenrhyhtmus kommt dazu.

Irrelevantes Geschwätz also wieder aus Erlangen.

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Die beste Übersicht über die deutschen Bundesländer und die Landkreise, mit Infektions-Häufungen, die ich kenne, sehen Sie da:

https://www.n-tv.de/infografik/Coronavirus-aktuelle-Zahlen-Daten-zur-Epidemie-in-Deutschland-Europa-und-der-Welt-article21604983.html

Da sind durch satte und schwache Töne der Farben Grün, Grau, die Städte und Kreise mit geringer Inzidenz gut sichtbar geworden.

Grün ist also nicht gleichmässig über die BRD verteilt, in NRW hat kein einziger Landkreis / kreisfreie Stadt so niedrige Inzidenzen wie in einigen der neuen Bundesländer Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen, mit derzeit  absteigenden Inzidenz-Zahlen gereiht, Sachsen hat also die Bestwerte.

Das ergibt doch eine klare Korrelation zur SED-Herrschaft in Deutschland, Herr Sponsel, dem könnten Sie auch mal nachgehen.

Am wenigsten jedoch scheint das Virus den sächsischen Blümchenkaffee zu mögen, beim Trinken aus der Landespopulation heraus  wird dabei in der Regel auch nicht so viel in geschlossenen Räumen gesungen und lautstark gesprochen wie beim Weintrinken, eine empirisch schon öfters erfahrene Realität, die noch einer Erlanger Korrelationsanalyse bedarf.

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"Wie ein konservativer Politiker in der Corona-Krise zum Kanzler hochgeschrieben wurde "Corona wird immer gefährlicher", warnte Söder noch am Wochenbeginn auf einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Er sollte Recht behalten, aber anders, als er es dachte. Denn jetzt erlebt der CSU-Politiker seine ganz persönliche Corona-Krise. Wollte er doch Bayern zu einem Pilotprojekt bei der Corona-Bekämpfung in Deutschland machen. Er war mit seinen Plänen zu den Corona-Tests vorgeprescht und hat wohl vergessen, dass dazu auch eine Infrastruktur gehört, damit die Testergebnisse schnell weitergeleitet und verwertet werden können. So kam es, dass nach Spiegel-Angaben zehntausende Ergebnisse von Corona-Tests in Bayern verschlampt worden. Auch 908 Personen mit positivem Befund seien nicht rechtzeitig benachrichtigt worden. Da waren wohl die bayerischen Behörden überfordert angesichts des Ansturms auf die Impfstellen. ..."

https://www.heise.de/tp/features/Soeder-oder-die-Lust-am-Autoritaeren-48...

Die Kompetenzphantasien der Deutschen zu Söder wären eine soziopsychologische Analyse wert. Immerhin hält Söder seit Urzeiten die Rote Laterne beim Corona-Krisenmanagement.            

In den wirklichen Wissenschaften ist vieles bekannt, auch dass Quotienten und Raten zu unterscheiden sind, was Herr Sponsel aber auch nicht wusste bei Sterb% und Sterblichkeitsrate.

Siehe aber auch den Fall-Verstorbenen-Anteil und das DIVI-Intensivregister.

Hier in der Wikipedia mit weiteren, auch direkten Querverweisen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fall-Verstorbenen-Anteil

Ein Zitat daraus:

Der häufig genutzte Ausdruck case fatality rate wird von vielen Autoren als inkorrekt angesehen,[11][12] da es sich formal nicht um eine Rate, sondern um einen Quotienten („Anteil“) handelt (englisch case fatality proportion (CFP)).[5][13] Verhältnisse, Anteile und Raten seien genau definiert und könnten nicht als Synonyme verwendet werden.[14]

Da ein Verhältnis (englisch ratio) zwei gleichartige Größen ins Verhältnis setzt, jedoch nicht auf einen bestimmten Wertebereich beschränkt ist, der Fall-Verstorbenen-Anteil jedoch auf Werte zwischen 0 und 1 beschränkt ist, handele es sich genau genommen um ein Maß für ein Risiko (case fatility risk)[4]

Manche Epidemiologen lehnen das Wort „Rate“ für Inzidenzmaße ab, bei denen im Nenner die „Anzahl von Individuen“ (statt der Personenzeit unter Risiko[15]) steht und bevorzugen beispielsweise Begriffe wie Inzidenz-Anteil oder kumulative Inzidenz:[16]

https://de.wikipedia.org/wiki/DIVI-Intensivregister

Das sind für Herrn Sponsel offenbar ja böhmische Dörfer geblieben.

Auf Sponsels "soziopsychologische Analyse" von Söder warte ich mit Interesse, diese kann er gerne veröffentlichen.

Bin mal gesapnnt, ob er da genau so falsche Prämissen hat, um sein Wunschergebnis präsentieren zu können, wie bisher!

Da könnte er dann mal seine "soziopsychologische" Kompetenz in der Beurteilung anderer Kompetenzen zeigen.

Also legen Sie los, Herr Sponsel, statt weiter nur mit Geschwätz zu glänzen!

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Siehe zu Hospitalisierungen wegen Corona auch:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html

Punkt 16

Es aber auch schon Hinweise über Wikipedia darauf:

Die Anzahl der hospitalisierten Personen ist nicht exakt bekannt. Das RKI publiziert aber regelmäßig aktualisierte Werte zur klinischen Situation sowie der Belegung der meisten verfügbaren Intensivbetten auf der Grundlage der Daten des DIVI-Intensivregisters.

Die nachfolgenden Zahlen liefert der Lage-/Situationsbericht des RKI vom 13. August 2020 auf Basis der Daten der beteiligten Kliniken.[53]

  • Von 186.311 symptomatisch Erkrankten wurde ein Anteil von 17 % hospitalisiert. Für 3,0 % der Fälle ist bekannt, dass sie eine Pneumonie entwickelt haben.
  • 224 COVID-19-Patienten werden intensivmedizinisch behandelt, 57 % davon beatmet.
  • Die intensivmedizinische Behandlung wurde bereits bei 16.082 Patienten abgeschlossen, 25 % davon verstarben.
  • Es beteiligen sich derzeit 1.274 Klinikstandorte am Register. Dieses weist 30.389 Intensivbetten in Deutschland aus. 28 % davon sind derzeit frei.

