Forschung zum Bundessozialgericht

von Gastbeitrag, veröffentlicht am 13.05.2024
Rechtsgebiete: Verlag|845 Aufrufe
Forschung zum Bundessozialgericht

Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt befasst sich mit der Geschichte des Bundessozialgerichts. Untersucht wurde die Zeit von seiner Gründung 1954 bis in die 1970er Jahre.

Die im Verlag C.H.BECK erschienene Studie schildert die Rolle des Bundessozialgerichts für die Auslegung von Gesetzen, seinen Einfluss auf die Politik und Wissenschaft und das Handeln der Richter zwischen NS-Belastung und demokratischer Neuorientierung. In den Jahren von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder erlangte das Bundessozialgericht eine tragende Bedeutung im Sozialstaat. Die Kasseler Richter fällten Leitentscheidungen zur Kriegsopferversorgung und Sozialversicherung mit doppelter Perspektive. Zum einen ging es im Medium des Sozialrechts um die Folgelasten des Dritten Reichs, zum anderen um die Anpassung der Rechtsnormen an den ständigen sozialen Wandel. Vorgestellt wurde die Studie, die unter dem Titel »Das Bundessozialgericht und die Formierung des westdeutschen Sozialstaats« erschienen ist, im Januar in Berlin vom Präsidenten des Bundessozialgerichts, Prof. Dr. Rainer Schlegel, sowie den Historikern und Autoren Dr. Wilfried Rudloff und Prof. Dr. Marc von Miquel.

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