Koalitionsvertrag und Wohnungseigentümer

von Dr. Oliver Elzer, veröffentlicht am 24.11.2021
Rechtsgebiete: Miet- und WEG-RechtRechtspolitik1|1724 Aufrufe

Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen heißt es:

"Wir führen den echten Sachkundenachweis für Makler, Miet- und WEG-Verwalter ein."

Fällt damit die Zertifizierung weg? Was ist mit §§ 19 Absatz 2 Nummer 6, 26a WEG? Alles schon wieder Geschichte? Oder wird alles nur umgenamt? Was ist eigentlich ein "echter Sachkundenachweis"? Was ist an der Zertifizierung falsch?
 

Die Koalition wird es wissen. Wir auf den hinteren Plätzen müssen noch warten. Schade. Und: sonst war/ist beim WOMeG alles gelungen? Wirklich?

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Am und rund um den zertifizierten Verwalter ist so einiges falsch. Der Verwaltermarkt ist geprägt von einem ausgeprägten Preisdumping. Nur wenige Eigentümergemeinsvhaften können einen fachlich qualifizierten Verwalter von einem nicht qualifizierten Verwalter unterscheiden. Eine 90minütige Prüfung vor einer IHK wird hier kaum als verwertbares Differenzierungskriterium taugen. Es ist vielmehr denkbar, dass eben nicht-zertifizierte Verwalter hierdurch einen Zuwachs am Kunden verzeichnen, da diese weiterhin günstiger anbieten. Solange also eine Zertifizierung nicht unbedingte Voraussetzung für das Verwalteramt ist, könnte sie ein unbrauchbares Gedankenspiel bleiben. 

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