Wer aber Scheuklappen trägt, hat ein viel zu enges Gesichtsfeld.

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Herr Sponsel schreibt am Sa, 2020-08-15 13:58:

Die Kompetenzphantasien der Deutschen zu Söder wären eine soziopsychologische Analyse wert. Immerhin hält Söder seit Urzeiten die Rote Laterne beim Corona-Krisenmanagement.   

Interessant, dass Sponsel im Konjunktiv schreibt, also weiss er nichts.

Siehe "Könnte-Herold Drosten" und:

Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel kommentiert am Mi, 2020-07-15 14:29

Hm, grobe "Überprüfung", "Konjunktiv", Drosten-Wissenschaft also. Am besten warten Sie auf meine Analyse, wenn Sie etwas Handfestes und Solides zur Entwicklung und Lage in Luxemburg erfahren möchten.

Und wo ist diese  "Analyse" ....  "zur Entwicklung und Lage in Luxemburg" denn nur abgeblieben, weil "Handfestes und Solides" immer geschätzt wird? In Herrn Sponsels Kommentaren und auf seiner Website waren die Suchen vergeblich gewesen.

Nur Ankündigungen und leeres Geschwätz aus Erlangen sind doch eher nicht geschätzt.

Aber nun kann er es ja bei einer "soziopsychologische Analyse" zu "Kompetenzphantasien der Deutschen zu Söder" besser machen und mal zeigen, was 10 Scheine im Fach Psychologie gebracht haben.

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Herr Sponsel wird doch keine Artikel von Peter Nowak aus Telepolis einfach als "soziopsychologische Analyse" zu "Kompetenzphantasien der Deutschen zu Söder" übernehmen.

(Peter Nowak ist freier Journalist mit dem Schwerpunkt soziale Bewegungen und lebt in Pfaffenweiler. Er schreibt unter Anderem für die Taz, die Jungle World, den Express und die konkret. Seine Artikel aus verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften sind auf der Homepage dokumentiert.)

Das muss ein forensischer Gutachter und Dipl. Psych. Dr. phil.  aus Erlangen mit 10 Scheinen der FAU doch besser können!

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Ich versuche aus vielen Quellen mich und andere zu informieren, hier wird auf Übersterblichkeiten eingegangen:

Corona-Pandemie So unterschiedlich meisterte Europa die erste Welle  Von Holger Dambeck     [Wissenschaftsredakteur]     15.08.2020, 09.42 Uhr 

Dabei verlief die erste große Welle der Pandemie von Land zu Land durchaus unterschiedlich. Die Analyse der Daten bringt einige überraschende Einsichten - etwa über offenkundige Lücken in den offiziellen Statistiken und die Besonderheiten Schwedens im Umgang mit der Pandemie.

Der Fokus der Auswertung liegt dabei auf den Todesstatistiken der Länder. Denn diese spiegeln den Pandemieverlauf in der Regel genauer wider als Infektionszahlen, deren Höhe vor allem von der aktuellen Teststrategie in den Ländern abhängt.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/corona-pandemie-so-unterschiedlich-meisterte-europa-die-erste-welle-a-dca7cabf-8a3b-4bbc-a776-50384285969a

Dass die Todeszahlen von grosser Bedeutung sind, ist Dambeck ja auch längst klar.

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Was bei Dambeck leider auch fehlt, das sind ablesbare Zahlen aller Staaten beim Graphen zu Corona-Tote pro Tag - Werte gemittelt über sieben Tage

Das bietet Worldometer, man braucht nur die aktuellen 7-Tage-Durchschnitte noch auf 1 Million im Graphen zu normieren, also auf Tote pro 1 Million (TpM) umzurechnen.

Wer hier aufgepasst hatte, der weiss das ja auch schon länger, wo es Infos gibt.

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Deutschland wurde  im letzten 7-Tage-Durchschnitt bei Worldometer am 14.08.2020 mit 5 Toten angegeben, bei ca. 83,8 Millionen EW, Schweden am 14.08.2020 mit 2 Toten, bei ca. 10,1 Millionen EW.

Jedem dürfte nun klar geworden sein, warum Herr Sponsel nicht normiert auf Einwohner, bei keiner Zahl der Infizierten und der Toten, keiner Gesamtzahl und keiner Neuzahl, denn da hätte Deutschland überall die besseren Zahlen gegenüber Schweden.

Stattdessen versucht er nur durch seine abwegigen Wachstumsraten-Rechen-Artefakte und PR-Ampel-Artefakte anderen, unbefangenen Lesern, Wissen, Kompetenz und Urteilsfähigkeit bei ihm ja völlig fachfremden Themen (Mathematik, Statistik für Epidemiologie) vorzugaukeln.

Ein Psychologe mit einer  Bestallung von 1993 für forensische Psychologie (Schwerpunkte Familien- und vormundschaftsgerichtliche Fragestellungen, Glaubhaftigkeitsbegutachtungen) kann es ja mal versuchen, Können und Kompetenz unter Beweis zu stellen, indem er eine "soziopsychologische Analyse" zu "Kompetenzphantasien der Deutschen zu Söder" mit wissenschaftlicher Methodik und ebensolchem Anspruch erstellt, und auch zur Prüfung und Einsichtnahme für Psychologie-Kollegen, oder auch für Psychiater vorlegt.

Das Interesse daran dürfte doch ausserhalb Bayerns gross sein.

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In einem Diagramm:

 

Leere Straßen von März bis Mai

Navigationsanfragen bei Apple Maps im Verhältnis zur 7. Kalenderwoche 2020.

Länder sind nach Stärke des Rückgangs sortiert. Angaben in Prozent.

Da sind Werte in blau bis 250 angegeben. Rückgänge sind aber nur bis zu 100% möglich vom Ausgangswert in der Vergangenheit als Grundwert, Zuwächse auch über 100%.

Da muss also ein Fehler passiert sein, bzw. ein falscher Grundwert wurde genommen.

