Neue US-Sanktionen: Keine Party mehr in Havanna – Kuba wird nicht mehr angelaufen

von Dr. Axel Spies, veröffentlicht am 06.06.2019
Rechtsgebiete: WirtschaftsrechtCompliance1|783 Aufrufe

Nach Iran (im Blog hier und hier), Russland, Venezuela und Nord-Korea gerät ein weiteres Land ins Fadenkreuz der US-Sanktionen: Kuba.

Die großen US-Kreuzfahrtunternehmen gaben gestern bekannt, dass sie nach dem Reiseverbot der Trump-Administration für die Karibikinsel Kuba nicht mehr anlaufen werden, was Reisende verärgert und Sorgen über Reiserücktritte und Unternehmensgewinne befeuern dürfte.

Die neuen Beschränkungen zielen darauf ab, die kommunistische Regierung Kubas unter Druck zu setzen und die Unterstützung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro einzustellen. Betroffen sind vor allem Carnival Corp. und Royal Carribian. Norwegian Cruise Line Holdings Ltd hat ebenfalls alle Kreuzfahren nach Kuba eingestellt, wovon auch gebuchte Reisen betroffen sind.

Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) teilte am Dienstag mit, dass das Land Reisen mit Passagier- und Freizeitschiffen, einschließlich Kreuzfahrtschiffen und Yachten sowie Privat- und Geschäftsflugzeugen, nach Kuba nicht mehr erlauben werde. Das Verbot war ab Mittwoch in Kraft getreten. Eine Gnadenfrist, um das Reiseziel zu wechseln, was für Verwirrung unter den Kreuzfahrtpassagieren. Sowohl Carnival als auch Royal Caribbean teilten mit, sie würden verschiedene nicht-kubanischen Häfen anlaufen und den Reisenden eine Entschädigung anbieten.

Ähnliches Ungemach droht dem Luftverkehr: American Airlines, JetBlue und United Airlines, die alle seit 2016 nach Kuba fliegen, gaben bekannt, dass sie die neuen Vorschriften überprüfen. Delta Air Lines nimmt seit dem 4. Juni keine Buchungen nach Kuba im Rahmen der sogenannten People-to-People-Lizenz mehr an. Kunden, die im Rahmen der Befreiung vor diesem Zeitpunkt gebucht hatten, dürfen aber reisen.

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1 Kommentar

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Ich bin begeistert. Da buche ich gleich wieder eine Kuba-Reise bevor sie sich wieder anders entscheiden. Kuba ist zu schön um sie mit Kreuzfahrtouristen und ähnlichen zu teilen.

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