Wirtschaftsrecht

Datenschutzrecht

Alle Drohnen sind schon da - aber nur mit Registrierung?

von Dr. Axel Spies, veröffentlicht am 21.06.2016
Rechtsgebiete: WirtschaftsrechtDatenschutzrecht5|4154 Aufrufe

In Deutschland verdichtet sich die Diskussion, ob und wann für privat und kommerziell genutzte Drohnen ein Führerschein eingefordert werden sollte.  Die Berichte von Beinahe-Kollisionen mit anderen Fluggeräten häufen sich. „Wir wollen eine neue Ordnung im deutschen Luftraum erreichen, die die Entwicklung von unbemannten Luftfahrzeugen als einen wirtschaftlichen Faktor begreift, fördert und antreibt“, sagt DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle  (Zitat aus der FAZ). Die USA mit ihren fast 2 Mio. Drohnen (davon die meisten Kinderspielzeug) sind in dieser Beziehung schon weiter (vgl. ZD-Editorial 2016/201: hier - besonders zu den Datenschutzfragen). In den USA-gibt es ein Online-Register. Diskutiert wird hierzulande z.B. eine Chipkarte, die an den Hobbypiloten gekoppelt ist (ähnlich wie eine Mobilfunk-SIM-Karte).

Was meinen Sie zum Thema Drohnenführerschein /Drohnen-Registrierung? Sinnvoll zur Flugsicherung? Überflüssig - ein neuer Auswuchs der Bürokratie? Sollte es Ausnahmen geben?

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5 Kommentare

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Wie sinnvoll eine Registrierung von Multicoptern ist, ist natürlich fraglich. 

Auf der einen Seite habe ich nichts gegen eine Kennzeichnungspflicht wie bei einem Pkw. Es leuchtet ja auch jedem Autofahrer ein, dass er ein Kfz-Zeichen benötigt. Falls es doch mal zu einem Unfall kommt - und das lässt sich auch mit der besten Technik nicht vollständig ausschließen - könnte eine Kennzeichnung des Copters erheblich bei der Ursachenforschung helfen bzw. bei der Ermittlung des Unfallverursachers. Das wäre ein großer Pluspunkt.

Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland schon so viele Regeln für Copter-Piloten, die ich hier mal zusammengefasst habe: http://my-road.de/drohnen-gesetze-deutschland/ Wenn sich alle Anwender an die Vorschriften halten, dann sehe ich eigentlich keinen Bedarf an einer Registrierung von Drohnen. Momentan scheitert es meines Erachtens eher an der Aufklärung über die Regeln (hier könnten die Hersteller mehr in die Pflicht genommen werden) und an der Verfolgung von Rechtsverstößen. Ob eine Registrierungspflicht da helfen würde... ?

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Lage in Deutschland entwickeln wird. 

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Das Problem ist doch vielmehr, dass wirklich jeder eine Drohne kaufen kann – egal ob jung oder alt. Ich bin in jedem Fall für ein Mindestalter, immerhin können die Geräte mehrere Kilo auf die Waage bringen und zu gefährlichen Waffen werden. Und der Umgang setzt da schon einiges an "geistiger Reife" voraus.

Vielen ist ja nicht einmal bewusst, dass man unter Umständen eine Aufstiegserlaubnis und IMMER eine Haftpflichtversicherung benötigt.

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