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Eine m.E. unklare Ausdrucksweise in diesem Diagramm erzeugte wieder mal eine Fehlinterpretation!

Der Bezugswert / Grundwert müsste der Stand der Navigationsanfragen zur 7. Kalenderwoche 2020 sein, der ist mit weisser Farbe dargestellt und hat die Ziffer 100(%) erhalten.

Die bräunlichen Farbtöne nach links sind dann Prozentzahlen (von 0% - 100%) und stehen für Prozentwerte, die bläulichen Farbtöne sind Prozentzahlen von (100% - über 250%) des Grundwerts in beiden Fällen des Rückgangs und des Zuwachses.

Es werden daher nicht die reinen Rückgänge oder Zuwächse selber als Prozentzahlen dargestellt.

Fiktives Beispiel: 200 ist mein Grundwert für die Anfragen in der 7. KW 2020, der erhöht sich auf 230, das sind dann 115% von 200, der Zuwachs beträgt aber nur 15%.

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Werter Herr Sponsel, jetzt haben Sie sich doch ein gute Gelegenheit entgehen lassen, die Prozentrechnung bei Holger Dambecks Diagramm "Leere Straßen von März bis Mai" mal allen Lesenden richtig und kompetent zu erklären.

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Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel kommentiert am Sa, 2020-08-15 13:58:

Immerhin hält Söder seit Urzeiten die Rote Laterne beim Corona-Krisenmanagement.

Als  wissenschaftliches, substantiiertes Gutachten eines forensischen Gutachters werden diese ständigen Bekundungen der Aversion aus Erlangen wohl in keinem Teil der BRD durchgehen können, werter Herr Psychologe.

Das müsste Ihnen auch klar sein, der sich doch mit psychiatrischen Gutachten zu Gustl Mollath und Ulvi Kulac einst kritisch befasste.

Der Herr Söder hatte als MP in Bayern mal einen Vorgänger gehabt, der sagte:

"Ich hoffe, es geht dem deutschen Volk nie so schlecht, daß es glaubt, mich zum Bundeskanzler wählen zu müssen."

Also kann Markus Söder doch weiter im schönen Bayernland abwarten und sich freuen, wenn es dem deutschen Volk gut geht, auch in der Corona-Krise. So klug ist Herr Söder doch, und der Herr Sponsel dürfte also schon allein daher Deutschland nicht dauernd so wider die Fakten und mit Fakes schlecht schreiben.

Dann ist das auch eine Win-Win-Win-Situation, dem deutschen Volk geht es gut, Herr Söder bleibt in Bayern und Herr Sponsel kommt noch zu Vernunft und Einsicht.

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AKK-200815  Deutschland, Bundesländer, Kreise für den 15.08.2020:

Daten Dashboard RKI 16.08.2020. 0 Uhr = 15.08.20. PR-Ampel-WerteProzentranginfo.

Zus200815-7TM:  ROT=0, GELB=12  GRÜNGELB=,3 GRÜN=1, Deutschland GELB (PR-7-Tage-Mittelwert Datenbasis 12.3.-13.08.2020 mit 132 Datensätzen)

Deutschland GELB Der 7-Tage-Mittelwert beträgt 1080, ermittelt aus (625 + 1415 +1449 +1445 +1226 +966 +436)/7 = 7562 / 7 = 1080.285714 = 1080 (ganzzahlig abgerundet). Nach der PR-Ampel-Deutschland 7-Tage-Mittelwert Tabelle liegt der Wert 1080 im 7. Quantil, weil 1080 > 996 (6. Quantil) ist, die PR-Ampel-7TM also GELB.

Bundesländer 7-Tage-Mittelwert-Ampel auf ROT = 0

Bundesländer 7-Tage-Mittelwert-Ampel auf GELB = 12

  • Nordrhein-Westfalen 404  GELB  3. Quartil
  • Berlin  79 GELB  3. Quartil
  • Hessen 104 GELB 7. Quantil
  • Schleswig-Holstein 28 GELB  3. Quartil
  • Rheinland-Pfalz  50 GELB  7. Quantil
  • Bayern 155 GELB  6. Quantil
  • Baden-Württemberg 93 GELB  6. Quantil
  • Niedersachsen 63 GELB  6. Quantil
  • Hamburg 31 GELB 7. Quantil
  • Sachsen-Anhalt 9 GELB  6. Quantil
  • Saarland  10 GELB 6. Quantil
  • Mecklenburg-Vorpommern 5 GELB  6. Quantil

Bundesländer Ampel auf GRÜNGELB = 3

  • Brandenburg 10 GRÜNGELB 2. Quartil
  • Sachsen 14 GRÜNGELB 2. Quartil
  • Thüringen 10 GRÜNGELB 2. Quartil

Bundesländer 7-Tage-Mittelwert-Ampel auf GRÜN = 1

  • Bremen 5 GRÜN 1. Quartil

 

Kreise: Einer von 401 Kreisen > Obergrenze: Dingolfing-Landau 108.1 nach 95.6, 93.5, 85.2, 128.9, ... 177.7, 231.8, 231.8, 120.6, 123.7 (Bayern)

Aktuelle Wellendiskussion Deutschland und seine Nachbarn zusätzlich Italien und Spanien hier.  Alle Wellendiskussionen.

Sonderstudie: Korrelations- und Eigenwertanalyse KEWA-Deutschland-200809 sechs wichtiger Variablen (Datenbasis 10.07.-09.08.2020 mit jeweils 31 Werten). (Details am angegebenen Linkort):

Weiter sehr wichtig: Zwischen den Wachstumsraten und den Quantilen (Prozenträngen) gibt es  eine starke Korrelation  von r= 07898. Lassen Sie sich also von den inkompetenten Desinformationen und Diskreditierungen des multiplen Mobber-Trolls "Gast", "Cleverle", "Beobachter", "Archivar" ... nicht irritieren. Dem fehlen nicht nur rund 10 Scheine, die Psychologen zu diesem Themenkomplex in ihrem Studium erwerben müssen.

Vorschau: Die nächsten Tageswert Prozentränge werden wegen der Wochend­end­unzuverlässigkeiten der Meldungen erst wieder am Dienstag für den Montag mitgeteilt. In der Zwischenzeit wurden die PR  für 7-Tagesmittelwerte gerechnet und heute erstmals publiziert.

Für wissenschaftlich Interessierte: Zudem wird eine große Korrelationsanalyse der Neuinfektionen für die 16 Bundesländer und Deutschland gerechnet. Erste Ergebnisse zeigen hochinteressante Zusammenhänge. So erbringt die Eigen­wertanalyse der 17 Variablen 9 fast-lineare Abhängigkeiten und einen großen (auch erwar­teten) Generalfaktor. Bei den Korrelationen gibt Bremen Rätsel auf. Die Neuinfektionen in Bremen korrelieren mit Ausnahme von Thüringen (ca. 0.5)  nur schwach mit allen übrigen Bundesländern. Hier muss man sehen, was geschieht, wenn auspartialisiert wird.

Die ABC-Eigenwert­anal­yse dauert noch etwas, weil Computer, Speicher und Aus­wer­tungs­programm bei 16 Variablen (mit 65519 Partitionen; bei 17 mit Deutschland wären es schon 131054) an ihre kombinatorischen Leistungsgrenzen stoßen, so dass sinnvolle Reduktionen überlegt werden müssen.

Da Herr Sponsel weiter nur unnormierte, also nicht auf die Population bezogene Zahlen verwendet, weiter auch nicht unterschiedliche regional konzentrierte Infektionshäufungen berücksichtigen kann für Prozentränge, die immer von bereits aufgetretenen Zahlen in einem Bundesland abhängig sein müssen, sind seine Zahlen-Spielereien weiterhin völlig irrelevant.

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Das Dashboard des RKI weist aktuell  +625 Infektionen zum Vortag aus, 0 Todesfälle zum Vortag.

Die massgeblichen anderen Zahlen, auch die durchschnittlichen, aktuellen 7-Tage-Inzidenzen, 7-Tage-Todesfälle,  oder kumulierten Fall- und Todeszahlen insgesamt und für die Kalenderwochen finden Sie in den bereits verlinkten Quellen der seriösen Presse, und seriöser Institutionen und Experten.

Wer sich jedoch schon mit den ständigen Fakes des Herrn Sponsel begnügt, der ist selber schuld.

Beste Grüsse

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Wer keine Scheuklappen trägt und auch Perspektiven aus mehreren wissenschaftlichen Diziplinen hat, der kennt das Problem von Abbildungen und den Verzerrungen dabei doch, die es nach Möglichkeit zu vermeiden - oder wenigstens zu verringern - gilt.

Die Erdoberfläche auf dem Globus z.B. erfährt Verzerrungen bei der Übertragung auf zweidimensionale Landkarten, wie es auch aus den verschiedenen Mercator-Projektionen ja allgemein bekannt sein sollte.

Abbildungen und Verzerrungen dabei ist eben etwas für Experten, nichts für die Zeitgenossen, die nicht erkennen, wo ihre eigenen Grenzen liegen.

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Auch für ein Bundesland oder einen Landkreis / kreisfreie Stadt, die bisher wenig von Infektionen betroffen waren, aber gut medizinisch aufgestellt sind, um darauf zu reagieren, sind schon rein denklogisch die Sponsel-PR-Ampeln ohne jeden Wert.
 

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Bei einer Pandemie ist auch die Dynamik im Auge zu behalten, dazu jedoch  kann Sponsel keine relevanten Aussagen mit seinen Sponsel-Wachstumsraten-Rechenartefakten aus bereits rein mathematischen und denklogischen Gründen  machen.

Konzentrierter Kappes also weiterhin aus Erlangen, von Wissenschaft so weit entfernt wie Erlangen vom Watzmann in den Alpen.

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Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel schrieb am So, 2020-08-16 um 17:26 Uhr:

Für wissenschaftlich Interessierte: Zudem wird eine große Korrelationsanalyse der Neuinfektionen für die 16 Bundesländer und Deutschland gerechnet. Erste Ergebnisse zeigen hochinteressante Zusammenhänge. So erbringt die Eigen­wertanalyse der 17 Variablen 9 fast-lineare Abhängigkeiten und einen großen (auch erwar­teten) Generalfaktor. Bei den Korrelationen gibt Bremen Rätsel auf. Die Neuinfektionen in Bremen korrelieren mit Ausnahme von Thüringen (ca. 0.5)  nur schwach mit allen übrigen Bundesländern. Hier muss man sehen, was geschieht, wenn auspartialisiert wird.

Dann machen Sie doch mal und partialisieren auch aus, ich schaue mir das sogar wieder an,  danach erfahren die Lesenden dazu auch wieder etwas von mir!

Besten Gruss an die Lesenden

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Übrigens fühlen sich manche auf den Schlips getreten, wenn mal Formulierungen wie "man sollte" verwendet werden.

Formulierungen aber wie

"Lassen Sie sich also von den inkompetenten Desinformationen und Diskreditierungen des multiplen Mobber-Trolls "Gast", "Cleverle", "Beobachter", "Archivar" ... nicht irritieren. Dem fehlen nicht nur rund 10 Scheine, die Psychologen zu diesem Themenkomplex in ihrem Studium erwerben müssen."

machen mir richtig Freude, denn solches Geschwätz hat ja hohen Unterhaltungswert.

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Immerhin werden auf dem Dashboard des RKI nicht nur 16 Bundesländer und die BRD angezeigt, sondern auch noch alle Landkreise und kreisfreien Städte, und zwar für jedes Bundesland, das auch eigene Regeln noch für Testungen und Quarantäne und Massnahmen aufstellt, die nicht in allen Landkreisen und kreisfreien Städten schon Bundesland-einheitlich, oder gar Deutschland-einheitlich, umgesetzt werden.

Die Zahlen der Landkreise und kreisfreien Städte für jedes Bundesland findet der Lesende leicht im Internet bei der Wikipedia oder anderswo.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Landkreise_in_Deutschland

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_kreisfreien_St%C3%A4dte_in_Deutschland

Was Herr Sponsel nun angekündigt hatte für "eine große Korrelationsanalyse der Neuinfektionen für die 16 Bundesländer und Deutschland" zu berechnen, das wäre dann lediglich ein erster Schritt auf seinem hochinteressanten Weg, die Corona-Pandemie in Deutschland nun zu erforschen mit seinen eigenen Methoden und Kenntnissen, die er hat.

Aber ich begleite dann auch gerne noch weitere Schritte des Herrn Sponsel, denn ich jedenfall werde diesem Motto auch folgen:

Sehr geehrter Herr Müller,

einverstanden: offen, kritisch, selbstkritisch und das Ganze sehen.

Darauf können sich Lesende auch verlassen.

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 Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel erklärte am Sonntag, den 16. August 2020 um 17:26 Uhr:

Die ABC-Eigenwert­anal­yse dauert noch etwas, weil Computer, Speicher und Aus­wer­tungs­programm bei 16 Variablen (mit 65519 Partitionen; bei 17 mit Deutschland wären es schon 131054) an ihre kombinatorischen Leistungsgrenzen stoßen, so dass sinnvolle Reduktionen überlegt werden müssen.

Da werden in weiteren Schritten doch etwas grössere Computer und Speicher gebraucht, jedenfalls  bei Herrn Sponsels hochinteressantem Weg, die Corona-Pandemie in Deutschland nun genauer zu erforschen, als es die Epidemiologen und Virologen und Infektiologen bisher vermochten. Herr Sponsel arbeitet mit seinen eigenen Methoden und Kenntnissen, die er aus seinem Psychologiestudium hat mit den rund 10 Scheinen der FAU vor 1976.

Es kommen also etwas grössere Korrelationsmatrizen in den nächsten Schritten noch hinzu, bei insgesamt 294 Landkreisen und 107 kreisfreien Städten.

Hier wird man auch sehen können, was geschieht, wenn von Herrn Sponsel "auspartialisiert" wird und was das an neuen Erkenntnissen für die Wissenschaft bringt.

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Haben Sie sich denn inzwischen schon zu konkreten Handlungsempfehlungen für Kreise, Städte, Länder, wie Bayern und für die ganze BRD  durchringen können, wenn Ihre PR-Ampeln auf ROT stehen, Herr Sponsel?

Oder wollten Sie noch sehr lange damit warten, bis Ihre Korrelations- und Eigenwerte-Analysen publiziert werden?

Auch Herr Söder wäre Ihnen sicher sehr verbunden, um sein Krisenmanagement für Bayern noch zu verbessern.

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Auf Ihrer Website, Herr Sponsel, hatten Sie nach langen tabellarischen Berechnungen und zwei Diagrammen gezeigt, dass eine Dunkelziffer von 10 bei den Infizierungen nur die Ordinatenskalierung um den Faktor 10 verkleinert  bei G9(-Dunkelziffer) Deutschland Entwicklung der Sterblichkeitsraten mit A=2 vom 09.03. - 11.04.

https://www.sgipt.org/doceval/epidem/Letal/CorVirA_Tot.htm

Das bedeutet denklogisch, die Zahl der Infizierten ist 10fach höher als der durch Testungen gemeldeten Infizierungen bei Ihnen, da Sie ja die Dunkelziffer als Konstante betrachten und die gemeldeten Todesfälle sich bei Ihnen dadurch nicht änderten.

Die Dunkelziffer ist jedoch eine Variable der Zeit und auch von 401 Gebietskörperschaften, da in jedem Landkreis und kreisfreier Stadt wegen unterschiedlicher Testkonditionen sie keine Konstante mehr sein kann, was wieder Auswirkungen auf die Infizierungen über die Ansteckungen mit dem Virus hat, von unerkannten Infizierungen ausgehend.

Aber das wissen Sie vermutlich schon alles aus Ihrem Studium und Ihrer Dissertation und werden das auch noch angemessen  einarbeiten können in Ihre Analysen.

Mit den besten Wünschen dafür

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AKK-200816  Deutschland, Bundesländer, Kreise für den 16.08.2020:

Daten Dashboard RKI 16.08.2020. 0 Uhr = 15.08.20. PR-Ampel-WerteProzentranginfo.

Zusammenfassung-16.08.2020: Nur eine kleine Veränderung zum Vortag. Konsolidierung auf hohem kritischen Niveau

     Zus200816-7TM:  ROT=0, GELB=12,  GRÜNGELB=4, GRÜN=0, Deutschland GELB (PR-Datenbasis ca.12.3.-13.08.2020 mit 132 Datensätzen)

     Zus200815-7TM:  ROT=0, GELB=12,  GRÜNGELB=3, GRÜN=1, Deutschland GELB (PR-Datenbasis ca.12.3.-13.08.2020 mit 132 Datensätzen)

     Wochenendbedingt sind die Tageswertausgaben höchst unzuverlässig. Es werden daher die Auswertungsergebnisse für die Quartile und Quantile auf Basis der 7-Tages-Mittelwerte mitgeteilt, in die die Fehler zumindest konstant eingehen.

     Deutschland Der 7-Tage-Mittelwert beträgt 1098, ermittelt aus (561+ 625+ 1415+1449+ 1445+ 1226+ 966)/7 = 7687 / 7 = 1098 (ganzzahlig gerundet). Nach der PR-Ampel-Deutschland 7-Tage-Mittelwert Tabelle liegt der Wert 1098 im 7. Quantil, weil 1098 > 996 (6. Quantil) ist, PR-Ampel-7TM also GELB.

Bundesländer 7-Tage-Mittelwert-Ampel auf ROT = 0

Bundesländer 7-Tage-Mittelwert-Ampel auf GELB = 12

  • Nordrhein-Westfalen 413 GELB  3. Quartil nach 404  GELB  3. Quartil
  • Berlin  79 GELB  3. Quartil nach 79 GELB  3. Quartil
  • Hessen 107 GELB 7. Quantil nach 104 GELB 7. Quantil
  • Schleswig-Holstein 29 GELB  3. Quartil nach 28 GELB  3. Quartil
  • Rheinland-Pfalz  45 GELB  7. Quantil nach 50 GELB  7. Quantil
  • Bayern 162 GELB  6. Quantil nach 155 GELB  6. Quantil
  • Baden-Württemberg 93 GELB  6. Quantil nach 93 GELB  6. Quantil
  • Niedersachsen 65 GELB  6. Quantil nach 63 GELB  6. Quantil
  • Hamburg 30 GELB 7. Quantil nach 31 GELB 7. Quantil
  • Sachsen-Anhalt 9 GELB  6. Quantil nach 9 GELB  6. Quantil
  • Saarland 10 GELB 6. Quantil nach 10 GELB 6. Quantil
  • Mecklenburg-Vorpommern 5 GELB  6. Quantil nach 5 GELB  6. Quantil

 

Bundesländer Ampel auf GRÜNGELB = 4

  • Brandenburg 11 GRÜNGELB 2. Quartil nach 10 GRÜNGELB 2. Quartil
  • Sachsen 14 GRÜNGELB 2. Quartil nach 14 GRÜNGELB 2. Quartil
  • Thüringen 10 GRÜNGELB 2. Quartil nach 10 GRÜNGELB 2. Quartil
  • Bremen 6 GRÜNGELB 4. Quantil nach 5 GRÜN 1. Quartil

Bundesländer 7-Tage-Mittelwert-Ampel auf GRÜN = 0

Kreise: Einer von 401 Kreisen > Obergrenze: Dingolfing-Landau 107.0 nach 108.1, 95.6, 93.5, 85.2, 128.9, ... 177.7, 231.8, 231.8, 120.6, 123.7 (Bayern)

Aktuelle Wellendiskussion Deutschland und seine Nachbarn zusätzlich Italien und Spanien hier.  Alle Wellendiskussionen.

Sonderstudie: Korrelations- und Eigenwertanalyse KEWA-Deutschland-200809 sechs wichtiger Variablen (Datenbasis 10.07.-09.08.2020 mit jeweils 31 Werten). (Details am angegebenen Linkort):

Weiter sehr wichtig: Zwischen den Wachstumsraten und den Quantilen (Prozenträngen) gibt es  eine starke Korrelation  von r= 07898. Lassen Sie sich also von den inkompetenten Desinformationen und Diskreditierungen des multiplen Mobber-Trolls "Gast", "Cleverle", "Beobachter", "Archivar" ... nicht irritieren. Dem fehlen nicht nur rund 10 Scheine, die Psychologen zu diesem Themenkomplex in ihrem Studium erwerben müssen. Von Prozenträngen, Quartilen und Quantilen, Normen, Wachstumsraten, Korrelationen, Eigenwerten und Fastkollinearitäten hat er keine Ahnung.

Vorschau: Die nächsten Tageswert Prozentränge werden wegen der Wochend­­unzuverlässigkeiten der Meldungen erst wieder am Dienstag für den Montag mitgeteilt. In der Zwischenzeit wurden die PR  für 7-Tagesmittelwerte gerechnet und heute erstmals publiziert.       Für wissenschaftlich Interessierte: Zudem wird eine große Korrelationsanalyse der Neuinfektionen für die 16 Bundesländer und Deutschland gerechnet. Erste Ergebnisse zeigen hochinteressante Zusammenhänge. So erbringt die Eigen­wertanalyse der 17 Variablen 9 fast-lineare Abhängigkeiten und einen großen (auch erwar­teten) Generalfaktor. Bei den Korrelationen gibt Bremen Rätsel auf. Die Neuinfektionen in Bremen korrelieren mit Ausnahme von Thüringen (ca. 0.5)  nur schwach mit allen übrigen Bundesländern. Hier muss man sehen, was geschieht, wenn auspartialisiert wird.

Zwischenergebnis-200816: Die kleinste Einheit für eine Eigenwertanalyse ist ein Paar. Aufgrund der 8 Fastkollinearitäten der 16*16-Korrelationsmatrix der Bundesländer, war zu erwarten, dass sich sich Fast-Kollinearitäten schon auf der kleinsten und informativsten, nämlich der Paarebene, also z.B. in der Partition der 2*2-Korrelationsmatrix Baden-Württemberg und Bayern, befinden. Um den Rechenaufwand zu minimieren, schien es daher sinnvoll, gleich mit der schärfsten Analyse zu beginnen, also mit der Eigenwertanalyse aller Bundesländerpaare, das sind [n/2(n-1) = 8*15 = 120]  Befindet sich bereits in einem Paar 1 Fastkollinearität, also ein Eigenwert < 0.20 (Matlab-Konvention), so ist das ein ungewöhn­licher und sehr interessanter Befund (der sich übrigens auch in größere Partitionen fortpflanzt). Die Summe der Eigenwerte in einem Paar = Ordnung = Spur = 2. Es war also nach Paaren zu suchen, deren einer Eigenwert < 0.20 und deren anderer >1.80 war (Summe=2). Von den 120 theoretischen Fastkollinearitäten aller Bundesländerpaare wurden 40 fastkollineare Paare gefunden. Das ist sind ungewöhnlich viele. Nun steht die Interpretation dieser interessanten Befunde und Muster an.

Aus der Natur des Begriffs "Dunkelziffer" ergibt sich auch noch, dass man dabei zwischen Dunkelziffern für Tote und Dunkelziffern für Infizierte unterscheiden muss.

Denn es sind relative große Variationen vorhanden zwischen gemeldeten und tatsächlichen Zahlengrössen, bei den Toten wären obligatorische Obduzierungen notwendig, oder mindestens gute Statistiken über repräsentative Stichproben-Auswertungen.

Bei den Infizierten ist eine Testungsproblematik ja auch vorhanden.

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 Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel erklärte am Montag, den 17. August 2020 um 11:21 Uhr:

Weiter sehr wichtig: Zwischen den Wachstumsraten und den Quantilen (Prozenträngen) gibt es  eine starke Korrelation  von r= 07898. Lassen Sie sich also von den inkompetenten Desinformationen und Diskreditierungen des multiplen Mobber-Trolls "Gast", "Cleverle", "Beobachter", "Archivar" ... nicht irritieren. Dem fehlen nicht nur rund 10 Scheine, die Psychologen zu diesem Themenkomplex in ihrem Studium erwerben müssen. Von Prozenträngen, Quartilen und Quantilen, Normen, Wachstumsraten, Korrelationen, Eigenwerten und Fastkollinearitäten hat er keine Ahnung.

Das wird nun immer vergnüglicher, also "partialisieren" Sie weiter in diesem Stil und mit Ihren Methodiken.

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Weiter:

Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel kommentiert am Sa, 2020-04-18 18:27

Nein, Sie verkennen die Lage und die Begriffe. Das führt hier aber nicht weiter. Als erstes sollten Sie Ihre Begriffe klar definieren, dann Ihre Ziele, anschließend wären die Methoden dran.

a) Meine Begriffe sind klar definiert, bzw. ich definiere selber Begriffe klar.

b) dito für meine Ziele, dito für meine Methoden.

Ihre Begriffe waren schon mehrfach belegt schwammig und in sich bereits widersprüchlich, Herr Sponsel.

Ihre Methoden zur Corona-Pandemie sind auch ein buntes Sammelsurium mit bunten Tabellen geblieben, ein Wust.

Durchgängig aber ist Ihr Ziel erkennbar: Sie, der Herr Sponsel, sind im Besitz des richtigen Wegs und der Wahrheiten zur Erfoschung der Pandemie.

Das meinen Sie doch als man on mission.

Beste Grüsse an die Lesenden

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  Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel erklärte am Montag, den 17. August 2020 um 11:21 Uhr:

Nun steht die Interpretation dieser interessanten Befunde und Muster an.

Bitte sehr, Sie dürfen doch gleich damit beginnen.

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Aus der Website des Herrn Sponsel:

  • part:    3   5 .   1   2   4   6  A=1   mit eig:     0.12173  1.87827. In Worten: Zwischen der Anzahl der Aktiven und der Ausprägung in Quantilen gibt es einen gesetzesartigen Zusammenhang. Das ist für mich eher überraschend und intuitiv nicht so erwartet worden.
  • part:    2   5 .   1   3   4   6  A=1   mit eig:     0.049602  1.9504. In Worten: Die Wachstumsraten für Neuinfektionen und die Anzahl der Aktiven zeigen einen gesetzesartigen Zusammenhang.
  • part:    1   5 .   2   3   4   6  A=1   mit eig:     0.158306  1.84169. In Worten: Die Anzahl der Neuinfektionen und die Anzahl der Aktiven zeigen einen gesetzesartigen Zusammenhang.
  • part:    1   3 .   2   4   5   6  A=1   mit eig:     0.0506481  1.94935. In Worten: Zwischen der Anzahl der Neuinfektionen und der Ausprägung in Quantilen gibt es einen gesetzesartigen Zusammenhang. Das kann man sich zwar intuitiv auch denken, aber nun wissen wir es für diese Stichprobe.

War das schon alles an Interpretationen dazu, oder kommt noch Genaueres und jetzt auch mal etwas Quantifiziertes!

Jedenfalls das Obige kann nur als hifloses Gerede ohne Wissen interpretiert werden.

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Das ist bildlich so ähnlich wie eine Situation in einer Diskussionsrunde im TV, gefragt waren wichtige und massgebliche Eigenschaften von Löwen bei den Säugetieren, ein Diskutant zählt aber nebensächliche Eigenschaften von Sardinen bei den Fischen auf, macht dabei auch noch Fehler, was Informierten über die ganze Fauna auffällt.

Doppelt falsch also, zweifach daneben, da hatte jemand die Zusammenhänge nicht begriffen, hatte lückenhafte Teilkenntnisse.

Das kann doch m.E. nur so interpretiert werden: Hilfloses Gerede und peinlich noch dazu!

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Das hatte ich geschrieben: "Erfoschung".

Was gebraucht wird, ist nicht ein Herumwursteln aus einer Erlanger Frosch-Perspektive, also keine "Erfroschung", sondern eine Erforschung und Handlungsanweisungen und Handlungempfehlungen jetzt schon, nunc und ad hoc.

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Im Übrigen hält sich Sponsel doch schon wieder nicht an seine Aussagen:

Dipl.-Psych. Dr. phil Sponsel kommentiert am Mi, 2020-04-15 15:32

Beweis und Beleglast

Im allgemeinen ist es in der Wissenschaft üblich, dass derjenige, der behauptet, die Beweislast, abgeschwächt die Beleglast, hat. Wenn einer also meint (pauschal wähnt, mutmaßt oder phantasiert), dass z.B. die Todesfallzahlen der verschiedenen Länder nicht vergleichbar seien, dann müsste der dies auch zeigen, einmal konkret am Fallbeispiel, zum anderen an den Kriterien, z.B. der WHO oder des RKI.

Todesfallzahlen der verschiedenen Länder sind vergleichbar über Tote per 1 Miillion EW, diese sind auch darüber hinaus ein Massstab für Ländervergleiche, aber doch keine unsinigen Sponsel-Wachstumsraten-Rechenwert-Artefakte von Infizierungszahlen und Derivate davon.

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Bei nur mal angenommenen zeitlich noch völlig gleichen gemeldeten Infizierungszahlen eines 100 Millionen-Kontinentalstaates mit vielen Grenzen und eines kleinen 1 millionen Inselstaates, so ähnlich wie Neuseeland, ergäben sich aus Sponsels Wursteleien genau die gleichen PR-Ampeln und genau die gleichen Sponsel-Wachstumsraten-Rechenwert-Artefakte von Infizierungszahlen und Derivate davon.

Das sind unleugbare und unbestreitbare Fakten, punktum und aus die Maus.

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Ausserhalb Erlangens bei Herrn Sponsel scheint es sich aber schon herumgesprochen zu haben, dass auch gleiche, absolute Todeszahlen von nur mal angenommen 100.000 Gesamttoten für einen 100 Millionen-EW-Kontinentalstaat eine andere Relevanz haben, als für einen 1 Million-EW-Inselstaat.

Auch das darf heute schon gesagt werden, diese Einsicht ist bei vielen Beobachtern und Archivaren und Gästen auf diesem Planeten schon länger vorhanden, die Cleverles dieses Planeten waren ja schon öfters etwas schneller von Begriff als ganz langsame Zeitgenossen, mit Verlaub bemerkt.

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Mit den DIN-Normen  (Deutsche Industrie Norm) und den ISO-Normen (Internationale Organisation für Normung) versuchte jedenfalls noch keiner, das Corona-Virus zu normieren, die sind nicht so vermessen.

Für die Psychotherapie gibt es aber Standards und inzwischen einen eigenen Studiengang dafür, den Sie doch damals nicht machen mussten, ohne diesen eigenen, fünfjährigen Studiengang für Psychotherapie erhielten Sie Ihre Approbation als psychologischer Psychotherapeut.

https://www.hogrefe.de/shop/standards-der-psychotherapie.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/psychotherapeutenausbildung.html

Halten Sie also andere nicht für dämlich.

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Die Fakten wieder dazu:

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 40, ausgegeben zu Bonn am 22. November 2019

Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Vom 15. November 2019

Behauptungen sind mit Fakten zu belegen, Tatsachen, Fakten, Mutmassungen und Meinungen sind zu unterscheiden, Fakes haben dann keine Chance.

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Weitere Corona-Lockerungen vorerst unwahrscheinlich

Aktualisiert am 17.08.2020, 18:51 Uhr

Das Robert Koch-Institut meldete am Montagmorgen 561 neue Infektionen innerhalb eines Tages. An Sonntagen und Montagen liegen die Zahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Am Freitag und Samstag waren es aber mehr als 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. [...]

Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) warnte am Montag vor überzogenen Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität im Kultur- und Veranstaltungssektor. "Sehr große Veranstaltungen sind einfach sehr riskant", sagte der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat bei einer SPD-Veranstaltung in Würselen bei Aachen. "Das ist alles schwer, ich finde, das sollte man nicht wegreden."  [...]

Über das Thema wolle er mit den Bundesländern noch einmal reden, sagte Spahn. Die Regeln sind unterschiedlich: So sind in Berlin laut aktueller Corona-Verordnung momentan Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen bei "geselligen Veranstaltungen wie Hochzeiten" drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern maximal 100.

Zu den Infektionszahlen sagte der Gesundheitsminister: "Ich bin sehr dafür, dass wir wachsam und aufmerksam sind, ernsthaft, aber auch nicht in Endzeitstimmung. Bis hierhin können wir damit umgehen. Besorgniserregend wäre, wenn es weiter steigt und dafür müssen wir abstufen, was ist jetzt zuerst wichtig."

Quelle:  https://web.de/amp/34997372

"Auch wenn einige Kläffer noch bellen, die Karawane zieht weiter...", eine alte Weisheit.

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Melbourne im Corona-Lockdown

17.08.2020, 20:33 Uhr

In der ersten Jahreshälfte, als Deutschland die Folgen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren bekam, sah es so aus, als würde es den Menschen in "Down Under" besser ergehen. Der große Ausbruch blieb aus, erste Beschränkungen wurden schnell wieder gelockert. Vor einigen Wochen dann die Kehrtwende: Im südlichen Bundesstaat Victoria stiegen die Fallzahlen wieder an, schneller als je zuvor. 

Ein erster Lockdown und eine Maskenpflicht in der Fünf-Millionen-Metropole Melbourne zeigten kaum Wirkung. Am zweiten August zog die Regierung die Reißleine: Der Katastrophenzustand wurde über die Metropolregion Melbourne verhängt, der Lockdown für vorerst sechs Wochen empfindlich verschärft.

Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88393286/tid_amp/corona-in-australien-melbourne-im-lockdown-so-laeuft-das-leben-ab.html

Wäre doch schön, wenn man auch hier etwas daraus lernen könnte.

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@Peus

In Mexiko helfen Experten der Charité den dort überforderten Behörden.

Das sind kein unqualifiizierten Sprücheklopfer, also schalten Sie mal den Schädel-Inhalt zwischen Ihren Ohren auf Empfang, statt immer so unqualifiziert loszuposten, um Fakes und Steine abzuladen, die Sie den Experten in den Weg legen.

Beleg: Corona in Mexiko: Warum das Land mit der Pandemie nicht fertig wird

Tagesthemen am 17.08.2020 22:40 Uhr

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-745025.html

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Forschung

Corona-Studie veröffentlicht: Ist das Virus deshalb tödlich?

Aktualisiert: 17.08.202018:02

Forschung zum Coronavirus: Immunsystem betroffen

Das Fachmagazin EBioMedicine hat eine Studie veröffentlicht, die sich als enormer Fortschritt in der Erforschung des Coronavirus erweisen könnte. Auch Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) waren daran beteiligt. Sie verglichen Autopsiematerial und Blutproben von Covid-19-Patienten mit Gesunden und weniger schwer Erkrankten. Dabei fanden sie möglicherweise richtungsweisende Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Immunsystem. [...]

Coronavirus: Immunthrombose bei Forschung bislang nicht bedacht

Ein Ansatz für die Behandlung von schweren Covid-19-Fällen sei es jetzt, die Ballung der weißen Blutkörperchen zu hemmen, um damit die Bildung der Netze in den Blutgefäßen zu verhindern, erklären die Forscher der FAU. Zwei Medikamente könnten bei diesem Ansatz helfen, wie das Deutsche Ärzteblatt mitteilte. Heparin ist ein bekanntes Mittel, um Gerinnungen zu hemmen. Es wurde Patienten bereits verabreicht, um einer Thrombose vorzubeugen. Die Dosis könnte in schweren Fällen nun erhöht werden. Ein weiteres Mittel ist Dexamethason. Es greift die wirkenden Enzyme an und soll laut einer Studie die Sterblichkeitsrate bereits gesenkt haben.


Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88393286/tid_amp/corona-in-australien-melbourne-im-lockdown-so-laeuft-das-leben-ab.html

So geht Wissenschaft an der FAU, Herr Sponsel, also mal als gutes Beispiel und Vorbild nehmen.

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